Aktuelles

FairQuatschen – offener Aktionstreff von FEMNET

Unsere offenen Aktionstreffen in Bonn und Köln sind für Interessierte und Neugierige, Aktive und Engagierte, Laien und Expert_innen ein ungezwungenes Forum, um sich über Themen rund um Mode und Menschenrechte auszutauschen.

Wir diskutieren unsere Ideen und Interessen, vernetzen uns und lernen neue Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Kompetenzen kennen. Gemeinsam planen wir Aktionen wie Kleidertauschparties oder beteiligen uns an Kampagnen von FEMNET und der Kampagne für Saubere Kleidung mit Straßenaktionen, etwa #GegenGewalt an Textilarbeiterinnen oder zum Rana Plaza Gedenktag. Auch gemeinsame Exkursionen zu Ausstellungen oder fairen Läden stehen auf dem Programm. Wer aktiv werden will ist uns herzlich willkommen!

FairQuatschen organisieren wir ehrenamtlich und wir freuen uns über Mitwirkende. Du hast eine Idee? Sprich uns einfach an oder schreib uns eine Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bonner Aktionstreff

Die nächsten Termine in Bonn:

04.12.2019 Exkursion: Kiss the Inuit

Der Bonner Aktionstreff macht einen Ausflug! Am Mittwoch, den 4.12.2019 besuchen wir den FairFashion-Store 'Kiss The Inuit', Friedrichstr. 58, BN. Kerstin empfängt uns und erzählt, wie es eigentlich zu 'Kiss The Inuit' gekommen ist, was für sie ecofaire Fashion bedeutet und welches Konzept hinter 'Kiss the Inuit' steht.
Uns interessiert natürlich auch, ob man mit dem Verkauf von Kleidung die Welt besser machen kann und sind neugierig zu erfahren, was es mit dem neuen IGLU auf sich hat!

Beginn: 19:00 Uhr

08.12.2019 Kleidertauschparty (s.u.)

Kölner Aktionstreff

Nächster Termin in Köln: Anfang 2020

Kleidertausch statt Kaufrausch!

Alle drei Monate veranstaltet der Bonner Aktionstreff zusammen mit Greenpeace Bonn sonntags eine Kleidertauschparty in der Alten VHS. Hier darf jede_r bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke (außer Unterwäsche) mitbringen und bis zu fünf Kleidungsstücke mit nach Hause nehmen. Es gibt Kaffee, Tee und meist auch eine Leckerei gesponsert von FoodSharing.

Wir organisieren alles selbst und teilen uns die Schichten zum Kleidung sortieren, Siebdrucken, Kaffee kochen usw... Über Unterstützung freuen wir uns!

Nächste Kleidertauschparty: Sonntag, 8. Dezember 2019

 

Rückblick auf die Speakers Tour zum Thema „Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz“ mit indischen Aktivistinnen

Mary Viyakula (links) und Deepika Rao (rechts) nach dem Vortrag an der Hochschule Reutlingen. Foto: © Volker Rekittke, Schwäbisches TagblattMary Viyakula (links) und Deepika Rao (rechts) nach dem Vortrag an der Hochschule Reutlingen.
Foto: © Volker Rekittke, Schwäbisches Tagblatt
Vom 5.-16.11.2018 reisten die beiden indischen Referentinnen im Rahmen einer Vortragsreise Mary Viyakula von der Organisation SAVE (Social Awareness and Voluntary Education) und Deepika Rao von Cividep India quer durch Deutschland, um über die geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz in der indischen Textilindustrie zu berichten. Sie schilderten anschaulich die prekäre Situation der Frauen und berichten über Ansätze, wie sich Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie wehren und wie wir sie von Deutschland aus dabei unterstützen können.

Die Rundreise wurde von den zivilgesellschaftlichen Organisationen im Textilbündnis organisiert und es wurden auf Stationen in Halle (Saale), Leipzig, Reutlingen, Augsburg, München, Hamburg und Bremen ca. 450 Menschen erreicht.

