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League for Social Justice fordert Regierung des Bundestaates Tamil Nadu, Indien auf moderne Sklaverei in Spinnereien zu beenden

Ministeriumsbesuch. Foto: © READMinisteriumsbesuch. Foto: © READIn den Spinnereien des indischen Bundesstaates Tamil Nadu müssen junge Mädchen schwerste Arbeit im Schichtsystem für einen Hungerlohn verrichten. Vermittler locken die Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren in die Spinnereien, damit sie dort drei Jahre zu niedrigstem Lohn arbeiten, um am Ende eine Summe zu erhalten, die ihre Mitgift darstellen soll. Sie werden in überbelegten und schlecht ausgestatteten Schlafbaracken wie in Gefangenschaft gehalten. Angeworben werden sie aus armen Familien der unteren Kasten. FEMNET hat zu diesem Thema bereits einiges an Informations- und Kampagnenarbeit geleistet und in 2016 gemeinsam mit der indischen Nichtregierungsorganisation (NRO) READ ein Projekt gestartet, um diese moderne Form der Sklaverei zu bekämpfen.

FEMNET Vorstandsvorsitzende ruft Hugo Boss dazu auf, seine Lieferkette völlig transparent zu machen

Gisela Burckhardt (FEMNET) (Mitte) mit (vlnr): Silke Wedemeier (Clean Clothes Campaign CCC Stuttgart), Isabelle Kempf (CCC Mannheim) und Paul Russmann (Kritische Aktionäre). Foto: © FEMNETGisela Burckhardt (FEMNET) (Mitte) mit (vlnr): Silke Wedemeier (Clean Clothes Campaign CCC Stuttgart), Isabelle Kempf (CCC Mannheim) und Paul Russmann (Kritische Aktionäre). Foto: © FEMNETBonn/Stuttgart. Ein Transparent zur Aufforderung von Transparenz empfing die Aktionär_innen von Hugo Boss zur ihrer jährlichen Hauptversammlung in Stuttgart am heutigen 23. Mai 2017. „Fehlende Transparenz kostet Leben. Wir fordern: Lieferketten offenlegen“, ist darauf zu lesen. FEMNET, Mitglieder der Kampagne für Saubere Kleidung und die kritischen Aktionäre verteilten Flugblätter, in denen zu Transparenz aufgerufen wird.

Das Thema Nachhaltigkeit stand bei Hugo Boss und den insgesamt rund 700 anwesenden Aktionäre_innen groß auf der Agenda. Sowohl CEO Mark Langer als auch mehrere Aktionär_innen, die sich zu Wort meldeten, sprachen das Thema an. FEMNET-Vorstandsvorsitzende Gisela Burckhardt meldete sich zu Wort und bescheinigte Hugo Boss zunächst einmal Fortschritte: Positiv sei, dass Hugo Boss dem Textilbündnis beigetreten sei und insbesondere, dass das Unternehmen die Bündnisinitiative des Textilbündnisses in Tamil Nadu gegen die Ausbeutung der Mädchen in den Spinnereien unterstützen wolle. Zugleich kritisierte sie aber: „Aber bisher sind noch keine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen bei den Näherinnen der Lieferanten von Hugo Boss angekommen. Gute Vorsätze, doch nun müssen Taten folgen.“

FEMNET bietet kostenlose Intensiv-Schulung zur Fairen Öffentlichen Textilbeschaffung an

Seit Ende 2015 berät FEMNET e.V. Beschaffungsverantwortliche beim Einkauf von fair produzierter Berufsbekleidung. Die neue Vergaberechtsreform hat die Spielräume für die Implementierung sozialer Kriterien erweitert, doch die Möglichkeiten sind noch nicht flächendeckend umgesetzt. Um den Prozess voranzutreiben und zu unterstützen braucht es einerseits konstante und wirkungsvolle Lobbyarbeit, andererseits kompetente Ansprechpersonen zur Beratung der städtischen Mitarbeiter_innen.

Bieterdialog zur Ausschreibung für Arbeits- und Sicherheitsschuhe im Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln

Marie-Luise Lämmle von FEMNET erklärt: Welche Nachweise für faire Produktionsbedingungen sind glaubwürdig? Welche Herausforderungen für eine saubere Herstellung ergeben sich gerade bei Arbeits- und Sicherheitsschuhen? Foto: © FEMNETMarie-Luise Lämmle von FEMNET erklärt: Welche Nachweise für faire Produktionsbedingungen sind glaubwürdig? Welche Herausforderungen für eine saubere Herstellung ergeben sich gerade bei Arbeits- und Sicherheitsschuhen? Foto: © FEMNETZehn Vertreter_innen von Hersteller- und Handelsunternehmen für Arbeits- und Sicherheitsschuhe diskutierten mit der Stadt Köln über Anforderungen und Möglichkeiten fairer Produktion. Auch beschaffungsverantwortliche Mitarbeiter_innen aus zahlreichen anderen Kommunen saßen mit „am runden Tisch“.

Unternehmen, die sich auf öffentliche Ausschreibungen bewerben, müssen sich neuen Anforderungen stellen, wenn die Kommunen soziale und ökologische Ansprüche formulieren. Seit 2017 begleiten wir das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln dabei, Nachhaltigkeitskriterien in ihre Ausschreibungen für Arbeits- und Sicherheitsschuhe zu integrieren. Damit die Stadt gute Angebote für Schuhe erhält und die Einhaltung von öko-sozialen Produktionsbedingungen als zentrales Wettbewerbskriterium verankert wird, gingen wir am 16. Mai 2017 mit Herstellern und Händlern ins Gespräch.

