Zivilgesellschaft im Textilbündnis kritisiert Roadmaps der Unternehmen als wenig aufschlussreich

Bonn / Berlin. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen im Textilbündnis kritisieren die Roadmaps und Fortschrittsberichte der Mitgliedsunternehmen im Bündnis. In ihrer jetzigen Form seien diese nicht aussagekräftig und schlecht vergleichbar. Die Roadmaps zeigten außerdem, dass viele Unternehmen beim Thema existenzsichernde Löhne noch ganz am Anfang stünden. Darüber hinaus könnten bessere Arbeitsbedingungen in den Lieferketten bewirkt werden, wenn Unternehmen häufiger zusammenarbeiten. Das Textilbündnis hat am Montag Maßnahmenpläne (Roadmaps) und Fortschrittsberichte seiner Mitglieder veröffentlicht. Darin zeigen diese, welche Maßnahmen sie im Bereich Menschenrechte und Ökologie in der Textilproduktion für das nächste Jahr ergreifen wollen und ob im Vorjahr geplante Maßnahmen durchgeführt wurden.

Besser leben ohne Primark - Kreative Aktionen und Kleidertauschparty zur Eröffnung des Moderiesen

Bonn. Die Fair Trade Town Bonn ist um einen Konsumtempel reicher. Am 13.08. eröffnet der Moderiese Primark vor dem Hauptbahnhof mit Billigstklamotten auf 8000m². Doch wirklich billig ist hier nur das Geschäftsmodell: Was die Ware Mensch und Umwelt tatsächlich kostet, bilden die Preise nicht ab. FEMNET und Bonn im Wandel rufen dazu auf, am Tag der Eröffnung über Massenkonsum und die Zukunft der Stadt zu sprechen. Über 20 Organisationen unterstützen die Kampagne „Besser leben ohne Primark“ bereits.

Das Bündnis wendet sich mit seinem Aufruf gegen Verschwendung, Verschmutzung und Menschenrechtsverletzungen. Mit Infoständen und Kleidertausch zeigen FEMNET und Bonn im Wandel, dass es auch anders geht. Ab 10 Uhr erwartet Besucher_innen in der Poststraße ein buntes Programm. Politiker_innen, Organisationen und Bürger_innen sind eingeladen, beim „Besser leben ohne Primark–Talk“ vorbeizukommen und mitzureden über bessere Konzepte der Stadtentwicklung.

Weltfrauentag: Stoppt die massive Gewalt gegen Frauen in Modefabriken!

Blaue Hände #Gegen Gewalt: FEMNET ruft mit Kampagnenstart zur Solidarität auf Bonn.
Jede dritte Textilarbeiterin wird Opfer von struktureller Gewalt am Arbeitsplatz. Modemarken tun nicht genug, um Frauen bei ihren Zulieferern zu schützen. FEMNET startet deshalb zum Weltfrauentag die Kampagne #GegenGewalt. Mit blau angemalten Händen laden die Unterstützer_innen zum Mitmachen ein, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Zivilgesellschaft im Textilbündnis appelliert an Unternehmen: Zeigt mehr Einsatz für existenzsichernde Löhne!

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Bonn/Berlin. Existenzsichernde Löhne sind ein zentrales Element menschenwürdiger Arbeit. In den Ländern des Globalen Südens allerdings kann ein großer Teil der Beschäftigten vom hart erarbeiteten Lohn nicht menschenwürdig leben. Dies gilt auch und insbesondere für die Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie. Das im Jahr 2014 auf Initiative von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller gegründete Bündnis für nachhaltige Textilien ist angetreten, dies zu ändern. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen im Textilbündnis rufen jetzt alle Mitglieder auf, dem Bekenntnis Taten folgen zu lassen und sich verstärkt für die Zahlung existenzsichernder Löhne einzusetzen.

Kleinkinder ohne Betreuung bei Zulieferern von H&M, Primark, Zalando & co

Am Weltkindertag fordert FEMNET-Petition mit über 14.100 Unterschriften Modekonzerne zum Schutz der Kinder ihrer Näherinnen auf!

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