Aktuelles

FEMNET-Forderungen an Modeunternehmen

FEMNET hat im Frühjahr 2018 einen Zusammenstellung von Forderungen an Modeunternehmen zusammengestellt. Diese Forderungen hat basierenauf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitsätzen, der ILO MNU Erklärung und dem Nationalen Aktionsplan.

Lesen Sie unserer Zusammenstellung hier im Wortlaut.

Übergabe von Unterschriften an Primark für mehr Transparenz – großer Erfolg

Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Am 3. Februar 2018 hat FEMNET zusammen mit anderen Aktiven dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Wir machten darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll. Auch in weiteren Städten in Deutschland, Europa und sogar Hongkong gab es Aktionen.

Diese Aktion war ein voller Erfolg!  Am 7.2.2018, also drei Werktage nach unserer Aktion, veröffentlichte Primark seine Lieferantenliste. Wir stellen fest: Öffentlicher Druck wirkt! Vielen Dank an alle, die uns hierbei unterstützt haben.

Unterschriftenübergabe der #GoTransparent-Kampagne durch FEMNET in Köln bei Primark

Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Unterschriftenübergabe am 03.02.2018 an Primark in Bonn.
Foto: © FEMNET e.V.
70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Am Samstag 3. Februar 2018 um 17 Uhr werden Aktive der Kampagne für Saubere Kleidung, darunter Vertreterinnen des in Bonn ansässigen Frauenrechtsvereins FEMNET, dem Billig-Hersteller Primark in seiner Filiale in Köln einen goldenen Geschenkkarton mit 70.000 Unterschriften übergeben. Sie machen darauf aufmerksam, dass Primark Transparenz über seine Lieferkette herstellen und die Namen seiner Lieferanten offen legen soll.

70.000 Menschen fordern Armani und Primark auf, offenzulegen, wo sie ihre Kleidungen herstellen lassen

Übergabe der Protestunterschriften in Hong Kong an Armani am 09.01.2018. Foto: © CCC Hong KongÜbergabe der Protestunterschriften in Hong Kong an Armani-Vertreter_innen am 09.01.2018. Foto: © CCC Hong Kong70.000 Menschen appellieren an die großen Bekleidungsmarken und Einzelhändler Armani, Primark, Urban Outfitters, Forever 21 und Walmart Transparenz zu ihrem Neujahrsvorsatz zu machen und die Fabriken zu veröffentlichen, die ihre Kleidung produzieren. Den ganzen Januar über werden Aktivist_innen der Luxusmarke Armani und dem Billig-Hersteller Primark goldene Geschenkkartons mit Unterschriften in europäischen Großstädten übergeben. Auch andere Marken dürfen jederzeit mit Unterschriften auf ihren Türschwellen rechnen.

Workshops zu sozial verantwortlicher öffentlicher Beschaffung für Studium, Ausbildung und Fortbildung von Mitarbeiter_innen der öffentlichen Verwaltung

Faire öffentliche Beschaffung wird immer wichtiger. Aber warum, wie und auf welcher rechtlichen Grundlage kann sie umgesetzt werden? Dieses Wissen vermitteln wir aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter_innen der öffentlichen Verwaltung.

Auf der Grundlage von vier Themenmodulen setzen erfahrene Referent_innen Workshops an Berufsschulen, Verwaltungshochschulen und Fortbildungsakademien um:

  • Modul 1: Soziale Kriterien im Vergaberecht
  • Modul 2: Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten
  • Modul 3: Nachweisführung mit ökologischen und sozialen Produktsiegeln
  • Modul 4: Best-Practice-Ansätze zur sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung

Das Angebot hat FEMNET in Zusammenarbeit mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk, dem Eine Welt Leipzig e.V. und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen erstellt. Die Workshops sind in der Regel für die (Hoch)schulen dank der Fördermittel im Projekt „Gute Arbeit fairbindet“ kostenlos.

Kontaktieren Sie uns gerne, um unsere Workshops an Ihrer Bildungseinrichtung durchzuführen. Alle Details zu unserem Angebot finden Sie in unserem Flyer (PDF-Datei).

