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© FEMNET

Bonn, Köln, Berlin. Ein fetter Gewinn von 591 Millionen Euro aber: Keine Zahlung von existenzsichernden Löhnen für die Beschäftigten in der Lieferkette, keine Veröffentlichung von Auditprüfergebnissen, keine Nachhaltigkeitsanforderungen an Drittmarken. Zu diesen und weiteren Themen werden FEMNET, der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen und die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC Deutschland) kritische Fragen auf der Hauptversammlung von Zalando am 12. Mai stellen.

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Zusammen mit 200+ Verbündeten tragen wir das Just Fashion Manifest mit. Wir teilen die Vision eines gerechten Modesystems, das Menschen über Profite stellt.

Mode kann niemals nachhaltig sein, wenn die Menschen, die unsere Kleidung herstellen, unterbezahlt, überarbeitet und ungeschützt sind. Mode kann niemals gerecht sein, wenn Verschmutzung und Müll die Norm sind. Soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Im Just Fashion Manifest werden Prinzipien für ein gerechtes Modesystem formuliert. Angestoßen wurde das Manifest durch das globale Netzwerk "Clean Clothes Campaign". Die endgültige Fassung wurde am 1. Mai 2026 weltweit veröffentlicht und berücksichtigt Hunderte von Beiträgen, Kommentaren und Standpunkten, u.a. von Beschäftigtenvertretungen der Industrie weltweit.

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Soziale und ökologische Kriterien im Textileinkauf sind ein zentraler Hebel für eine nachhaltige Transformation. Das Projekt „Fair Wear Works“ hat gezeigt, wie Akteur*innen aus Gesundheitswesen, Sport und Hochschulen diesen Anspruch konkret in die Praxis überführen können.

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Näherin in einer Textilfabrik in Myanmar.

© Martje Theuws

Die Kampagne für Saubere Kleidung, hat eine aktuelle Stellungnahme zu einem Eckpunktepapier für einen Gesetzentwurf zur erweiterten Herstellerverantwortung  veröffentlicht, der Fast-Fashion-Hersteller an den Entsorgungs- und Recyclingkosten beteiligen soll. Ein Textilgesetz muss Ausbeutung und Umweltzerstörung durch die Textilindustrie stoppen!

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© Daily Star

Adiba Afros und Sifat E Nur Khanam aus Bangladesch beleuchten die langwierigen Folgen des Rana-Plaza-Einsturzes und kritisieren die mangelnde juristische Aufarbeitung sowie ausstehende Entschädigungen nach nunmehr dreizehn Jahren. Die Autorinnen benennen die Fortschritte bei der baulichen Sicherheit von Exportfabriken, bemängeln jedoch das Fehlen von Urteilen in den wenigen strafrechtlichen Verfahren gegen Verantwortliche, umfassenderer Arbeitsrechtsreformen und einer angemessenen Gedenkkultur. 

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Unter dem Eindruck des Fabrikeinsturzes von Rana Plaza wurde 2014 das Bündnis für nachhaltige Textilien (Textilbündnis) als Multiakteurs-Partnerschaft aus Bundesregierung, Wirtschaft, Standar-dorganisationen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft gegründet. Ziel war es, die Arbeitsbedin-gungen in den Zulieferbetrieben deutscher Bekleidungsunternehmen zu verbessern und Umwelt-schäden zu reduzieren. Anfang 2026 wurde das Textilbündnis in das neue Format „Dialogue and Impact for Sustainable Textiles (DST)“ überführt. Dies ist ein guter Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen und Erwartungen an die neue Initiative zu formulieren.

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© KI-generiert

Bisher können öffentliche Aufträge nur schwer den konkreten Produktionsstätten im Globalen Süden zugeordnet werden. Weder gibt es dazu Statistiken, noch werden diese Informationen bis dato regelmäßig in Ausschreibungen erfragt. Schockierend ist daran, dass menschenrechtliche Sorgfaltspflichten dann eigentlich nicht wirklich erfüllt werden können: Wer unsichtbar bleibt, kann leicht ausgebeutet werden. Was brauchen öffentliche Einkäufer*innen, um das zu ändern?

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© Savannah van den Roovaart

Das Umweltministerium plant ein Gesetzespaket, das Fast-Fashion-Hersteller an den Entsorgungs- und Recyclingkosten beteiligen soll. Damit setzt es eine Vorgabe der EU um, nämlich die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR), die im Oktober 2025 in Kraft getreten ist.

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© KI-generiert

Der jüngste Fall der Schauspielerin Collien Fernandes zeigt die strafrechtlichen Schutzlücken im Umgang mit digitaler Gewalt in Deutschland. Ihr Ex-Mann Christian Ulmen soll über Jahre hinweg ihre Identität im Netz missbraucht, Fake-Profile erstellt und in ihrem Namen mit Hunderten Männern sexualisierte Gespräche geführt sowie pornografisches Material verbreitet haben. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) reagierte bereits und kündigte ein digitales Gewaltschutzgesetz an, das im Frühjahr 2026 vorgelegt werden soll. Welche Lücken der Fall offenlegt, wie die Rechtslage in Europa ist und wo Deutschland dringend nachbessern muss - eine Einordnung. 

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