Aktuelles

FEMNET ist beteiligt an der Kampagne „Menschenrechte schützen - Konzernklagen stoppen“ - für einen UN-Treaty:

Europaweite Petition „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen“Anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos starten über 150 Nichtregierungsorganisationen aus Europa – darunter das CorA-Netzwerk – eine Petition gegen Sonderklagerechte von Unternehmen (Investor State Dispute Settlements, ISDS) und für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten (UN-Treaty).

Damit fordern sie die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, sich aus Handels- und Investitionsabkommen zurückzuziehen, die Sonderklagerechte enthalten, und künftig keine solchen Abkommen mit Sonderklagerechten mehr abzuschließen. Außerdem fordern sie, rechtliche Möglichkeiten zu schaffen, damit Konzerne für Menschenrechtsverstöße zur Rechenschaft gezogen werden können.

Die Petition soll Druck auf die EU und ihre Mitgliedstaaten aufbauen, sich für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten (Binding Treaty) einzusetzen.

Europaweite Petition „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen“: www.stopisds.org/de

FEMNET begrüßt Gesetzentwurf zu unter­nehm­e­­rischen Sorgfaltspflichten

Deutsches Wertschöpfungskettengesetz soll globale Lieferketten nachhaltiger machen

Textilfabrik Bangladesch. Foto: © FEMNETTextilfabrik Bangladesch. Foto: © FEMNET

Bonn. Viele deutsche Unternehmen profitieren von Gesetzeslücken, um ihre Waren billig im Ausland produzieren zu lassen. Nur freiwillig sind sie bislang dazu angehalten, gegen Menschenrechts­verletzungen bei ihren Zulieferern vorzugehen. Das soll sich künftig ändern: Nach Medien-Informationen hat das Bundesministerium für wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Entwurf für ein Wertschöpfungskettengesetz erarbeitet, der demnächst veröffentlicht werden soll. Bei Verstößen sollen Freiheitsstrafen und Bußgelder drohen.

 Textilfabrik Bangladesch.

Textilfabrik Bangladesch. Foto: © FEMNET

FEMNET begrüßt Gesetzentwurf zu unter­nehm­e­­rischen Sorgfaltspflichten

Deutsches Wertschöpfungskettengesetz soll globale Lieferketten nachhaltiger machen Bonn. Viele deutsche Unternehmen profitieren von Gesetzeslücken, um ihre Waren billig im Ausland produzieren zu lassen. Nur freiwillig sind sie bislang dazu angehalten, gegen Menschenrechts­verletzungen bei ihren Zulieferern vorzugehen. Das soll sich künftig ändern: Nach Medien-Informationen hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Entwurf für ein Wertschöpfungskettengesetz erarbeitet, der demnächst veröffentlicht werden soll. Bei Verstößen sollen Freiheitsstrafen und Bußgelder drohen.

Sofortige Solidarität mit Arbeiter_innen in Bangladesch nötig! Spenden Sie für die Näher_innen! Unterstützen Sie unseren Solidaritätsfonds!

Arbeiter_innen nach einem Treffen im Büro der FEMNET-Partnerorganisation BCWS. Foto: S. Marx | FEMNETArbeiter_innen nach einem Treffen im Büro der FEMNET-Partnerorganisation BCWS. Foto: S. Marx | FEMNET

Bonn. Arbeiter_innen, die für die rechtmäßige Umsetzung von Lohnerhöhungen protestieren, werden zur Zeit entlassen, inhaftiert und schikaniert. Die bangladeschische Gewerkschaft NGWF teilt FEMNET mit:

  • Hunderte Arbeiter_innen wurden verhaftet.
  • An die 4000 Arbeiter_innen wurden angeklagt.
  • Über 30 Arbeiter_innen wurden vor Gericht schon verklagt.
  • Rund 7000 Arbeiter_innen wurden entlassen-

Am 01.02.2019, protestierte die Gewerkschaft NGWF und rief dazu auf, dass die verhafteten Arbeiter_innen sofort freigelassen, falsche Anschuldigungen zurückgezogen und entlassene Arbeiter_innen wieder eingestellt werden müssen.

Die Repression protestierender Arbeiter*innen in Bangladesch zeigt den mangelnden Respekt der Regierung für Grundfreiheiten

Grundlohndemo 27. Juli 2018. Foto: © NGWFFoto: © NGWF

Bonn. Nach der jüngsten Revision der Mindestlöhne im Textilsektor sind in Bangladesch tausende Arbeiter*innen aus Protest auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Dhaka feuerte die Polizei Gummigeschosse und Tränengas in die Menge, worauf ein Arbeiter starb und viele andere verletzt wurden.

Die Kampagne für Saubere Kleidung verurteilt entschieden die gewaltsame Beschneidung des Demonstrationsrechts“, sagt Artemisa Ljarja, Eilaktionskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung.

