Aktuelles

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Erste Konferenz der Bündnisinitiative Tamil Nadu, Indien

Am 6. März 2019 fand die erste große Konferenz der Multistakeholder-Initiative -Tamil Nadu (MSI-TN), die aus Deutschland von einigen Mitgliedern des Textilbündnisses im Rahmen einer Bündnisinitiative unterstützt wird,  in Coimbature statt. Es nahmen rund 130 Vertreter_innen von der Regierung von Tamil Nadu, Unternehmen(sverbände), Gewerkschaften und NGOs teil. Aus Deutschland waren angereist: Vertreter_innen von BMZ, Hugo Boss, Brands Fashion, FEMNET und das Bündnissekretariat des Textilbündnisses. Das Thema der Konferenz lautete: „Better Compliance – Better Competitiveness“. Es ging um die Frage, ob die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit der Spinnereien führt, wie die deutschen Vertreter_innen – sowohl auf Wirtschaftsseite als auch von Seiten FEMNETs -  argumentierten. Zu dem Thema wurde auch ein Papier von der MSI-TN erstellt. Die Teilnehmer_innen diskutierten lebhaft in gemischten Gruppen über das Thema und jede Gruppe entwickelte Empfehlungen.

Weitere Informationen auf der Webseite des Textilbündnisses

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Historisches Abkommen zur Bekämpfung von Gewalt und Belästigung verabschiedet

Für die Umsetzung des Übereinkommens in der Praxis sind jetzt Regierungen und Unternehmen gefragt

Zum 100-jährigen Bestehen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) haben die Mitgliedsstaaten Ende Juni 2019 mit überwältigender Mehrheit das neue internationale Übereinkommen Nr. 190 gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt verabschiedet. Dieser gesetzlich bindende internationale Vertrag, der zusätzlich durch eine Empfehlung für die konkrete Umsetzung durch die Mitgliedsstaaten ergänzt wurde, ist ein historischer Sieg für Arbeitnehmer_innen und ihre Vertretungen:

Logo des Textilbündnisses

Überprüfung des Textilbündnisses durch die OECD - Chance für Verbesserungen

Bonn/Berlin. Zur Berlin Fashion Week feiert sich die Modeindustrie – doch Fragen nach sozialen und ökologischen Folgen kommen wie jedes Jahr zu kurz. Das 2014 gegründete Bündnis für nachhaltige Textilien ist angetreten, die Missstände in den globalen Textillieferketten schrittweise zu beseitigen. Die Bilanz ist bisher mager. Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) empfiehlt die Anpassung des Review-Prozesses. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis sieht in der jetzt geplanten Reform eine Chance, das Bündnis effektiver zu machen.

Gesundheit von Textilarbeiterinnen mit illegalen Pillen gefährdet

Nach Recherchen von Anuradha Nagaraj (Thomson Reuters Foundation) in Channai, Indien, erhalten junge Frauen in Tamil Nadus Nähereien und Spinnereien unbekannte Medikamente gegen ihre Periodenschmerzen ohne jede ärztliche Beratung. Die Frauen sind uninformiert über mögliche Nebenwirkungen und merken erst nach Monaten die Auswirkungen auf ihre Gesundheit: Sie beklagen sich über Depressionen, Angstzustände, Hormonschwankungen, Fehlgeburten und Myome (Geschwüre im Uterus).

Aus Angst durch Pausen an Lohn zu verlieren, sehen die Frauen die Schmerztabletten als einzigen Ausweg. Das Leben der Frauen wird somit kontrolliert, um die Produktion kontinuierlich am Laufen zu halten. Die Toiletten werden zudem aus Absicht nicht sauber gehalten, damit sie weniger benutzt werden.

