Recherchetool für Materialien

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Die Materialdatenbank beinhaltet Medien zu unseren Themenschwerpunkten Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Umweltauswirkungen von Bekleidung.  Zu den Medienarten zählen z.B. Studien, Leitfäden und Berichte aber auch Filme und Podcasts oder Webtools.

Mit der vorliegenden Broschüre möchte das Forum Fairer Handel einen Überblick und eine Einschätzung über Initiativen für faire und ökologische Kleidung geben. In Kapitel 2 werden zunächst die Probleme in der Textil- und Bekleidungsindustrie dargelegt. Kapitel 3 beschreibt Siegel und Zeichen, auf die Konsument*innen beim Einkauf von Kleidung achten können und ordnet diese in Bezug auf die Grundsätze des Fairen Handels ein. In Kapitel 4 werden exemplarisch drei Bündnisse und Kampagnen, die sich auf verschiedene Weise für faire und ökologische Kleidung einsetzen, vorgestellt. Die Beispiele zeigen: Es gibt bereits gute Initiativen und Schritte in die richtige Richtung. Doch es bedarf weiterer Veränderungen, um die Situation in der Textilbranche nachhaltig zu verbessern. Dafür sind alle gefragt: Bürger*innen und Konsument*innen, Unternehmen wie auch die Politik.

Herausgeber*in/Autor*in: Forum fairer Handel
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2018

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Unwürdige Arbeitsbedingungen für Arbeiter_innen in der Textilindustrie sind grundsätzlich ein Problem, welches Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht betrifft. Trotzdem existieren für Frauen geschlechtsspezifische Benachteiligungen, welche dazu führen, dass sie häufig unter ausbeuterischen Bedingungen in den verschiedenen Produktionsstätten entlang der textilen Kette arbeiten. Durch die weit verbreiteten Hierarchien in den Produktionsstätten erfahren viele Frauen, neben verbaler Gewalt durch Vorgesetzte auch immer wieder physische Gewalt. Diese reicht von extensiven Leibesvisitationen bis hin zu sexuellem Missbrauch. Um den Schutz der Arbeiter_innen vor sexuellen Belästigungen zu verbessern, wäre eine ILO-Konvention gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz nötig.

Herausgeber*in/Autor*in: FEMNET e.V.; Autor*in: Gisela Burckhardt, Annika Salingré
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2018

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Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Textil- und Bekleidungsindustrie spielt eine zentrale Rolle und wird von der Regierung gefördert und subventioniert. Obwohl das Land eine relativ strenge Arbeitsrechtsgesetzgebung hat, leiden die Arbeitnehmer_innen unter den prekären Arbeitsbedingungen.

Je nach Land sind 60%-90% der Arbeiter_innen weiblich. Männer arbeiten hauptsächlich in Aufsichts- und Führungspositionen, sie geben Anweisungen, üben Druck aus und manche schrecken auch nicht vor gewalttätigem Verhalten zurück. Gewalt gegen Frauen wurde und wird in Äthiopien nicht als Problem wahrgenommen. Das Arbeitsgesetz enthält keine Aussage über eine Arbeitsumgebung, die vor sexuelle Belästigung oder geschlechtsspezifischer Gewalt schützt.

Herausgeber*in/Autor*in: FEMNET e.V.; Autor*in: Gisela Burckhardt, Annika Salingré
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2018

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Myanmar gehört zu den aufstrebenden Textilproduktionsländern. Nach dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 2011 und internationaler Sanktionen, boomt die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Einer der Wachstumsmotoren ist die Bekleidungsindustrie.

Über 90% in der Bekleidungsindustrie Myanmars sind Frauen. Die meisten von ihnen sind unter 26, viele sind minderjährig. Männer arbeiten hauptsächlich in Aufsichts- und Führungspositionen, sie geben Anweisungen, üben Druck aus und manche schrecken auch nicht vor gewalttätigem Verhalten zurück. Es gibt sowohl im Rechtsrahmen als auch in der Gesellschaft diskriminierende Tendenzen gegenüber Frauen. Die traditionelle Auffassung bestimmte Aufgaben seien für Frauen ungeeignet gilt in Myanmar nach wie vor.

Herausgeber*in/Autor*in: FEMNET e.V.; Autor*in: Gisela Burckhardt, Annika Salingré
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2018

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Bangladesch ist mit 4000-5000 Fabriken das weltweit zweitwichtigste Produktionsland für Bekleidung. Etwa 80% in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs sind Frauen. Männer arbeiten hauptsächlich in Aufsichts- und Führungspositionen, sie geben Anweisungen, üben Druck aus und manche schrecken auch nicht vor gewalttätigem Verhalten zurück. Frauen in der Textilindustrie sind von den patriarchalen Strukturen und konservativen Einstellungen in Bangladesch besonders betroffen. Diskriminierung von Frauen und Mädchen und geschlechtsspezifische Gewalt sind an der Tagesordnung.

Herausgeber*in/Autor*in: FEMNET e.V.; Autor*in: Gisela Burckhardt, Annika Salingré
Medienart: Hintergrundinformation
Erscheinungsjahr: 2018

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