Aktuelles

Gestaltetes T-Shirt

© Spiegel Bild

Höhepunkt der Fashion Revolution Week und Themenreihe „Rethink Fashion!“: Einladung zur Ausstellung #eintshirtzumleben und Fairlosung von nachhaltiger T-Shirt-Kunst

Gemeinsame Pressemitteilung

Bonn/Köln. Der 24. April ist weltweit der wichtigste Aktionstag für faire Mode und Abschluss der globalen Aktionswoche Fashion Revolution Week. Er findet am Jahrestag des Einsturzes des Gebäudes „Rana Plaza“ mit mehreren Textilfabriken in Bangladesch im Jahr 2013 statt. Die Bonner Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. lädt daher am Sonntag, 24. April 2022 zum Abschluss ihrer Solidaritäts- und Bildungskampagne #eintshirtzumleben ins Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) Köln ein. Gleichzeitig markiert dies den Höhepunkt ihrer Kooperation im Rahmen der Nachhaltigkeits-Themenreihe „Rethink Fashion!“.

Textilarbeiterinnen in Bangladesch an den Nähmaschinen

© Taslima Akter

Offener Brief an Europäische Union: Lieferkettengesetz muss Geschlechtergerechte Sorgfaltspflichten gewährleisten

Der am 23. Februar 2022 von der EU angenommene Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz ist ein Erfolg. Damit werden Regeln für die Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechtsstandards in globalen Wertschöpfungsketten festgelegt. Die Folgen unternehmerischen Handelns auf Frauen und Mädchen werden jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. Deshalb unterzeichnen 82 Organisationen, darunter auch FEMNET, einen offenen Brief an die Europäische Union mit der Forderung den Text nachzubessern, um geschlechtsspezifische Ungleichheiten und Diskriminierung in globalen Wertschöpfungsketten zu bekämpfen.

Arbeitsausweis von Jeyasre Kathiravel. © Handout

Großer Erfolg in Indien: H&M unterzeichnet Vertrag mit indischem Produzenten Eastman zum Stop von geschlechtsspezifischer Gewalt

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu wurde die Arbeiterin Jeyasre (20 Jahre) am 5. Januar 2021 von ihrem Aufseher vergewaltigt und ermordet. Das Worker Rights Consortium (WRC) führte daraufhin im Auftrag von H&M eine unabhängige Untersuchung durch. Es folgten Gespräche zwischen H&M und Eastman einerseits sowie der Gewerkschaft Tamil Nadu and Common Union (TTCU) andererseits. Das Ergebnis ist ein rechtlich bindendes Abkommen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

© Adler Mannheim/Sörli Binder

Adler fliegen auf Nachhaltigkeit: Mannheimer Eishockeyklub engagiert sich für öko-faires Merchandising

Gemeinsame Pressemitteilung von Global Nature Fund (GNF) und FEMNET

Der Einkauf ist ein wesentlicher Aspekt in der Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen. Wie ihn Firmen zeitgemäß ausrichten können, zeigt aktuell ein Verein der Deutschen Eishockey-Liga: Zum Tag des Sports setzt der DEL-Club Adler Mannheim, unterstützt vom Projekt FAIR WEAR WORKS mit seiner Entscheidung für nachhaltige Beschaffung, ein Zeichen für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und die Verringerung von Umweltauswirkungen der Textilproduktion entlang der Lieferkette. 

Näherinnen in einer Fabrik in Bangalore, Indien.

Gendergerechte Gesundheit im Fokus: Start einer neuen Multi-Akteurs-Initiative im Bekleidungs- und Schuhsektor

Im April nimmt eine neue Initiative in der Textil- und Schuhindustrie Fahrt auf. Ziel ist, die gesundheitliche Situation der Arbeiter*innen zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Produktionsregionen in Indien und Indonesien sowie Handlungsmöglichkeiten in Deutschland. Die Organisationen FEMNET e.V. und SÜDWIND-Institut initiieren die Initiative in Deutschland. „Wir wollen von Anfang an die Bedarfe aller relevanten Stakeholder berücksichtigen. Dazu gehören die Arbeiter*innen vor Ort, lokale Gewerkschaften und andere zivilgesellschaftliche Organisationen. Gleichzeitig ist uns wichtig, Unternehmen, bestehende Initiativen und zuliefernden Betriebe mit einzubeziehen“, führt Projektleiterin Lisa Carl von FEMNET aus.

Junge Textilarbeiterin legt Fadenspulen in einer Spinnerei nach

Textilbündnis: Die Bündnisinitiative Tamil Nadu 2.0 startet erfolgreich in die zweite Phase

Das gemeinsame Engagement für verbesserte Beschwerdestrukturen in Spinnereien und die Förderung des Stakeholder-Dialogs gehen weiter. Die Bündnisinitiative Tamil Nadu ist im November 2021 in die zweite Phase gestartet. Nun liegt das Hauptaugenmerk auf rund 40 Spinnereien in den vier Distrikten Coimbatore, Dindigul, Erode und Tiruppur.

Neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie FEMNET beteiligen sich erneut die vier Bündnisunternehmen Tchibo, die Otto Group, KiK und die HUGO BOSS AG an dem Projekt. Wie schon in der ersten Projektphase organisiert die lokale NGO SAVE die Implementierung vor Ort.

Steigende Infektionszahlen und erneute Lockdowns im indischen Bundesstaat sorgten für Verzögerungen. Doch nun nimmt das Projekt Fahrt auf und die ersten Trainings und Fabrikbesuche konnten stattfinden.

Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die Modeindustrie

Putins Angriff auf die Ukraine hat weitreichende Folgen für die Menschen in der Ukraine, Russland und Europa. Auch die Modeindustrie reagiert auf den Krieg. So stoppen zahlreiche Modeunternehmen ihre Geschäftstätigkeiten in Russland. Gleichzeitig wirken sich die Sanktionen gegen Putin auf textile Lieferketten aus und Textilfabriken in der Ukraine werden durch Angriffe zerstört.

Disclaimer: Dieser Bericht stützt sich auf Informationen, die wir aus verschiedenen Medien zusammengetragen haben. Eine Zusammenstellung finden Sie auch in unserem aktuellen News-Update. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Angaben aufgrund der aktuellen Lage nachprüfbar sind.

Demonstrierende Gewerkschafterinnen in Bangalore, Indien

© SAVE, Indien

Ratifizierung der ILO Konvention 190 gefordert

Im Rahmen des Textilbündnisses hat FEMNET vorgeschlagen, zum Frauentag am 8. März die Bundesregierung in einem Offenen Brief aufzufordern, endlich die ILO Konvention 190 gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz zu ratifizieren. Insgesamt haben 32 Bündnismitglieder, darunter 17 Unternehmen, einen Brief an Minister Heil (Arbeitsministerium) und Ministerin Schulze (BMZ) unterzeichnet. 

FEMNET-Statement zum Internationalen Frauentag 2022

Putins grausamer Krieg in der Ukraine zeigt uns abermals, welch zerstörerischen Kräfte Diktaturen entfalten können – und wie wichtig Widerstand, ein aktiver Schutz der Menschenrechte sowie eine starke Zivilgesellschaft sind. Wir erklären uns solidarisch mit den mutigen Menschen in der Ukraine, die gegen den gewaltsamen Angriff und um ihr Leben kämpfen. Zum Weltfrauentag erklären wir uns insbesondere solidarisch mit all den Frauen, die Not und Gewalt ausgesetzt sind.

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