Aktuelles

Poster- und Wanderausstellung - Höhepunkte 2017

Präsentation der Wanderausstellung zusammen mit Mode des jungen Fairtrade-Labels Azadi Fashion in der Galerie im Weltladen Würzburg. © Weltladen WürzburgPräsentation der Wanderausstellung zusammen mit Mode des jungen Fairtrade-Labels Azadi Fashion in der Galerie im Weltladen Würzburg. Foto: © Weltladen WürzburgNach zwei erfolgreichen Jahren der Ausstellungsausleihe „Ich mache deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ wurde die Wanderausstellung Anfang 2017 überarbeitet und im Mai 2017 um eine Posterausstellung ergänzt. Mit der käuflich zu erwerbenden Posterausstellung wurde ein neues effektives Bildungsinstrument geschaffen, für Arbeitsrechte von Frauen in der Bekleidungsindustrie in Asien zu sensibilisieren. Sie bietet sich für diverse Veranstaltungsformate wie Workshops, Aktionstage, Seminare und Unterricht an Schulen und Hochschulen an. Die Poster enthalten vielfältige Informationen über die Rolle von Frauen, ihren Arbeitsbedingungen und -rechten in Asien und geben den porträtierten Frauen aus dem Süden weiterhin eine Stimme im Kampf um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Die Wander- und Posterausstellung wurden 2017 insgesamt an 27 Standorten in Deutschland und in der Schweiz eingesetzt. Eingerahmt in Aktionstagen, Schulveranstaltungen, Workshops, Messen und vielen weiteren Angeboten genoss die Ausstellung auch 2017 eine hohe Aufmerksamkeit und erreichte verschiedenste Interessenten und Zielgruppen.

Die Schattenseiten des Booms – Aktivist*innen aus Myanmar berichten über Arbeitsrechtsverletzungen im neuen Musterland der Investoren

Teilnehmer*innen der Informationsveranstaltung in Bonn. Foto: © FEMNETTeilnehmer*innen der Informationsveranstaltung in Bonn.
Foto: © FEMNET
“Made in Myanmar” prangt immer häufiger auf den Etiketten von Hosen, Hemden und Jacken. Die Textilindustrie im Land boomt, Weltmarken wie Adidas oder H&M lassen in dem südostasiatischen Staat produzieren – unter fragwürdigen Bedingungen. Über die Schattenseiten des bei Investoren gelobten Musterlandes Myanmar berichteten Arbeitsrechts-Aktivist*innen auf Einladung von FEMNET am 22. Februar 2018 im Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) vor über 30 Interessierten in Bonn.

Kampagne-Logo International Trade Union Confederation mit Sitz in Brüssel

Für eine ILO-Vereinbarung gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz

FEMNET unterstützt die am 14.02.2018 startende Kampagne für die Unterzeichnung einer ILO-Konvention gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz. Die Kampagne läuft bis zum Frauentag am 8. März. Bisher gibt es zwar das 1979 von der UN verabschiedete Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), doch gibt es noch kein internationales Gesetz, das Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz vorschreibt.

FEMNET-Forderungen an Modeunternehmen

FEMNET hat im Frühjahr 2018 einen Zusammenstellung von Forderungen an Modeunternehmen zusammengestellt. Diese Forderungen hat basierenauf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen, der ILO MNU Erklärung und dem Nationalen Aktionsplan.

Lesen Sie unserer Zusammenstellung hier im Wortlaut.

Übergabe von Unterschriften an Primark für mehr Transparenz – großer Erfolg

Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Am 3. Februar 2018 hat FEMNET zusammen mit anderen Aktiven dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Wir machten darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll. Auch in weiteren Städten in Deutschland, Europa und sogar Hongkong gab es Aktionen.

Diese Aktion war ein voller Erfolg!  Am 7.2.2018, also drei Werktage nach unserer Aktion, veröffentlichte Primark seine Lieferantenliste. Wir stellen fest: Öffentlicher Druck wirkt! Vielen Dank an alle, die uns hierbei unterstützt haben.

Unterschriftenübergabe der #GoTransparent-Kampagne durch FEMNET in Köln bei Primark

Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn.
Foto: © FEMNET e.V.
70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Am Samstag 3. Februar 2018 um 17 Uhr werden Aktive der Kampagne für Saubere Kleidung, darunter Vertreterinnen des in Bonn ansässigen Frauenrechtsvereins FEMNET, dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Sie machen darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll.

70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Übergabe der Protestunterschriften in Hong Kong an Armani am 09.01.2018. Foto: © CCC Hong KongÜbergabe der Protestunterschriften in Hong Kong an Armani-Vertreter*innen am 09.01.2018. Foto: © CCC Hong Kong70.000 Menschen appellieren an die großen Bekleidungsmarken und Einzelhändler Armani, Primark, Urban Outfitters, Forever 21 und Walmart Transparenz zu ihrem Neujahrsvorsatz zu machen und die Fabriken zu veröffentlichen, die ihre Kleidung produzieren. Den ganzen Januar über werden Aktivist*innen der Luxusmarke Armani und dem Billig-Hersteller Primark goldene Geschenkkartons mit Unterschriften in europäischen Großstädten übergeben. Auch andere Marken dürfen jederzeit mit Unterschriften auf ihren Türschwellen rechnen.

Workshops zu sozial verantwortlicher öffentlicher Beschaffung für Studium, Ausbildung und Fortbildung von Mitarbeiter*innen der öffentlichen Verwaltung

Faire öffentliche Beschaffung wird immer wichtiger. Aber warum, wie und auf welcher rechtlichen Grundlage kann sie umgesetzt werden? Dieses Wissen vermitteln wir aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter*innen der öffentlichen Verwaltung.

Auf der Grundlage von vier Themenmodulen setzen erfahrene Referent*innen Workshops an Berufsschulen, Verwaltungshochschulen und Fortbildungsakademien um:

  • Modul 1: Soziale Kriterien im Vergaberecht
  • Modul 2: Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten
  • Modul 3: Nachweisführung mit ökologischen und sozialen Produktsiegeln
  • Modul 4: Best-Practice-Ansätze zur sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung

Das Angebot hat FEMNET in Zusammenarbeit mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk, dem Eine Welt Leipzig e.V. und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen erstellt. Die Workshops sind in der Regel für die (Hoch)schulen dank der Fördermittel im Projekt „Gute Arbeit fairbindet“ kostenlos.

Kontaktieren Sie uns gerne, um unsere Workshops an Ihrer Bildungseinrichtung durchzuführen. Alle Details zu unserem Angebot finden Sie in unserem Flyer (PDF-Datei).

Video 'Fast Fashion kills - Solidarity works!'

Zwei Aktivistinnen aus Bangladesch haben auf einer Rundreise durch Deutschland den Menschen die Augen geöffnet über die Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie ihres Landes. Sie haben den Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gezeigt, was der Kampf für bessere Arbeitsrechte für Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen in Bangladesch bedeutet: Angesichts drohender Schikane, Beschimpfung, Entlassung, Inhaftierung und Gewaltanwendung braucht es dafür jede Menge Mut. Diesen Mut beweisen Kalpona Akter und Mim Akter Tag für Tag durch ihre Arbeit. Hier ist das Video zu ihrer Rundreise.

 

 

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