Regenzeit ist Erntezeit am Inlesee in Myanmar. Die Stängel der Lotospflanzen sind von mikrofeinen Fasern durchzogen, die per Hand zu einem Garn verrollt und anschließend zum teuersten Textil der Welt verwoben werden. Die Kunst der Lotosweberei gibt es nur hier in Myanmar und wird ausschließlich von Frauen gepflegt, die sie in der sich wandelnden Gesellschaft zu nutzen wissen.
Recherchetool für Materialien
Recherchetool für Materialien
Die Materialdatenbank beinhaltet Medien zu unseren Themenschwerpunkten Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Umweltauswirkungen von Bekleidung. Zu den Medienarten zählen z.B. Studien, Leitfäden und Berichte aber auch Filme und Podcasts oder Webtools.
Die Modeindustrie stößt laut Schätzungen mehr CO2 aus als Flug- und Schiffverkehr zusammen. Designer wie Melina Bucher und Michael Spitzbarth wollen das ändern. Bucher hat eine Handtasche aus einer rein pflanzlichen Leder-Alternative entwickelt. Im Gespräch mit Host Birgit Frank erklärt sie, was außerdem mit Äpfeln und Myzel möglich ist. Spitzbarth setzt mit seinem Label Bleed auf Circular Fashion und erläutert, was das ist. Carina Bischof hat den Verein Fashion Revolution Germany mitgegründet und sagt: am besten gar nichts Neues kaufen. Sie gibt uns Tipps, wie wir Kleidung besser pflegen, damit sie länger hält.
Im Spiel zwischen Material, Farbe und Raum entfaltet sich das einzigartige Œuvre von Sheila Hicks: In groß- und kleinformatigen Wandarbeiten, Teppichen, Reliefs, Skulpturen und Installationen fächern sich die unendlich erscheinenden Möglichkeiten dieser drei Dimensionen auf. „Was kann man mit einem Faden machen?“, lautet die Frage, die die Künstlerin seit ihrem Studium bei Josef Albers an der Yale School of Art in den 1950er-Jahren unermüdlich verfolgt. In ihrem Bestreben entwickelte sie verschiedenste Techniken, die unsere Wahrnehmung und unsere Begriffe von Kunst und Textil, Farbe und Struktur, Werk und Raum immer wieder herausfordern und überraschen.
Mikroplastik in der Umwelt ist ein viel diskutiertes Thema. Auch unsere Kleidung trägt erheblich zu dieser Problematik bei, denn geschätzt etwa 20 bis 35 Prozent des gesamten Mikroplastikeintrags sind auf den Faserabrieb aus Textilien zurückzuführen. Bei jedem Waschvorgang lösen sich kleinste Partikel aus synthetischer Kleidung, die über das Abwasser in die Umwelt gelangen können. Das Factsheet klärt auf über Mikroplastik und wie es vermieden werden kann.
Baumwolle ist die wichtigste Naturfaser für die Bekleidungsproduktion. Viele Millionen Menschen weltweit bauen Baumwolle an – dabei werden vielfach Pestizide eingesetzt und die Mehrheit der Bäuer*innen erzielt nur ein geringes Einkommen aus dem Baumwollanbau. Dabei gibt es seit etlichen Jahren den sog. „nachhaltigen“ Baumwollanbau, zu dem u.a. Cotton made in Africa, die Better Cotton Initiative oder Fairtrade zählen. Die SÜDWIND-Zeitungsbeilage zeigt, dass die Nachhaltigkeitsstandards mehr tun müssten, um den Baumwollanbau sowohl sozial als auch ökologisch nachhaltiger zu gestalten.
Für methodische Bildungsmaterialien zum Globalen Lernen empfehlen wir das Portal Globales Lernen.