Ali Enterprises: Landgericht Dortmund weist Klage gegen KiK ab

Sieben Jahre sind nicht genug: Keine Gerechtigkeit für Ali Enterprises  Textilarbeiter*innen und ihre Familien

Foto: © medico international/Holger PriedemuthFoto: © medico international/Holger PriedemuthDortmund. Das Landgericht Dortmund fällte am 10.01.2019 eine sehr enttäuschende Entscheidung: Es wird den Fall zum Fabrikbrand bei dem pakistanischen Zulieferer des deutschen Textilunternehmens KiK vom Septmeber 2012 nicht verhandeln – wegen gesetzlichen Verjährungsfristen. Die Kläger*innen waren vier Mitglieder der Ali Enterprises Factory Fire Affectees Association. Mit dieser Entscheidung entzieht sich das Unternehmen jeglicher Verantwortungspflicht gegenüber den Arbeiter*innen, welche dessen Waren fertigen.

FairQuatschen – offener Aktionstreff von FEMNET

Unsere offenen Aktionstreffen in Bonn und Köln sind für Interessierte und Neugierige, Aktive und Engagierte, Laien und Expert_innen ein ungezwungenes Forum, um sich über Themen rund um Mode und Menschenrechte auszutauschen.

Wir diskutieren unsere Ideen und Interessen, vernetzen uns und lernen neue Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Kompetenzen kennen. Gemeinsam planen wir Aktionen wie Kleidertauschparties oder beteiligen uns an Kampagnen von FEMNET und der Kampagne für Saubere Kleidung mit Straßenaktionen, etwa #GegenGewalt an Textilarbeiterinnen oder zum Rana Plaza Gedenktag. Auch gemeinsame Exkursionen zu Ausstellungen oder fairen Läden stehen auf dem Programm. Wer aktiv werden will ist uns herzlich willkommen!

FairQuatschen organisieren wir ehrenamtlich und wir freuen uns über Mitwirkende. Du hast eine Idee? Sprich uns einfach an oder schreib uns eine Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bonner Aktionstreff

Die nächsten Termine in Bonn geben wir in Kürze bekannt.

 

Kölner Aktionstreff

Nächster Termin in Köln: 23. Januar 2020

Details zum Abend

 

Kleidertausch statt Kaufrausch!

Alle drei Monate veranstaltet der Bonner Aktionstreff zusammen mit Greenpeace Bonn sonntags eine Kleidertauschparty in der Alten VHS. Hier darf jede_r bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke (außer Unterwäsche) mitbringen und bis zu fünf Kleidungsstücke mit nach Hause nehmen. Es gibt Kaffee, Tee und meist auch eine Leckerei gesponsert von FoodSharing.

Wir organisieren alles selbst und teilen uns die Schichten zum Kleidung sortieren, Siebdrucken, Kaffee kochen usw... Über Unterstützung freuen wir uns!

Die nächste Kleidertauschbörse wird im März 2020 stattfinden. Details folgen.

 

Rückblick auf die Speakers Tour zum Thema „Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz“ mit indischen Aktivistinnen

Mary Viyakula (links) und Deepika Rao (rechts) nach dem Vortrag an der Hochschule Reutlingen. Foto: © Volker Rekittke, Schwäbisches TagblattMary Viyakula (links) und Deepika Rao (rechts) nach dem Vortrag an der Hochschule Reutlingen.
Foto: © Volker Rekittke, Schwäbisches Tagblatt
Vom 5.-16.11.2018 reisten die beiden indischen Referentinnen im Rahmen einer Vortragsreise Mary Viyakula von der Organisation SAVE (Social Awareness and Voluntary Education) und Deepika Rao von Cividep India quer durch Deutschland, um über die geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz in der indischen Textilindustrie zu berichten. Sie schilderten anschaulich die prekäre Situation der Frauen und berichten über Ansätze, wie sich Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie wehren und wie wir sie von Deutschland aus dabei unterstützen können.

Die Rundreise wurde von den zivilgesellschaftlichen Organisationen im Textilbündnis organisiert und es wurden auf Stationen in Halle (Saale), Leipzig, Reutlingen, Augsburg, München, Hamburg und Bremen ca. 450 Menschen erreicht.

Vier Jahre Bündnis für nachhaltige Textilien: Ein Prozess – komplex, langwierig, herausfordernd

Ein Rückblick auf das Jahr 2018 und Ausblick auf 2019 aus Sicht der zivilgesellschaftlichen Vertreter_innen im Steuerungskreis

Logo NRO Textilbündnis Bonn/Berlin. Erneut geht im Textilbündnis ein arbeitsreiches Jahr zu Ende: Im Jahr 2018 mussten zum ersten Mal alle Mitglieder in individuellen Maßnahmenplänen ihre Ziele für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten offenlegen. Zuvor wurden diese von einer externen Prüforganisation auf Plausibilität und Übereinstimmung mit den Anforderungen geprüft. Vom Steuerungskreis wurden zudem die Themen existenzsichernde Löhne, Lieferkettentransparenz und Wirkungsmessung als Schwerpunkte für das Jahr 2018 festgelegt. Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen Einblick, wie die Fortschritte im letzten Jahr von den zivilgesellschaftlichen Vertreter_innen im Steuerungskreis des Textilbündnisses beurteilt werden.

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