Protestaktionen zur Offenlegungspflicht von Unternehmen am 10. Dezember 2012 in Berlin und Bonn

Foto ©: ver.diFEMNET-Mitglieder beteiligten sich im Dezember an zwei kreativen Protestaktionen zum Thema "Regieren statt Blockieren - Aufdecken statt Decken - Transparenz jetzt!". In Bonn und Berlin wurde die Bundesregierung dazu aufgefordet, ihre Blockadehaltung gegen die Offenlegungspflicht von Unternehmen aufzugeben.

Das Aktionsbündnis Gerechter Welthandel, FEMNET e.V. und die Kampagne für Saubere Kleidung führten am Sa. 15.12.2012 den diesjährigen weihnachtlichen Protestzug durch die Bonner Innenstadt auf. Gemeinsam haben sie mit Weihnachtsliedern wie „Hauptsache der Profit ist da“, mit Straßentheater und informativen Gesprächen das vorweihnachtliche Einkaufstreiben mit Forderungen angereichert.

TeilnehmerInnen des Protestzugs in Bonn am 15.12.2012TeilnehmerInnen des Protestzugs in Bonn am 15.12.2012Hungerlöhne, Arbeitsrechtsverletzungen, hunderte Tote bei Fabrikbränden - deutsche Unternehmen müssen endlich Verantwortung für die weltweiten Auswirkungen ihrer Geschäfte übernehmen. Die Bundesregierung muss ihre Blockadehaltung gegen Offenlegungspflichten aufgeben.

Zum 10. Dezember 2012, dem Internationalen Tag der Menschenrechte riefen FEMNET e.V., die Kampagne für Saubere Kleidung und Verdi zu einer öffentlichen Protestaktion vor dem Reichstag in Berlin auf. 

Die beiden Brände in den Textilfabriken in Pakistan und Bangladesch, die Hunderte von Toten zur Folge hatten, unterstreichen nochmals unsere Forderung: „Rechte für Menschen, Regeln für Unternehmen“.

Anlässlich des Tags der Menschenrechte fordert die Kampagne für Saubere Kleidung:
„Rechte für Menschen, Regeln für Unternehmen“.

Es geht dabei um:

1.    Haftbarmachung der Unternehmen für die gesamte Lieferkette
2.    Transparenz: Einführung von Offenlegungspflichten für Unternehmen
3.    Klagemöglichkeiten für Geschädigte

Die Bundesregierung verkündet breit die Erfolge ihres Menschenrechtskonzepts z.B. auf einer Tagung des BMZ am 24./25.11. in Berlin, aber die Taten sehen anders aus: Auf EU-Ebene blockiert die Bundesregierung eine Transparenzrichtlinie der EUKommission, die Offenlegungspflichten für Unternehmen verpflichtend machen will. Unter Federführung des Arbeitsministeriums (BMAS) zusammen mit den Unternehmensverbänden BDI und BDA geht die Bundesregierung gegen den Vorschlag der EU-Kommission vor.

Hierauf wurde mit einem Straßentheater aufmerksam gemacht!

 

Einige Abgeordnete von SPD, Grüne und Linke zeigen durch ihre Präsenz ihr Unterstützung für unsere Forderungen. Foto ©: ver.di

Aktion vor dem Reichstag

Aktion vor einer ALDI-Filiale

Aktion auf dem Potsdamer Platz

 

Unterstützung der Aktion in Berlin durch:

Bewegungsstiftung

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