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32.000 TK now

Proteste in Bangladesch: Forderung nach Anhebung des Mindestlohns

Derzeit sind über 600 Textilfabriken in und um die bangladeschische Hauptstadt Dhaka geschlossen. Seit dem Wochenende fordern die Arbeiter*innen die Erhöhung des Mindestlohns auf 32.000 Taka (rund 230 EUR). Der Grund: Die extrem gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel. Denn die Inflation lag in den vergangenen drei Jahren durchgehend über 8,5 %.

Rückblick

Zitat Adiba AfrosBereits 2023 kam es zu massiven Protesten in Bangladesch. Damals war der Mindestlohn im Textilsektor von 8.000 Taka/Monat auf 12.500 Taka (100 USD) angehoben worden – eine Summe weit unter der damaligen Forderung von 23.000 Taka. Die Massenproteste als Reaktion darauf wurden mit Gewalt und Unterdrückung von der Polizei beantwortet. Die Fabrikbesitzer*innen setzten den Staat als Waffe ein und erhoben falsche Anklagen gegen die protestierenden Arbeiter*innen. Es dauerte zwei Jahre, bis der Kampf um die Aufhebung der Anklagen gewonnen war.

Wir fordern alle Marken, die aus Bangladesch beziehen unter anderem dazu auf: 

  • öffentlich die Forderung nach 32.000 Taka/Monat zu unterstützen,
  • sich öffentlich zu verpflichten, auch nach der neuen Mindestlohnerhöhung weiter in Bangladesch produzieren zu lassen,
  • sicherzustellen, dass ihre Lieferant*innen keine Gewaltanwendung gegen Protestierende zulassen, auf Blacklisting und Entlassung von protestierenden Beschäftigten verzichten, das Recht auf Vereinigungsfreiheit respektieren und keine Strafverfahren gegen Protestierende einleiten.

 

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