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Due Diligence and Social Dialogue in Global Textile Value Chains: A Gender Perspective
Die Unterordnung von Frauen als gefügige, kostengünstige und ausgebeutete Arbeitskräfte ist für das Funktionieren der globalen Textilindustrie von grundlegender Bedeutung. Es gibt globale Instrumente zur Regulierung der Arbeitsbeziehungen, die transnationale Arbeitsbeziehungen regeln sollen. Diese Arbeit untersucht die Geschlechtergerechtigkeit solcher Rahmenwerke – darunter das Internationale Abkommen, das Dindigul-Abkommen, das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) und die EU-Richtlinie zur Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (CSDDD) – mit Blick auf Indien und Bangladesch. Unter Verwendung eines interdisziplinären qualitativen Forschungsansatzes nutzt die Masterarbeit eine umfassende Literaturrecherche als analytische Grundlage für nachfolgende rechtliche Analysen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Grad der Beteiligung von Arbeitnehmern, insbesondere von Frauen, an Governance-Mechanismen ein entscheidender Faktor für die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte ist. Darüber hinaus unterstreicht die Dissertation die Notwendigkeit, dass Governance-Instrumente die der globalen Textilindustrie zugrunde liegenden Machtstrukturen anerkennen und verändern, einschließlich der asymmetrischen Beziehungen zwischen Käufern und Lieferanten und der Überschneidung von geschlechts- und kastenbasierter Diskriminierung.
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