Kleidertauschevents sind beliebter denn je und waren in den letzten Wochen und Monaten ein zentrales Thema im FEMNET-Bildungsbereich. Wir blicken auf viele erfolgreiche Veranstaltungen und eine Vielzahl getauschter Kleidungsstücke zurück!
Sich vernetzen, voneinander lernen und gemeinsam für faire Mode aktiv werden – das ist das Ziel des Netzwerks fashion interACTION. Um diesem Ziel wieder einen Schritt näher zu kommen, haben wir uns am 5. Mai 2024 zum fashion interACTION-Aktionstreffen in Köln getroffen. Mehr als 20 Aktive aus Hochschule und Zivilgesellschaft sind zusammengekommen, um sich zu vernetzen und gemeinsam Aktionsideen für eine sozial gerechte Bekleidungsindustrie zu entwickeln.
Gastbeitrag: Dieser Artikel erschien im englischen Original am 18. Januar 2024 auf LSE International Blog. Autorin: Pauline Jerrentrup
Die Doktorandin Pauline Jerrentrup erforscht, ob rechtsverbindliche Markenvereinbarungen die Lösung für die Ausbeutung von Arbeitnehmer*innen in Zulieferländern darstellen.
Am 17. April 2024 fand die erste Kleidertauschbörse an der Realschule Bobingen (RSB) statt. Immer mehr Menschen interessieren sich für nachhaltigen Konsum. Kleidertauschbörsen bieten eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Shopping. Ein Schüler berichtet.
Unsere Partnerorganisation Cividep bietet mit ihrer zuletzt erschienen Studie einen umfassenden Einblick in die Herausforderungen und Lösungsansätze von Beschwerdemechanismen in der indischen Bekleidungsindustrie. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Rolle, die Multi-Stakeholder-Initiativen (MSIs) wie das Textilbündnis spielen können, um lokale Mechanismen effektiv zu unterstützen. Neben der Darstellung der zahlreichen existierenden, jedoch mehrheitlich nicht funktionierenden Beschwerdemöglichkeiten, sowie einer Übersicht bestehender „Back-Up“-Ansätze, formuliert die Studie daher auch Forderungen und Empfehlungen für alle Stakeholder einer MSI.
Anfang Dezember 2023 war FEMNET Teil einer Delegationsreise nach Indien. Die Reise stand ganz im Zeichen wichtiger Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Rechteinhaber*innen und Arbeitnehmer*innenrechte in der Textilbranche. Diese Mission wurde im Rahmen des Sektorvorhabens der Bundesregierung zu 'Soziale und Ökologische Transformation von textilen Lieferketten' durchgeführt, das für den Grünen Knopf, die Initiative Siegelklarheit und das Bündnis für nachhaltige Textilien zuständig ist.
Am 12. März 2024 war Prof. Dr. Katrina Sark von der University of Southern Denmark zu Gast bei fashion interACTION. In ihrem Vortrag erläuterte sie nicht nur ihr Konzept einer dekolonialen Nachhaltigkeit, sondern zeigte auch auf, wie dekolonial-nachhaltige Prozesse Lösungen für die größten Probleme der Textilindustrie bieten können.
Vor einem Jahr hat die Bundesregierung den „Stufenplan zur Steigerung der nachhaltigen Beschaffung von Textilien durch Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung“ veröffentlicht. FEMNET und 10 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen stellen Forderungen an die Umsetzung.
Der Internationale Frauentag fordert mehr Tempo bei der Gleichstellung von Frauen. Eine dreiteilige FEMNET-Videoserie erklärt kurz und bündig, was wir mit feministischen Perspektiven und unserem Fokus auf feministischer Entwicklungszusammenarbeit erreichen.
Bilanz der Vertreter*innen der Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien (2023)
Das Textilbündnis hat 2022/2023 eine neue Struktur angenommen und seine Berichtsformate überarbeitet. Mit dem deutschen Lieferkettengesetz und den laufenden Prozessen für ein EU-Lieferkettengesetz veränderten sich die Rahmenbedingungen, was eine Weiterentwicklung von der Analyse zur Umsetzung erforderte. Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung von Sorgfaltspflichten und Wirkung vor Ort in den Bereichen Einkaufspraktiken und Existenz sichernde Löhne, Geschlechtergerechtigkeit, Beschwerdemechanismen und Abhilfe, sowie Kreislaufwirtschaft und Klima. Das Ziel ist es, über gesetzliche Anforderungen hinauszugehen und kontinuierliche Verbesserungen in den Produktionsländern zu erreichen. Die Initiative bringt Unternehmen, NGOs, Gewerkschaften, Standardorganisationen und die deutsche Bundesregierung zusammen, um soziale und ökologische Transformation voranzutreiben.