12.09.2017: Teilnehmer*innen der Podiumsdiskussion in der VHS Bonn. V.l.n.r.: Arnulf Marquardt-Kuron (Amt für Wirtschaftsförderung Bonn), Gesa Maschkowski (Bonn im Wandel), Dr. Gisela Burckhardt (FEMNET), Wolfgang Krogmann (Primark), Adalbert von der Osten (Einzelhandelsverband Bonn). Foto: © FEMNET
Bonn. Zwei Jahre vor Eröffnung des Maximiliancenters in Bonn hat sich der Deutschland‐Chef von Primark Wolfgang Krogmann der kritischen Öffentlichkeit im Rahmen einer VHS-Veranstaltung gestellt. Gisela Burckhardt, Geschäftsführender Vorstand von FEMNET, diskutierte mit ihm und bemängelte, dass sich nach dem Gebäudeeinsturz von Rana Plaza in Bangladesch fast nichts geändert hätte. „Die überwiegend weiblichen Beschäftigten müssen nach wie vor Überstunden von bis zu 14 Stunden leisten, sie werden beschimpft, gedemütigt und daran gehindert, sich Gewerkschaften anzuschließen. Die Löhne wurden seit drei Jahren nicht erhöht, der Mindestlohn liegt bei 60 Euro im Monat. Primark ist nicht schlechter als andere Marken, aber die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in vielen asiatischen Ländern kann man ändern“, so Burckhardt auf dem Podium. Krogmann verwies auf umfangreiche Auditierungen (Kontrollen) in den Produktionsstätten. Burckhardt betonte jedoch, dass Audits allein keine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Millionen von Textilarbeiterinnen brächten, da dabei nicht die wahren Arbeitsbedingungen in den Fabriken zutage kämen.
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- Kategorie: 2017