Video 'Fast Fashion kills - Solidarity works!'

Zwei Aktivistinnen aus Bangladesch haben auf einer Rundreise durch Deutschland den Menschen die Augen geöffnet über die Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie ihres Landes. Sie haben den Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gezeigt, was der Kampf für bessere Arbeitsrechte für Gewerkschafter_innen und Aktivist_innen in Bangladesch bedeutet: Angesichts drohender Schikane, Beschimpfung, Entlassung, Inhaftierung und Gewaltanwendung braucht es dafür jede Menge Mut. Diesen Mut beweisen Kalpona Akter und Mim Akter Tag für Tag durch ihre Arbeit. Hier ist das Video zu ihrer Rundreise.

 

 

Das Textilbündnis: Rückblick auf das Jahr 2017 und Ausblick auf 2018

Steuerungskreis des Textilbündnisses bei der Klausurtagung  am 23.11.2017. Foto: ©  TextilbündnisSteuerungskreis des Textilbündnisses bei der Klausurtagung am 23.11.2017. Foto: © TextilbündnisDas Textilbündnis besteht nun schon seit drei Jahren, aber erst seit Juni 2015 erfolgte der breite Beitritt der Textil(handels)unternehmen. Heute sind rund 90 Unternehmen Mitglied, sie verantworten rund die Hälfte des Textilienumsatzes in Deutschland. Außerdem sind Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), rund 20 NROs, Standardorganisationen wie GOTS und Fairtrade und Gewerkschaften im Bündnis je nach Organisation unterschiedlich aktiv.

Mit dem Jahr 2017 geht eine intensive Testphase im Textilbündnis zu Ende: Alle Mitglieder mussten individuelle Aktionspläne (sog. Roadmaps) für das Jahr 2017 erstellen. Diese Aktionspläne wurden einer gründlichen Prüfung unterzogen, ob sie den selbstgesetzten Zielen des Bündnisses entsprachen und einen Fortschritt für das jeweilige Mitglied darstellten. Und schließlich verabschiedete der Steuerungskreis des Textilbündnisses Ende November verbindliche Zeit- und Mengenziele für die Jahre 2018 bis 2020, die jedes Mitglied bearbeiten muss. Es ist also viel geschehen im Textilbündnis – und dennoch stehen auch für das Jahr 2018 wichtige Weichenstellungen an.

GLU Aktivistinnen.

© Sina Marx/FEMNET

Für bessere Durchsetzung der Rechte von Frauen, Müttern und Kindern: Projektbesuch in Indien

Im November 2017 besuchte Sina Marx, bei FEMNET verantwortlich für den Solidaritätsfonds, die FEMNET-Partnerorganisationen Cividep und Munnade in Südindien. Mit Cividep zusammen schaute sie sich Kinderbetreuung in Bekleidungsfabriken in Bangalore an. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes setzen sich FEMNET und Cividep seit 2015 für eine Verbesserung der Kinderbetreuung in den Zuliefererfabriken großer Markenunternehmen ein und machen sich mit der Kampagne #WerPasstAuf? auch in Deutschland dafür stark.

Zusammen mit der von FEMNET unterstützten Nichtregierungsorganisation Munnade und der Gewerkschaft Garment Labour Union (GLU) besuchte sie Näherinnen zuhause. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

H&M versprach existenzsichernden Lohn ab 2018 - Kampagne für Saubere Kleidung erinnert an die noch ausstehende Umsetzung

Heute vor vier Jahren, am 25. November 2013, machte der Modekonzern H&M eine richtungsweisende Ankündigung. Bis 2018 sollen die rund 850.000 für das Unternehmen produzierenden Näher*innen einen existenzsichernden Lohn bekommen. In Bangladesch verdienen Näher*innen in Zulieferfabriken von H&M derzeit rund 87 US-Dollar pro Monat. Dieses Durchschnittseinkommen liegt knapp unter der von der Weltbank errechneten Armutsgrenze von 88 US-Dollar pro Monat.

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