Quelle: http://news.trust.org/

 

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Erste Konferenz der Bündnisinitiative Tamil Nadu, Indien

Am 6. März 2019 fand die erste große Konferenz der Multistakeholder-Initiative -Tamil Nadu (MSI-TN), die aus Deutschland von einigen Mitgliedern des Textilbündnisses im Rahmen einer Bündnisinitiative unterstützt wird,  in Coimbature statt. Es nahmen rund 130 Vertreter_innen von der Regierung von Tamil Nadu, Unternehmen(sverbände), Gewerkschaften und NGOs teil. Aus Deutschland waren angereist: Vertreter_innen von BMZ, Hugo Boss, Brands Fashion, FEMNET und das Bündnissekretariat des Textilbündnisses. Das Thema der Konferenz lautete: „Better Compliance – Better Competitiveness“. Es ging um die Frage, ob die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit der Spinnereien führt, wie die deutschen Vertreter_innen – sowohl auf Wirtschaftsseite als auch von Seiten FEMNETs -  argumentierten. Zu dem Thema wurde auch ein Papier von der MSI-TN erstellt. Die Teilnehmer_innen diskutierten lebhaft in gemischten Gruppen über das Thema und jede Gruppe entwickelte Empfehlungen.

Weitere Informationen auf der Webseite des Textilbündnisses

Partnerbesuche in Indien und Bangladesch

Unterwegs in Bangladesch und Indien: Kolleginnen von FEMNET haben Anfang des Jahres 2019 unsere Partner_innen besucht – und sich vom Vorankommen der gemeinsamen Projekte überzeugt. Wir haben Textilfabriken besichtigt, uns mit Gewerkschafter_innen über Probleme ausgetauscht und mit Arbeiterinnen und Arbeitern gesprochen. Nach wie vor ist die Situation der Frauen in der Textilindustrie prekär: Niedrige Löhne, Überstunden und sexuelle Belästigung sind bitterer Alltag.

© charles deluvio - unsplash.com

Schuster, gönn dir neue Leisten: Stuttgarts Pilotprojekt für nachhaltige Arbeitsschuhe

Die Zivilgesellschaft forderte schon lange mehr Nachhaltigkeit und auch der Rat und die Verwaltung positionieren sich klar: Stuttgart möchte bei der Verbesserung globaler Lebens- und Arbeitsbedingungen durch die öffentliche Beschaffung eine besondere Vorreiterrolle übernehmen. Die Stadt wollte eben nicht mehr „bei den Leisten“ bleiben und die erhebliche Nachfragemacht von Kommunen bewusst nutzen, um faire Produktionsbedingungen und das Angebot fairer Produkte zu stärken. FEMNET begleitete die Kommune beim erfolgreichen Pilotversuch zur Beschaffung nachhaltiger Arbeits- und Sicherheitsschuhe.

100 Jahre ILO: Zeit für Gesetze #GegenGewalt an Textilarbeiterinnen!

2019 feiert die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) ihren hundertsten Geburtstag. Mit ihrem höchsten Gremium, der Internationalen Arbeitskonferenz treten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen jedes Jahr in Genf zusammen, um über internationales Arbeitsrecht zu entscheiden. In diesem Jahr tagt die Konferenz vom 10. bis zum 21. Juni und befasst sich mit der Frage nach Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz. Bisher gibt es dazu auf internationaler Ebene noch keine wirksamen Regelungen.

Foto: © Saskia Wulfinghoff

Streik in Äthiopien

Seit dem 7. März 2019 streiken Tausende von Textilarbeiter_innen immer wieder in Äthiopiens größtem Textilpark Hawassa. Die nicht organisierten Arbeiter_innen (Gewerkschaften sind im Hawassa Park verboten) verlangen höhere Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und Stopp gegen sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz.

Der Textilpark mit 52 Fabrikhallen wurde von der äthiopischen Regierung seit Juni 2017 für ausländische Inverstoren zur Verfügung gestellt. Unternehmen wie H&M und PVH (Calvin Klein, Tommy Hilfiger), aber auch Produzenten aus Indien, China Sri Lanka u.a. Ländern lassen dort zu niedrigsten Löhnen produzieren. Der Park ist einer von fünf Parks, geplant sind bis 2015 insgesamt 30 Industrieparks von der Regierung. Derzeit liegt der Exporterlös aus der Bekleidungsproduktion aus allen Industrieparks in Äthiopien bei 145 Mio USD.

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