Faire öffentliche Beschaffung - Pilotprojekte mit Kommunen

© Barbara Frommann, Stadt Bonn

Städte zeigen gute Ansätze für nachhaltigen Einkauf

Bei der Verbesserung globaler Lebens- und Arbeitsbedingungen können Städte und kleinere Kommunen durch den öffentlichen Einkauf eine besondere Vorreiterrolle übernehmen. Welche Schritte eine sozial gerechte Beschaffung erfolgreich machen oder wie die Einhaltung von Sozialstandards überprüft werden kann, ist jedoch nicht immer klar. Deshalb unterstützt FEMNET seit 2015 Kommunen bei der wirkungsvollen Umsetzung öko-fairer Beschaffungsverfahren.

Wir beraten aufgeschlossene Ämter in Kommunalverwaltungen bei der Umstellung auf andere Ausschreibungswege und eine verbesserte Nachweisführung hinsichtlich der Produktion gemäß sozialer und ökologischer Standards und unterstützen Beschaffungsverantwortliche konkret, beispielweise bei der Marktrecherche für entsprechende Produkte.

Bonn: Arbeitsbekleidung für das Amt für Stadtgrün

© Stadt Bonn | Barbara Frommann© Stadt Bonn Barbara FrommannBereits drei Ausschreibungen in 2016 und 2018 hat die Stadt Bonn in Kooperation mit FEMNET umgesetzt. Nach zwei erfolgreichen Ausschreibungen sind inzwischen die Mitarbeitenden des Amtes für Stadtgrün mit fairer Arbeitsbekleidung ausgestattet. Im Rahmen der dritten Beschaffung wurden außerdem faire T-Shirts und Shorts für Bademeister*innen gekauft.

 

Karlsruhe: Nachhaltiges Lieferkettenmanagement bei Arbeitskleidung

© FEMNET | Stefan Klübert  © FEMNET | Stefan Klübert 2019 beriet FEMNET dabei, wie bei dem Einkauf von Kleidung für Geflüchtete durch das Regierungspräsidium Karlsruhe erstmalig soziale Kriterien mit beachtet werden können. 2020 ging es einen großen Schritt weiter- in einem Rahmenvertrag für mehrere Ämter wurde in einem Los erstmals ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement in den Eignungskriterien gefordert.

 

Köln: Berufskleidung und Bestatterschuhe für das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen

© Tobias Wesseling | FEMNET© Tobias Wesseling | FEMNETDie Stadt Köln startete 2017 mit einem Pilotprojekt zur Beschaffung von Arbeitsschuhen für Friedhofsmitarbeitende. Eine besondere Herausforderung, denn im Gegensatz zum sonstigen Markt für Arbeitsbekleidung spielen soziale und ökologische Kriterien in der globalen Schuhproduktion noch eine relativ kleine Rolle. Erfolgreich schloss die Stadtverwaltung 2018 außerdem eine große Ausschreibung zur Beschaffung von Berufsbekleidung ab.

 

Markkleeberg: Beschaffung von Arbeitsbekleidung in einer kleineren Kommune

©  FEMNET© FEMNETDie Stadt Markkleeberg in Sachsen hat in 2019 mit FEMNET durchgesetzt, dass zukünftig bei allen sensiblen Produkten wie z.B. Arbeitskleidung die ILO Kernarbeitsnormen eingehalten werden müssen. Das kann zum Beispiel durch bestimmte Siegel nachgewiesen werden.

 

Mannheim: Berufsbekleidung für verschiedene Ämter

© FEMNET© FEMNETFEMNET begleitete den Prozess der Stadt Mannheim, eine zentrale Ausschreibung zur Beschaffung von Berufsbekleidung vorzubereiten. Dies beinhaltete Unterstützung bei der Marktrecherche, die Organisation eines Nutzerworkshops und die Vorbereitung von sozialgerechten Ausschreibungsunterlagen.

 

Stuttgart: Arbeits- und Sicherheitsschuhe für verschiedene Fachbereiche

© FEMNET© FEMNETDie Stadt Stuttgart hat 2018 zentral Schuhe für mehrere Ämter beschafft. FEMNET unterstützte den gesamten Prozess, da erstmals soziale und ökologische Kriterien bei den Bietern abgefragt wurden.

 

Veitsbronn: Beschaffung von Arbeitsbekleidung in einer kleinen Gemeinde

© FEMNET© FEMNETDie Gemeinde Veitsbronn in Bayern hat mit FEMNET in 2019 die Integration sozialer Kriterien in die Beschaffungen von sensiblen Produkten wie Arbeitsbekleidung in einem Ratsbeschluss verankert. Veitsbronn ist Mitglied des Landkreises Fürth, in dem sich die verschiedenen Mitglieder über ihre Schritte hin zur fairen Beschaffung austauschen und gegenseitig beraten.

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