Aktuelles

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Verwoben – Bangladeschs Textilkrise und die Existenzen von Arbeiter*innen

Shefali ist froh, dass sie Nahrungsmittelhilfe von NGWF über den FEMNET Corona Nothilfefonds erhalten kann: “It will help me for some days” 

Shefali ist 18 Jahre alt und arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka. Mit ihrem Einkommen unterstützt sie ihre Familie als Alleinverdienerin. Auf Grund der Corona-Pandemie erhielt sie allerdings nur 60% ihres März Gehaltes. Nachdem die Fabrik dann noch zwei Monate im April und Mai schließen musste, erhielt Shefali weder Arbeitsmöglichkeiten noch irgendwelche Lohnzahlungen. Mit dem reduzierten Gehalt konnte sie nicht alle Ausgaben für Hausmiete, Lebensmittel, Kindererziehung, Transport und Medikamente für sich und die sechsköpfige Familie übernehmen.

T-Shrits in Regenbogenfarben am Ständer

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Schulmodul Klima & Kleidung: Was hat mein T-Shirt mit dem Klimawandel zu tun?

Während wir von Flugscham reden und auf Fleisch verzichten, sind die Klimafolgen der Textilindustrie fast unbekannt. Um das zu ändern, bietet FEMNET ein neues Workshopmodul für Schulen an, das sich mit den Klimafolgen der Textilindustrie beschäftigt.

Kleidung ist ein weltweiter Klimakiller

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Kleidung ist ein Klimakiller

Immer mehr und immer billiger. Diesem Trend folgt die globale Bekleidungsindustrie seit Jahren. Fast Fashion führt nicht nur zu prekären Arbeitsverhältnissen in den Produktionsländern, sondern verursacht auch massive Umwelt- und Klimaschäden. Die Modeindustrie spielt deshalb eine erhebliche Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.

Frauen protestieren für die Wahrung von Arbeitsrechten und halten die Forderungen der Arbeiter*innen-vereinigung Anuhatham hoch.

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Drastische Arbeitsrechtseinschränkungen im Zuge der Corona Krise – unsere Partnerorganisationen beteiligen sich an Protesten

Unter dem Deckmantel der COVID-19 Pandemie sollen in vielen Bundesstaaten Indiens grundlegende Arbeitsrechte ausgesetzt oder aufgeweicht werden, um so die heruntergefahrene Wirtschaftsleistung wieder anzukurbeln. Die Zentralgewerkschaften, Arbeiter*innen wie auch die ILO melden sich dagegen zu Wort.

Cover der beiden Pools

Mit Ideenpools für Schüler*innen und Studierende aktiv für faire Mode

Im Januar 2020 ist unser neues Projekt zur Bildungsarbeit an Hochschulen und Schulen gestartet, in dem wir verstärkt mit Studierendeninitiativen und Nachhaltigkeits-AGs an Schulen kooperieren wollen. Wir wollen an Euer Engagement anknüpfen und gemeinsam mit Euch wirken!

Auszug des Titelbildes

Unter der Lupe: Nachweisführung in der fairen städtischen Beschaffung

FEMNET begleitete die öffentlichen Ausschreibungen der Städte Bonn, Köln und Stuttgart. Nun fassen wir unsere Erkenntnisse in einem Handbuch zusammen: Wir nehmen insbesondere die Nachweisführung mit Hilfe von Gütezeichen und Fragebögen „unter die Lupe“. 

Frauen erhalten „Dignity-Kits“, Pakete mit Damenbinden, Seife, Kondomen.

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Nothilfe für Frauen – wie geht Cividep vor?

Rathnamma arbeitet als Näherin in der Bekleidungsindustrie. Ihr Mann hatte vor sechs Monaten einen Unfall, der ihn arbeitsunfähig machte. Rathnamma ist nun Alleinverdienerin.  Sie haben eine 15 Jahre alte Tochter, die in die 9. Klasse geht. Aufgrund des Corona bedingten Lockdowns können sie sich Miete und Schulgebühren nicht mehr leisten.

Löhne zum Leben statt Dividende bei Hugo Boss

Wenn der Konzern nicht voran geht, können die Aktionär*innen ihm den Weg weisen. So fordert die Aktionärin und FEMNET-Vorsitzende Dr. Gisela Burckhardt anlässlich der Hauptversammlung von Hugo Boss die Schaffung eines „Fonds für existenzsichernde Löhne“ für die Näher*innen in den Lieferketten des Konzerns. Spätestens in Zeiten der Corona-Krise wird nun sichtbar, dass ohne nachhaltige Einkommensstrukturen die Überlebensfähigkeit der Bekleidungsbranche und ihrer Beschäftigten auf dem Spiel steht.

Protest von Wanderarbeiter*innen aus dem Nethaji-Bekleidungspark in Perumanallur am Stadtrand von Tiruppur.

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Wanderarbeiter*innen sitzen fest– keine Arbeit in der Stadt, keine Möglichkeit nach Hause zu reisen

„Wir sind müde und emotional ausgelaugt. Wenn wir schon hungrig bleiben müssen, sind wir das am liebsten zu Hause – bei unserer Familie und unseren Kindern.“ sagt Vijendra Mandal aus Jharkhand, der in Tamil Nadu in der Textilindustrie arbeitet.

Der Lockdown wurde ein zweites Mal verlängert und die Wiederaufnahme der Arbeit in den Fabriken bleibt noch unklar. Derweil kommt es zu Protesten von Wanderarbeiter*innen, die verlangen endlich nach Hause reisen zu dürfen.

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