Das SÜDWIND-Institut wirft Adidas vor, im Fall der gesetzwidrigen Entlassung von mehr als 300 ehemaligen Beschäftigten ihres indonesischen Zulieferers Panarub im Jahr 2012 seinen unternehmerischen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen zu sein.
Die #metoo-Bewegung macht deutlich: Geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz gehört zum Alltag vieler Arbeitnehmerinnen. Anlässlich des Internationalen Frauentags ruft FEMNET zur Solidarität mit den Näherinnen in Südasien auf.
Weltweit leiden mehr als ein Drittel aller Frauen, also über 800 Millionen, unter Gewalt am Arbeitsplatz. Besonders gefährdet sind Frauen in schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsverhältnissen, wie sie in der globalen Textilindustrie bis heute massenhaft zu finden sind. Allein in Indien und Bangladesch sind mehr als 60 Prozent der Arbeiterinnen in Textilfabriken betroffen. Sie werden von Aufsehern an den Haaren gezogen, schikaniert, unflätig beschimpft, sexuell belästigt, nicht selten sogar vergewaltigt. Außerdem lastet ein ungeheurer Druck auf den Frauen: So müssen sie, wenn sie ihr Soll nicht erfüllen, oft unbezahlte Überstunden leisten.
Zur Unterstützung dieser Frauen in Indien und Bangladesch hat FEMNET einen Rechtshilfefonds eingerichtet, der ihnen dabei hilft, ihre Rechte einzuklagen.
Die Wander- und Posterausstellung wurden 2017 insgesamt an 27 Standorten in Deutschland und in der Schweiz eingesetzt. Eingerahmt in Aktionstagen, Schulveranstaltungen, Workshops, Messen und vielen weiteren Angeboten genoss die Ausstellung auch 2017 eine hohe Aufmerksamkeit und erreichte verschiedenste Interessenten und Zielgruppen.
FEMNET unterstützt die am 14.02.2018 startende Kampagne für die Unterzeichnung einer ILO-Konvention gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz. Die Kampagne läuft bis zum Frauentag am 8. März. Bisher gibt es zwar das 1979 von der UN verabschiedete Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), doch gibt es noch kein internationales Gesetz, das Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz vorschreibt.
FEMNET hat im Frühjahr 2018 einen Zusammenstellung von Forderungen an Modeunternehmen zusammengestellt. Diese Forderungen hat basierenauf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen, der ILO MNU Erklärung und dem Nationalen Aktionsplan.
Am 3. Februar 2018 hat FEMNET zusammen mit anderen Aktiven dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Wir machten darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll. Auch in weiteren Städten in Deutschland, Europa und sogar Hongkong gab es Aktionen.
Diese Aktion war ein voller Erfolg! Am 7.2.2018, also drei Werktage nach unserer Aktion, veröffentlichte Primark seine Lieferantenliste. Wir stellen fest: Öffentlicher Druck wirkt! Vielen Dank an alle, die uns hierbei unterstützt haben.
Am Samstag 3. Februar 2018 um 17 Uhr werden Aktive der Kampagne für Saubere Kleidung, darunter Vertreterinnen des in Bonn ansässigen Frauenrechtsvereins FEMNET, dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Sie machen darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll.
Faire öffentliche Beschaffung wird immer wichtiger. Aber warum, wie und auf welcher rechtlichen Grundlage kann sie umgesetzt werden? Dieses Wissen vermitteln wir aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter*innen der öffentlichen Verwaltung.
Auf der Grundlage von vier Themenmodulen setzen erfahrene Referent*innen Workshops an Berufsschulen, Verwaltungshochschulen und Fortbildungsakademien um:
Modul 1: Soziale Kriterien im Vergaberecht
Modul 2: Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten
Modul 3: Nachweisführung mit ökologischen und sozialen Produktsiegeln
Modul 4: Best-Practice-Ansätze zur sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung
Das Angebot hat FEMNET in Zusammenarbeit mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk, dem Eine Welt Leipzig e.V. und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen erstellt. Die Workshops sind in der Regel für die (Hoch)schulen dank der Fördermittel im Projekt „Gute Arbeit fairbindet“ kostenlos.
Kontaktieren Sie uns gerne, um unsere Workshops an Ihrer Bildungseinrichtung durchzuführen. Alle Details zu unserem Angebot finden Sie in unserem Flyer (PDF-Datei).
Die Verletzung von Arbeits -und Menschenrechten ist auch in den Produktionsländern unserer Kleidung wie Indien und Bangladesch ein Problem. Allein dort einer Gewerkschaft anzugehören, führt oft zu Entlassungen oder Diskriminierungen. Auf Einladung von FEMNET haben zwei Aktivistinnen aus Bangladesch auf einer Rundreise durch Deutschland den Menschen die Augen über die Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie ihres Landes geöffent. Sie haben den Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gezeigt, was der Kampf für bessere Arbeitsrechte für Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen in Bangladesch bedeutet: Angesichts drohender Schikane, Beschimpfung, Entlassung, Inhaftierung und Gewaltanwendung braucht es dafür jede Menge Mut.
Diesen Mut beweisen Kalpona Akter und Mim Akter Tag für Tag durch ihre Arbeit. „Gerade zum Tag der Menschenrechte sollten wir auch an die Menschen denken, die es am schwersten haben, Arbeits- und Menschenrechte durchzusetzen“, so FEMNET-Vorsitzende Gisela Burckhardt.
Zwei Aktivistinnen aus Bangladesch haben auf einer Rundreise durch Deutschland den Menschen die Augen geöffnet über die Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie ihres Landes. Sie haben den Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gezeigt, was der Kampf für bessere Arbeitsrechte für Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen in Bangladesch bedeutet: Angesichts drohender Schikane, Beschimpfung, Entlassung, Inhaftierung und Gewaltanwendung braucht es dafür jede Menge Mut. Diesen Mut beweisen Kalpona Akter und Mim Akter Tag für Tag durch ihre Arbeit. Hier ist das Video zu ihrer Rundreise.