Faire öffentliche Beschaffung - Workshops

Feurwehrfrau in Montur steht neben einem Feuerwahrfahrzeug

© FEMNET | Stefan Klübert

Immer mehr Kommunen und Kommunalunternehmen in Deutschland machen sich auf den Weg, um ihren Textileinkauf fairer und ökologischer zu gestalten. Nutzen Sie die FEMNET-Schulungs- und Beratungsangebote bei der Umsetzung und profitieren Sie von jahrelanger Erfahrung und vielen Praxistipps.

Egal ob es um Grünanlagen, Strom, Abfall, Trinkwasser oder Internet geht: Öffentliche Verwaltungen und Eigenbetriebe benötigen für ihre Arbeit große Mengen an Textilien. Diese Marktmacht können Sie bewusst nutzen, um Steuergelder bei der Beschaffung in nachhaltige Produktionsstrukturen und faire Arbeitsbedingungen zu investieren. Bereits in Aus- und Weiterbildung können Verwaltungsangestellte für diese Themen sensibilisiert werden.

Je nach Zielgruppe und Format bietet FEMNET unterschiedliche Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung von Workshops.

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Wir begleiten Sie Schritt für Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Beschaffung. In einem ersten Austausch klären wir Ihre Bedarfe und entwickeln gemeinsam ein passendes Konzept, das auf Ihre Einrichtung zugeschnitten ist. Unsere Angebote richten sich an Entscheider*innen und Mitarbeitende in Beschaffung und Verwaltung.

Mögliche Workshop-Inhalte:

  • Warum fair beschaffen? Menschenrechtliche Risiken in textilen Lieferketten und die Handlungsspielräume für nachhaltigen Einkauf auf kommunaler Ebene
  • Individuelle Bestandsaufnahme: Wie werden Textilien in Ihrer Kommune beschafft? Werden dort bereits Nachhaltigkeitskriterien angewendet?
  • Good-Practice-Beispiele aus Kommunen und Kommunalunternehmen
  • Wie können Nachhaltigkeitskriterien verankert werden? Umsetzung in Leistungsbeschreibung, Ausführungsbedingungen, Zuschlagskriterien, Eignungskriterien
  • Relevante Gütezeichen für Textilien und ihre Bedeutung
  • Tipps für die Produktsuche: Nachhaltige Alternativen finden, Umgang mit dem Kompass Nachhaltigkeit

Wir bringen kommunale Beschaffer*innen, Gleichstellungs- und Nachhaltigkeitsbeauftragte zusammen, um Wissen zu teilen und voneinander zu lernen. FEMNET zeigt praxisnah, wie Gleichstellung und faire Arbeitsbedingungen in globalen Lieferketten in Ausschreibungen verankert werden können – von ersten Schritten bis zu konkreten Umsetzungshilfen. Die Teilnehmenden gewinnen Einblicke in aktuelle Entwicklungen und lernen erfolgreiche Praxisbeispiele kennen. So entstehen neue Handlungsspielräume für Kommunen, die faire und geschlechtergerechte Beschaffung gemeinsam voranbringen wollen.

Weiterführende Informationen zu unserer Projektarbeit zur geschlechtergerechten Beschaffung.

Über Workshops an Verwaltungs(hoch)schulen sensibilisiert FEMNET künftige und erfahrene Verwaltungsangestellte für das Wirkungspotenzial nachhaltiger Beschaffung.

Obwohl Nachhaltigkeit als Grundsatz für die öffentliche Beschaffung inzwischen fest anerkannt ist und auch vergaberechtlich erheblich gestärkt wurde, kommt es als Thema in Aus- und Fortbildungen von Verwaltungsangestellten noch kaum vor. Deshalb setzt FEMNET seit 2018 Workshops an verschiedenen Verwaltungs(hoch)schulen um: An der Hochschule für angewandte Wissenschaft Hamburg, der Fachschule für öffentliche Verwaltung Köln, der Mont Cenis Akademie Herne, der Verwaltungsakademie Berlin und der Universität Osnabrück.

Langfristig tragen die Workshops dazu bei, ihre Inhalte Schritt für Schritt in die Beschaffungslehre zu integrieren sowie das Seminar- und Vorlesungsangebot um das Thema „nachhaltigen Beschaffung“ zu ergänzen.

  • Soziale Kriterien im Vergaberecht
  • Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten
  • Nachweisführung mit ökologischen und sozialen Produktsiegeln
  • Best-Practice-Ansätze zur sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung

 

„Faire Vergabe ist ordnungsgemäße Vergabe, ist wirtschaftliche Vergabe - Wirtschaftlichkeit im umfassenden Sinn. Lieferungen und Leistungen dürfen nur von fach- und sachkundigen Dienstkräften vergeben werden.
Aufgrund der - inhaltlich und mengenmäßig - steigenden Anforderungen an die Verwaltung und der noch nicht überall verbreiteten zentralen Vergabestellen, müssen Dienstkräfte mit den umfangreichen Anforderungen des Vergaberechts umgehen können.
Die von den Referierenden vorgestellten Methoden und Erfahrungen anderer öffentlicher Auftraggeber sind dafür eine sehr große Hilfe.“

Thomas Griewald,
Dozent für Grundlagen des Vergabewesens an der Verwaltungsakademie Berlin

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