Von Kleidern und Zigaretten - Anfang und Ende von Lieferketten in Bangladesch

Die Nähfabriken der Textilindustrie in Bangladesch erlangten traurige Berühmtheit durch die Katastrophe von Rana Plaza vor sieben Jahren. Inzwischen wurden Entschädigungen an Arbeiter*innen und Angehörige gezahlt, doch die Arbeitsbedingungen sind weiterhin schlecht und verletzen die Menschenrechte, insbesondere die Rechte von Frauen. Im Zuge der Corona-Krise haben viele Beschäftigte dort ihre Arbeit verloren, da die Bestellungen von Textilunternehmen in großem Stil storniert wurden.

So bekannt die Lieferketten der Textilindustrie hierzulande geworden sind, so wenig ist bekannt, dass auch Tabak aus Bangladesch nach Deutschland importiert wird. Auch beim Tabak finden sich entlang der Lieferkette zahlreiche Menschenrechtsverletzungen. Hier trifft es neben Frauen vor allem Kinder.

Deutschland ist fünftgrößter Importeur von Rohtabak aus Bangladesch mit einem Volumen von 7,21 Mio. US-Dollar (2018). Bangladesch exportiert vor allem Virginia-Tabak, der über heißen Röhren in großen Öfen getrocknet wird. Und hier schließt sich der Kreis: um die Öfen zu befeuern, wird nicht nur umliegender Wald für das Feuerholz gerodet, sondern auch geschredderte Kleidung als Brennmaterial verwendet. Wir wollen diesen Zusammenhang ergründen und Einblicke in die Lieferketten von Kleidung und Tabak geben.

Dazu hat Unfairtobacco die Gründerin von UBINIG, Farida Akhter, für ein Online-Gespräch eingeladen. Farida Akhter engagiert sich seit Jahrzehnten für Menschenrechte in Bangladesch und ist eine herausragende Aktivistin der weltweiten Bewegung für Tabakkontrolle.

Gesprächspartnerin: Farida Akhter, UBINIG
Moderation: Dr. Gisela Burckhardt, FEMNET

Sprache: Das Gespräch findet auf Englisch statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt.

Start Beschreibung Ort Veranstalter_in
28. Okt. 2020 Zeiten: 9:30- 10:30 Uhr Online Unfairtobacco

Die Veranstaltung wird gefördert von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, durch die Landesstelle EZ des Berliner Senats, durch den Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst (Brot für die Welt) und die Stiftung Oskar-Helene-Heim.

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