Vier Jahre Bündnis für nachhaltige Textilien: Ein Prozess – komplex, langwierig, herausfordernd

Ein Rückblick auf das Jahr 2018 und Ausblick auf 2019 aus Sicht der zivilgesellschaftlichen Vertreter_innen im Steuerungskreis

Logo NRO Textilbündnis Bonn/Berlin. Erneut geht im Textilbündnis ein arbeitsreiches Jahr zu Ende: Im Jahr 2018 mussten zum ersten Mal alle Mitglieder in individuellen Maßnahmenplänen ihre Ziele für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten offenlegen. Zuvor wurden diese von einer externen Prüforganisation auf Plausibilität und Übereinstimmung mit den Anforderungen geprüft. Vom Steuerungskreis wurden zudem die Themen existenzsichernde Löhne, Lieferkettentransparenz und Wirkungsmessung als Schwerpunkte für das Jahr 2018 festgelegt. Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen Einblick, wie die Fortschritte im letzten Jahr von den zivilgesellschaftlichen Vertreter_innen im Steuerungskreis des Textilbündnisses beurteilt werden.

Immer mehr Städte wagen sich an Pilotprojekte zur Beschaffung öko-fairer Arbeitsbekleidung

Bedarfsträger informieren sich beim Nutzerworkshop in Stuttgart über die neu beschafften Schuhe. Foto: © FEMNETBedarfsträger informieren sich beim Nutzerworkshop in Stuttgart über die neu beschafften Schuhe. Foto: © FEMNETErfolgsmeldungen in Köln, Stuttgart, Mannheim, Veitsbronn (Bayern) & Markkleeburg (Sachsen): Mit den laufenden Beratungs- und Schulungsangeboten gelang es FEMNET 2018, das Thema öko-faire Vergabe in die Breite zu tragen. Große und auch kleinere Kommunen und Kreise bauten Expertise auf und zeigten mit erfolgreichen Pilotprojekten, dass die öffentliche Beschaffung sehr wohl öko-fair gestaltet werden kann. 2019 werden laufende Beratungen fortgesetzt. Die Erfahrungen und Lerneffekte wird FEMNET Ende des Jahres erneut in einer ausführlichen Publikation zur Verfügung stellen.

Von der rühmlichen Ausnahme zur Alltagspraxis: Wie können wir die faire öffentliche Textilbeschaffung verbreite(r)n?

Was brauchen wir, damit in Kommunalverwaltungen flächendeckend eine faire öffentliche Textilbeschaffung umgesetzt wird? Momentan gibt es in verschiedenen Kommunen Praxis-Pilotprojekte, Leitfäden, Dienstanweisungen, Ratsbeschlüsse – der Kompass Nachhaltigkeit zeigt aktuell 877 Beispiele aus 67 Kommunen zu 12 verschiedenen Produktgruppen. Aber von einer standardmäßigen wirksamen Einbeziehung Kriterien sozialer und ökologischer Verantwortung in der Herstellung der beschafften Textilprodukte sind wir nach wie vor weit entfernt. Dieser Herausforderung stellten sich am 26. und 27. Oktober 2018 die 20 Teilnehmenden der Intensivschulung „Wie gelingt Faire öffentliche Textilbeschaffung“. Viele der Teilnehmenden hatten für ihre Multiplikator_innenarbeit zu dem Thema zuvor die Intensivschulungen zu den Modulen 1-4 von FEMNET besucht. An der Aufbauschulung nahmen jedoch auch Beschaffer_innen und andere Angestellte aus Kommunalverwaltungen teil.

Bündnisinitiative Tamil Nadu erfolgreich gestartet

Erschöpfte Mädchen in einer Spinnerei in Tamil Nadu, die tagsüber schlafen, da sie nachts gearbeitet haben. Foto: © FEMNETErschöpfte Mädchen in einer Spinnerei in Tamil Nadu, die tagsüber schlafen, da sie nachts gearbeitet haben. Foto: © FEMNETBonn. Am 01.07.2018 startete die Bündnisinitiative (BI) Tamil Nadu im Rahmen des Textilbündnisses, ein erster Fortschrittsbericht liegt inzwischen vor.

