Aktuelles

Arbeiterinnen protestieren gegen sexuelle Gewalt

Demonstration am 10.03.2018. Foto: © Garment Labour Union (GLU), BangaloreDemonstration am 10.03.2018. Foto: © Garment Labour Union (GLU), BangaloreRund 350 Textilarbeiterinnen kamen am 10. März 2018 in Bangalore (Indien) anläßlich des internationalen Frauentags (08.03.) zu einem friedlichen Protest zusammen, um für Menschen- und vor allem Frauenrechte am Arbeitsplatz zu demonstrieren. Mit Kerzen in den Händen bildeten sie eine Menschenkette und forderten das Ende sexueller Gewalt am Arbeitsplatz. Doch auch andere Arbeitsrechtsverletzungen wurden angeprangert: Geringe Löhne, ständiger Druck durch Vorgesetze, Belästigung, mangelnde Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Kinderbetreuung für Arbeiterinnen und die Behinderung gewerkschaftlicher Arbeit sind einige der häufigsten Probleme, mit denen die Frauen in den Fabriken zu kämpfen haben.

Vorträge zu fairer öffentlicher Beschaffung an der Verwaltungsakademie Berlin

Impulse zu Fairer Öffentlicher Beschaffung an der Verwaltungsakademie Berlin. Foto: © FEMNETImpulse zu Fairer Öffentlicher Beschaffung an der Verwaltungsakademie Berlin. Foto: © FEMNETMenschenrechte und Umweltstandards werden in der globalisierten Produktion von Gütern tagtäglich verletzt – Güter, die auch die öffentliche Hand einkauft. Deshalb hat der europäische und deutsche Gesetzgeber festgelegt, dass ökologische und soziale Kriterien in der öffentlichen Beschaffung eine große Rolle spielen dürfen oder sollen. Wie sich die Anforderungen an Mitarbeiter_innen in der Verwaltung über die Jahre geändert haben und was der aktuelle Stand des Vergaberechts vorsieht, das war ein Thema in unseren Vorträgen im Rahmen der Weiterbildung „Grundlagen des Vergabewesens“ an der Verwaltungsakademie Berlin. Besonders spannend für die Teilnehmenden waren allerdings die Fragen des „wie“. Die rund 20 Mitarbeiter_innen aus dem öffentlichen Dienst der Bezirke und des Landes Berlin wurden über die Möglichkeiten zur Verwendung von „Gütezeichen“ wie etwa den Siegeln des fairen Handels informiert. In Modellprojekten wurden auch darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten entwickelt, die wir immerhin anreißen konnten.

Die zwei Vorträge durfte die FEMNET-Mitarbeiterin Anne Neumann auf Initiative des Berliner Promotor für kommunale Entwicklungspolitik Michael Jopp im Kurs von Thomas Griewald halten.

Unsere Vorträge und Workshops können an allen Aus- und Weiterbildungsstätten für Mitarbeiter_innen des öffentlichen Dienstes, die mit Verbavorgängen befasst sind, kostenlos angeboten werden. Informationen finden Sie in unserem Flyer (PDF-Datei). 

Feedback zur Veranstaltung:

„Faire Vergabe ist ordnungsgemäße Vergabe, ist wirtschaftliche Vergabe - Wirtschaftlichkeit im umfassenden Sinn. Lieferungen und Leistungen dürfen nur von fach- und sachkundigen Dienstkräften vergeben werden.

Aufgrund der - inhaltlich und mengenmäßig - steigenden Anforderungen an die Verwaltung und der noch nicht überall verbreiteten zentralen Vergabestellen, müssen Dienstkräfte mit den umfangreichen Anforderungen des Vergaberechts umgehen können.

Die von den Referierenden vorgestellten Methoden und Erfahrungen anderer öffentlicher Auftraggeber sind dafür eine sehr große Hilfe.“

Thomas Griewald,
Dozent für Grundlagen des Vergabewesens an der Verwaltungsakademie Berlin

 

Verstoß gegen OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen-SÜDWIND legt Beschwerde gegen Adidas ein

Das SÜDWIND-Institut wirft Adidas vor, im Fall der gesetzwidrigen Entlassung von mehr als 300 ehemaligen Beschäftigten ihres indonesischen Zulieferers Panarub im Jahr 2012 seinen unternehmerischen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen zu sein.

