FEMNET-Nachrichten

2020 – Mit Abstand bewegend

Bevor sich das FEMNET-Team in die Betriebsferien (21.12. – 02.01.) verabschiedet, blicken wir noch einmal auf ein Jahr zurück, das noch lange nachklingen wird.

„2020 wird ein grandioses Jahr …“, mit diesem erwartungsvollen Ausblick haben wir uns vor genau einem Jahr in die Weihnachts- und Silvesterpause verabschiedet.

Im Rückblick erscheint das Jahr tatsächlich überwältigend, allerdings in einem Sinne, mit dem keiner gerechnet hat. Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Pläne wurden hinfällig, Projekte gestoppt, Veränderungen notwendig.

Auch die Arbeit von FEMNET wurde in besonderem Maße von der Corona-Pandemie bestimmt. Direkt und unmittelbar haben wir erlebt, mit welcher Wucht und mit welchem Tempo ein Virus tausende Frauen und ihre Familien in existenzielle Notlagen gebracht hat.

#Solidarity works

Berührt und dankbar waren wir daher von der enormen Solidarität, die wir für den im März eingerichteten Corona-Nothilfefonds erfahren haben. Die breite Unterstützung unseres Engagements hat nicht nur den Frauen in Indien und Bangladesch geholfen. Auch uns hat es motiviert, trotz schwieriger Umstände unverändert und mit ganzer Kraft an unserer Mission weiterzuarbeiten.

Es bewegt sich etwas

Denn unsere Themen sind durch die Corona-Krise nochmals dringlicher und deutlicher in die Öffentlichkeit gerückt. Wir haben uns stark gemacht für ein Lieferkettengesetz und uns an zahlreichen Aktionen beteiligt, um die Bundesregierung endlich zur Umsetzung des Vorhabens zu bewegen. Wir haben gemeinsam mit der Clean Clothes Campaign die Forderung nach existenzsichernden Löhnen bekräftigt.

Aber auch der Dialog mit der Wirtschaft war und ist uns ein Anliegen. Wir sehen, dass viele Unternehmen sich auf den Weg hin zu einem nachhaltigen Wandel machen. Das unterstützen wir, so zum Beispiel mit dem Start unseres Projekts Fair Wear Works, mit dem wir Unternehmen beim nachhaltigen Textileinkauf beraten und begleiten. Unsere Erfahrung auf diesem Gebiet hat unseren Ruf als Expertin innerhalb der öffentlichen Beschaffung gefestigt; nun wollen wir unser Know how in die Privatwirtschaft tragen – mit gewohnt kritisch-konstruktiver Stimme.

Digitalisierungsschub auf allen Ebenen und weltweit

Nicht zuletzt lag uns in diesem Jahr besonders daran, Wissen und Informationen zu teilen. Nur dadurch wird Veränderung möglich. Viele Angebote haben wir zügig auf virtuelle Formate umgestellt, so Berichte aus erster Hand mit unseren Partner*innen vor Ort, die wir live zugeschaltet haben. Unsere Bildungsarbeit zu Unternehmensverantwortung, Sozial- und Umweltstandards oder Arbeits- und Menschenrechte in der Bekleidungsindustrie bieten wir Studierenden inzwischen als Webinare an.

Nach einem turbulenten Jahr kann die Aussicht auf die Stille der kommenden Festtage im kleinen Kreis, auch wenn wir liebe Menschen um uns vermissen werden, vielleicht auch ein wenig wohltuend sein.

DAS FEMNET-TEAM WÜNSCHT IHNEN UND IHREN FAMILIEN
FRIEDLICHE WEIHNACHTEN, EINEN GESUNDEN JAHRESWECHSEL UND ZUVERSICHT
FÜR EIN GUTES JAHR 2021!

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