Die BI hat drei Komponenten:
a) Dialog,
b) Trainings der jungen Frauen in den Fabriken,
c) Trainings von Inspektoren.

FEMNET’s Partner SAVE führt maßgeblich die Trainings in rund 300 Spinnereien durch. Über 80 Trainer_innen aus 40 NROs wurden dafür ausgebildet.

Wie gelingt faire öffentliche Beschaffung? FEMNET berät Steuerungsgruppen von Fairtrade-Towns

Unser Workshop in der Fairtrade-Town Saarbrücken. Foto: © FEMNETUnser Workshop in der Fairtrade-Town Saarbrücken. Foto: © FEMNETVon nordfriesischem Nieselregen an die sonnige Saar, von Weinhängen am Main bis zur mecklenburgischen Ostsee: 2018 haben wir in fünf Fairtrade-Towns in ganz Deutschland Strategieworkshops zur fairen öffentlichen Beschaffung von Berufskleidung durchgeführt. So unterschiedlich die Orte auch sind – gemeinsam ist allen das Ziel, in der Stadtverwaltung Berufskleidung und Textilien zu nutzen, die unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und ohne Umweltschäden hergestellt wurden.

Fairtrade-Towns bieten großes Potenzial, die faire öffentliche Beschaffung von Bekleidung und Textilien voranzubringen. Weil fairer Kaffee und ein weiteres faires Produkt in der Stadtverwaltung ausgeschenkt werden, ist das Thema Fairer Handel in der Stadtverwaltung präsent. Weil eine Steuerungsgruppe etabliert ist, sind Zivilgesellschaft, Einzelhandel, Stadtpolitik und Stadtverwaltung vor Ort rund um den Fairen Handel bereits vernetzt. Auf Grundlage dieser existierenden Strukturen bot FEMNET 2018 erstmals Strategieworkshops zum Thema der fairen öffentlichen Beschaffung für Fairtrade-Town-Steuerungsgruppen an

Bald wieder ein Rana Plaza? – Regierung von Bangladesch gegen eine Verlängerung des ACCORD

Foto: © Kristof VadionFoto: © Kristof VadionBonn. Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit stehen vor dem Aus. Regierung von Bangladesch ist gegen die Weiterarbeit des ACCORD, dem Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch.

Der Ruf „Nie wieder Rana Plaza!“ hallt noch wider. Dennoch soll mit dem gegenwärtigen  Beschluss des obersten Gerichtshofs von Bangladesch die Weiterarbeit des ACCORD zum 30. November 2018 beendet werden. „Der ACCORD ist ein glaubwürdiges und wirkungsvolles Programm, das für rund 1600 sichere  Exportfabriken gesorgt hat. Aber die Situation in vielen Fabriken ist noch nicht sicher, das sehen auch die europäischen Einkäufer so, sagt Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET und Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung.

Protest junger Frauen von FEMNET vor H&M in Bonn

Szene aus dem Aktionstheater. Foto: © G.Burckhardt/FEMNETSzene aus dem Aktionstheater. Foto: © G.Burckhardt/FEMNETBonn. Mit einem Aktionstheater vor der H&M Filiale in Bonn machen rund zwölf junge Aktivistinnen der Frauenrechtsorganisation FEMNET darauf aufmerksam, dass H&M vor fünf Jahren versprochen hatte, faire Löhne bis spätestens 2018 bei seinen Premium-Lieferanten zu zahlen. Bei umgerechnet 98 Euro im Monat liegt jedoch das tatsächliche, durchschnittliche Nettoeinkommen bei einem H&M-Zulieferer im EU-Mitgliedsland Bulgarien – nicht einmal die Hälfte des gesetzlichen Mindestlohns von 204 Euro. Auch in Bangladesch liegt der Mindestlohn so niedrig, dass die Näherinnen ohne Überstunden nicht überleben können.

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