Aktuelles

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: ILO Konvention 190 umsetzen, Gewalt am Arbeitsplatz verhindern

Seit 1991 rufen Frauenrechtsorganisationen jedes Jahr am 25. November zu einer 16-tägigen Kampagne gegen Gewalt an Frauen auf. Vom internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, macht die Kampagne auf Gewalt gegen Frauen - als eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen - aufmerksam.

© FEMNET

"Klima & Kleidung - All of us for Future" - Das Bonner Spendenparlament fördert FEMNET-Projekt

Am 19. November 2019 traf sich das Bonner Spendenparlament zu seiner 22. Parlamentssitzung, um über neun soziale Projekte für den Bonner Raum abzustimmen. FEMNET war mit einem Projekt zu den Klimafolgen unseres Kleidungskonsum vertreten. Mehrheitlich stimmten die anwesenden Stimmberechtigten für unser Projekt und ermöglichen uns damit, das Thema im kommenden Jahr in den Mittelpunkt unserer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Bonn zu stellen.

Amazon unternimmt ersten Schritt für mehr Lieferkettentransparenz

Amazon veröffentlichte am 15. November 2019 Namen, Adressen und weitere Details zu über 1.000 Zulieferern auf seiner Webseite. Dass der weltweit größte Onlinehändler diesen wichtigen ersten Schritt geht zeigt deutlich, dass die seit 2016 laufende internationale Transparenzkampagne Wirkung zeigt. Jedoch ist die veröffentlichte Liste bislang nur schwer auffindbar, nicht filterbar und noch zu ungenau um herauszufinden, welche Arten von Produkten in den gelisteten Anlagen hergestellt werden. Enthalten sind Produzenten von Bekleidung, Elektrogeräten und Haushaltswaren der Amazon-Eigentmarke.

Die Bekämpfung von Armut und Klimawandel schließen einander nicht aus

Eine Antwort der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) auf Karl-Johan Persson, Vorstandsvorsitzender von H&M.

Kürzlich warnte Karl-Johan Persson, Vorstandsvorsitzender von H&M, in einem Interview vor "schrecklichen sozialen Konsequenzen", wenn Verbraucher_innen Fast Fashion angesichts der Klimakrise den Rücken kehren[i]. In seiner verzerrten Logik führe dies zu mehr Armut, da somit Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze in Gefahr seien. Perssons Behauptung, dass die Reduzierung des Konsums die Beseitigung der Armut bedrohe, muss widersprochen werden. Seine Behauptungen sind bestenfalls fehlgeleitet und schlimmstenfalls betrügerisch, da sie die enormen sozialen und ökologischen Folgen der globalen Bekleidungsindustrie nicht anerkennen.

Das Versagen von TÜV und Co: Sozialaudits schützen Unternehmen und lassen Arbeiter_innen im Stich

Sozialaudits sollen die Einhaltung von Menschenrechten bei der Arbeit kontrollieren und sicherstellen. Als Kontrollinstrument ist dieser Ansatz jedoch gescheitert. Das dokumentiert der Bericht „FIG LEAF FOR FASHION - How social auditing protects brands and fails workers“ der Kampagne für Saubere Kleidung: Die milliardenschwere, privatwirtschaftlich agierende Zertifizierungs- und Audit-Branche schützt systematisch Ansehen und Gewinne der Auftrag gebenden Unternehmen anstatt die Rechte von Arbeiter_innen.  

Bildungsmodule für eine sozial-gerechte Modeindustrie zum runterladen und nutzen

Unter dem Motto „FairSchnitt – Studieren für eine sozial gerechte Modeindustrie“ setzen wir seit 2012 Workshops und Vorträge an Hochschulen und Universitäten um. Mit den Studierenden behandeln wir Themen wie Unternehmensverantwortung, Sozial- und Umweltstandards oder Arbeits- und Menschenrechte am Beispiel der Bekleidungsindustrie. Im Rahmen unserer Arbeit sind 16 Bildungsmodule für eine sozial-gerechte Bekleidungsindustrie entstanden, die nun öffentlich zur Verfügung stehen!

Zur Projekthomepage

Fabrik in Bangalore/Indien 2019 © FEMNET

Verantwortung von Unternehmen: Freiwillige Maßnahmen und gesetzliche Regelungen

Das Textilbündnis, der Grüne Knopf… Was leisten solche freiwilligen Maßnahmen? Wie können sie einander ergänzen? Wie beurteilt FEMNET deren Umsetzung? Und warum braucht es dringend eine gesetzliche Basis, um die Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten nachhaltig zu verbessern?

© Kornelia Danetzki

Von Mode und Macht, Körper und Kapitalismus

An diesem Abend drehten sich die Fragen bei der Kooperationsveranstaltung von FEMNET und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) um nichts Geringeres als Systemveränderung: Welche Rolle spielt der Konsum im Kapitalismus? Können wir Gerechtigkeit kaufen? Und was müssen wir sonst noch tun, um die Welt zu verändern? Die Podiumsdiskussion können Sie als Tonaufnahme nachhören.

© Hunderteins

„Gute Arbeit fairbindet!“ Tunesische Aktivistinnen bei der Speakers Tour 2019 zu Berufsbekleidung und fairer Beschaffung

In Tunesien kämpfen diese Aktivistinnen für würdige Arbeit. Im Rahmen der Fairen Wochen berichteten Amani Allagui von FTDES (Tunesisches Forum für wirtschaftliche und soziale Rechte) und Houda El Fadhel als ehemalige Textilarbeiterin nun in Deutschland von ihrer Arbeit in den Fabriken und mit den Frauen in der tunesischen Textilindustrie. Ihr Appell richtete sich an europäische Unternehmen und hiesige Beschaffer*innen: Achten Sie beim Einkauf stärker auf Menschenrechte!

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