Aktuelles

Erste vorläufige Einschätzung der abgegebenen Road maps von Unternehmen im Textilbündnis

von Gisela Burckhardt

Der Steuerungskreis des Textilbündnisses in Köln 2018. 3.v.r. Gisela Burckhardt. Foto: © Bündnis für nachhaltige TextilienDer Steuerungskreis des Textilbündnisses in Köln 2018. 3.v.r. Gisela Burckhardt. Foto: © Bündnis für nachhaltige Textilien Jedes Mitglied des Textilbündnisses musste einen Maßnahmenplan (Roadmap) erstellen und erstmalig in diesem Jahr veröffentlichen, wie es zur Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in der Lieferkette im Jahr 2018 beitragen will (FEMNET-Maßnahmenplan und Fortschrittsbericht als PDF-Dateien). Die Roadmaps werden von externen, unabhängigen Dienstleistern überprüft und auf der Website des Textilbündnisses veröffentlicht. Derzeit hat das Textilbündnis rund 130 Mitglieder, davon 79 Unternehmen, die trotz einiger Austritte knapp die Hälfte des Bekleidungsumsatzes in Deutschland darstellen. Marken und Handel mussten Maßnahmen für zehn verbindliche Ziele planen, sechs Ziele wurden zusätzlich empfohlen, darüber hinaus konnten sie sich freiwillige Ziele setzen.

Die Roadmaps geben Auskunft, aus welchen drei Hauptproduktionsländern die Unternehmen Waren beziehen und welche drei Hauptabsätzmärkte sie haben.

Jahrestag des Fabrikbrands bei KiK-Zulieferer in Pakistan

Beschwerde gegen italienischen Prüfdienstleister RINA, der Fabrik trotz Sicherheitsmängeln ein Zertifikat ausstellte

FEMNET und die Clean Clothes Campaign verurteilen Arbeitgebervorschlag zum Mindestlohn für Arbeiter*innen in Bangladesch und rufen Unternehmen zum Handeln auf

Gewerkschaftsvertretreter*innen demonstrieren für einen Mindestlohn von 16.000 Taka am 27.7.2018. Foto: © NGWF Gewerkschaftsvertretreter*innen demonstrieren für einen Mindestlohn von 16.000 Taka am 27.7.2018. Foto: © NGWF

Die Arbeitgeber-Vereinigung der Bekleidungsindustrie Bangladeschs (BGMEA) hat äußerste Geringschätzung für das Wohlergehen der Arbeiter*innen und deren Leben außerhalb der Fabriken gezeigt. Am Montag, 16. Juli, unterbreitete BGMEA (Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association) den Vorschlag, den Mindestlohn für die Arbeiter*innen auf 6.360 Taka festzusetzen (ungefähr 64€). Weder erreicht dieser Betrag annähernd ein Existenzlohn-Niveau in Bangladesch, noch behebt er die Vernachlässigung der erforderlichen legalen Mindestlohn-Erhöhung in den letzten 5 Jahren.

 Die praktische Umsetzungen üben die Multiplikator*innen im Planspiel. © FEMNET

Die praktische Umsetzungen üben die Multiplikator*innen im Planspiel. © FEMNET

Multiplikator*innen geschult zur Verbreitung öko-fairer Beschaffungsverfahren

Die praktische Umsetzungen üben die Multiplikator*innen im Planspiel. Immer mehr Kommunen machen sich auf den Weg, um effektivere Methoden zur Beschaffung nachweislich nachhaltiger Produkte zu entwickeln.

Köln beschafft fair: Ausschreibung für Arbeitsschuhe erfolgreich abgeschlossen

Foto Faire Beschaffung in Köln © FEMNET/Tobias WesselingNach den Arbeitsschuhen soll zukünftig auch Arbeitsbekleidung nach öko-fair beschafft werden. Foto: © FEMNET/Tobias WesselingSchutz vor Schmutz, aber schick genug für Trauerfeiern: Arbeitsschuhe von Friedhofsmitarbeitenden müssen ganz besondere Anforderungen erfüllen. Die Stadt Köln, Hauptstadt des fairen Handels 2017, folgt dem Bonner Beispiel und hat ihr Pilotprojekt zur öko-fairen Beschaffung erfolgreich abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit FEMNET beschaffte sie 250 Paar Arbeitsschuhe, die unter Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Kriterien produziert wurden.

Vertrag für Tamil Nadu-Bündnisinitiative unterzeichnet: Start der Aktivitäten vor Ort

Die Bündnisinitiative zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Tamil Nadu ist offiziell gestartet: Anfang Juli haben die beteiligten Bündnismitglieder die Verträge unterzeichnet. Damit sind vielfältige Aktivitäten angestoßen, die bessere Arbeitsbedingungen in der lokalen Textilindustrie zum Ziel haben. Bereits im vergangenen Jahr war mit einem Auftaktworkshop mit Vertreter/-innen der Textilindustrie im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu dafür erfolgreich der Grundstein gelegt werden.

Vertrag für Tamil Nadu-Bündnisinitiative unterzeichnet: Start der Aktivitäten vor Ort

Die Bündnisinitiative zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Tamil Nadu ist offiziell gestartet: Anfang Juli haben die beteiligten Bündnismitglieder die Verträge unterzeichnet. Damit sind vielfältige Aktivitäten angestoßen, die bessere Arbeitsbedingungen in der lokalen Textilindustrie zum Ziel haben. Bereits im vergangenen Jahr war mit einem Auftaktworkshop mit Vertreter/-innen der Textilindustrie im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu dafür erfolgreich der Grundstein gelegt werden.

Im Fokus der Aktivitäten unter dem Dach des Bündnisses für nachhaltige Textilien stehen insbesondere Spinnereien: Ungefähr 80% der Beschäftigten sind hier Frauen, darunter auch Minderjährige. Ausbeutung über Pauschalverträge, Löhne unterhalb des offiziellen Mindestlohns, exzessive Überstunden, Unterdrückung von Gewerkschaften, fehlende Vereinigungsfreiheit und sexuelle Belästigung stellen für die Mitarbeiter/-innen vor Ort eine Gefahr dar.

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