Rana-Plaza-Gedenktag: FEMNET fordert mehr Transparenz von der Textilindustrie

22.04.2017: Aktion zu Rana Plaza in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Bonn. Mit einer Straßenaktion mitten in der Bonner Innenstadt hat die Frauenrechtsorganisation FEMNET auf den heutigen Gedenktag für Rana Plaza aufmerksam gemacht. Heute vor vier Jahren starben bei dem Fabrikeinsturz in Bangladesch mehr als 1.100 Textilarbeiter_innen und 2.000 wurden teils stark verletzt.

Um die noch weit verbreitete Intransparenz in der Industrie sowie die Folgen des Fast-Fashion-Konsums zu thematisieren, bauten die FEMNET-Aktivist_innen am vergangenen Samstag, 22. April, auf dem Bottlerplatz eine textile Lieferkette mit drei Stationen „in klein“ nach: Im ersten Raum wurde gesponnen, im nächsten genäht und im dritten stürzten sich kreischende Kund_innen auf Kleiderwühltische. Unzählige Passant_innen blieben bei diesem pantomimischen Straßentheater stehen und ließen sich Informationen zu den Hintergründen der textilen Lieferkette geben.

Rana-Plaza-Gedenktag: FEMNET fordert mehr Transparenz von der Textilindustrie

22.04.2017: Aktion zu Rana Plaza in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Bonn. Mit einer Straßenaktion mitten in der Bonner Innenstadt hat die Frauenrechtsorganisation FEMNET auf den heutigen Gedenktag für Rana Plaza aufmerksam gemacht. Heute vor vier Jahren starben bei dem Fabrikeinsturz in Bangladesch mehr als 1.100 Textilarbeiter_innen und 2.000 wurden teils stark verletzt.

Um die noch weit verbreitete Intransparenz in der Industrie sowie die Folgen des Fast-Fashion-Konsums zu thematisieren, bauten die FEMNET-Aktivist_innen am vergangenen Samstag, 22. April, auf dem Bottlerplatz eine textile Lieferkette mit drei Stationen „in klein“ nach: Im ersten Raum wurde gesponnen, im nächsten genäht und im dritten stürzten sich kreischende Kund_innen auf Kleiderwühltische. Unzählige Passant_innen blieben bei diesem pantomimischen Straßentheater stehen und ließen sich Informationen zu den Hintergründen der textilen Lieferkette geben.

Rana-Plaza-Gedenktag: FEMNET fordert mehr Transparenz von der Textilindustrie

22.04.2017: Aktion zu Rana Plaza in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Bonn. Mit einer Straßenaktion mitten in der Bonner Innenstadt hat die Frauenrechtsorganisation FEMNET auf den heutigen Gedenktag für Rana Plaza aufmerksam gemacht. Heute vor vier Jahren starben bei dem Fabrikeinsturz in Bangladesch mehr als 1.100 Textilarbeiter_innen und 2.000 wurden teils stark verletzt.

Um die noch weit verbreitete Intransparenz in der Industrie sowie die Folgen des Fast-Fashion-Konsums zu thematisieren, bauten die FEMNET-Aktivist_innen am vergangenen Samstag, 22. April, auf dem Bottlerplatz eine textile Lieferkette mit drei Stationen „in klein“ nach: Im ersten Raum wurde gesponnen, im nächsten genäht und im dritten stürzten sich kreischende Kund_innen auf Kleiderwühltische. Unzählige Passant_innen blieben bei diesem pantomimischen Straßentheater stehen und ließen sich Informationen zu den Hintergründen der textilen Lieferkette geben.

Neuer Fair Fashion Guide: Alle Hintergründe zu nachhaltiger Mode und wie sie öko-fair hergestellt wird

Titiel Fair - Dein Fashion GuideBonn. Nachhaltige Mode ist attraktiv. Das beweist der Fair Fashion Guide (PDF-Datei), der am 22.4.2017 erscheint, kurz vor dem Gedenktag an Rana Plaza. Bei dem Fabrikeinsturz in Bangladesch am 24.4.2013 starben mehr als 1.100 Textilarbeiter_innen und 2.000 wurden teils stark verletzt.

„Der Fair Fashion Guide ist ein Plädoyer für den Kleiderschrank der Zukunft und will dazu anregen Mode mit gutem Gewissen zu leben. Mit Interviews, Modestrecken und Tipps zum Nachstylen, in einer Bildsprache, die der jungen Zielgruppe aus Magazinen vertraut ist, ohne diese kritiklos zu bedienen “ sagt Friederike von Wedel, Chefredakteurin.

Auf 34 Seiten zeigen Profi-Models faire Mode, die unter menschenrechtlich verantwortlichen Bedingungen hergestellt wurde. Außerdem gibt es Tipps zum nachhaltigen Konsum: von der Kleiderpflege über's Teilen und Tauschen bis zum Up-Cycling.

Wer stellt unsere Kleidung her? KiK und Hugo Boss verweigern Transparenz

Transparenz Kampagne 2017Berlin. Die deutschen Unternehmen KiK und Hugo Boss sind der Aufforderung einer internationalen Koalition von neun Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften, sich zu Transparenz in ihren Lieferketten zu verpflichten, nicht gefolgt, zeigt der heute erschienene Bericht „Follow the Thread“. Adidas und Esprit haben sich als einzige deutsche Unternehmen bisher darauf festgelegt, den sogenannten Transparency Pledge bis Ende 2017 umzusetzen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert KiK und Hugo Boss auf, diesem positiven Beispiel zu folgen. Informationen über Fabriken, in denen Markenkleidung hergestellt wird, helfen lokalen und internationalen NGOs dabei, Missstände und Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferern früher aufzudecken.

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