Die Schattenseiten des Booms – Aktivist_innen aus Myanmar berichten über Arbeitsrechtsverletzungen im neuen Musterland der Investoren

Teilnehmer_innen der Informationsveranstaltung in Bonn. Foto: © FEMNETTeilnehmer_innen der Informationsveranstaltung in Bonn.
Foto: © FEMNET
“Made in Myanmar” prangt immer häufiger auf den Etiketten von Hosen, Hemden und Jacken. Die Textilindustrie im Land boomt, Weltmarken wie Adidas oder H&M lassen in dem südostasiatischen Staat produzieren – unter fragwürdigen Bedingungen. Über die Schattenseiten des bei Investoren gelobten Musterlandes Myanmar berichteten Arbeitsrechts-Aktivist_innen auf Einladung von FEMNET am 22. Februar 2018 im Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) vor über 30 Interessierten in Bonn.

Kampagne-Logo International Trade Union Confederation mit Sitz in Brüssel

Für eine ILO-Vereinbarung gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz

FEMNET unterstützt die am 14.02.2018 startende Kampagne für die Unterzeichnung einer ILO-Konvention gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz. Die Kampagne läuft bis zum Frauentag am 8. März. Bisher gibt es zwar das 1979 von der UN verabschiedete Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), doch gibt es noch kein internationales Gesetz, das Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz vorschreibt.

FEMNET-Forderungen an Modeunternehmen

FEMNET hat im Frühjahr 2018 einen Zusammenstellung von Forderungen an Modeunternehmen zusammengestellt. Diese Forderungen hat basierenauf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen, der ILO MNU Erklärung und dem Nationalen Aktionsplan.

Lesen Sie unserer Zusammenstellung hier im Wortlaut.

Übergabe von Unterschriften an Primark für mehr Transparenz – großer Erfolg

Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Am 3. Februar 2018 hat FEMNET zusammen mit anderen Aktiven dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Wir machten darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll. Auch in weiteren Städten in Deutschland, Europa und sogar Hongkong gab es Aktionen.

Diese Aktion war ein voller Erfolg!  Am 7.2.2018, also drei Werktage nach unserer Aktion, veröffentlichte Primark seine Lieferantenliste. Wir stellen fest: Öffentlicher Druck wirkt! Vielen Dank an alle, die uns hierbei unterstützt haben.

Workshops zu sozial verantwortlicher öffentlicher Beschaffung für Studium, Ausbildung und Fortbildung von Mitarbeiter_innen der öffentlichen Verwaltung

Faire öffentliche Beschaffung wird immer wichtiger. Aber warum, wie und auf welcher rechtlichen Grundlage kann sie umgesetzt werden? Dieses Wissen vermitteln wir aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter_innen der öffentlichen Verwaltung.

Auf der Grundlage von vier Themenmodulen setzen erfahrene Referent_innen Workshops an Berufsschulen, Verwaltungshochschulen und Fortbildungsakademien um:

  • Modul 1: Soziale Kriterien im Vergaberecht
  • Modul 2: Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten
  • Modul 3: Nachweisführung mit ökologischen und sozialen Produktsiegeln
  • Modul 4: Best-Practice-Ansätze zur sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung

Das Angebot hat FEMNET in Zusammenarbeit mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk, dem Eine Welt Leipzig e.V. und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen erstellt. Die Workshops sind in der Regel für die (Hoch)schulen dank der Fördermittel im Projekt „Gute Arbeit fairbindet“ kostenlos.

Kontaktieren Sie uns gerne, um unsere Workshops an Ihrer Bildungseinrichtung durchzuführen. Alle Details zu unserem Angebot finden Sie in unserem Flyer (PDF-Datei).

Video 'Fast Fashion kills - Solidarity works!'

Zwei Aktivistinnen aus Bangladesch haben auf einer Rundreise durch Deutschland den Menschen die Augen geöffnet über die Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie ihres Landes. Sie haben den Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gezeigt, was der Kampf für bessere Arbeitsrechte für Gewerkschafter_innen und Aktivist_innen in Bangladesch bedeutet: Angesichts drohender Schikane, Beschimpfung, Entlassung, Inhaftierung und Gewaltanwendung braucht es dafür jede Menge Mut. Diesen Mut beweisen Kalpona Akter und Mim Akter Tag für Tag durch ihre Arbeit. Hier ist das Video zu ihrer Rundreise.

 

 

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