Aktuelles

Fabrikhalle mit Näherinnen an den Maschinen

© CIVIDEP, Indien

Überarbeitung des Fabrikgesetzes in Karnataka und seine Folgen für Arbeiterinnen, Marken und Lieferanten im Bekleidungssektor

Im indischen Bundesstaat Karnataka, mit seiner Hochburg der Textilindustrie Bengaluru, stehen drastische Änderungen eines wichtigen Arbeitsgetzes kurz vor der Umsetzung. Der sogenannte Factories Bill 2023, Karnataka Amendment löst einen bis dato geltenden Standard ab. Wichtige arbeitsrechtliche Errungenschaften wie etwa die Abschaffung von Nachtschichten oder die Einführung des 8-Stunden-Tagen sollen aufgehoben werden. Das geänderte Gesetz soll den Zulieferern mehr Spielraum gewähren, um flexibler auf Auftragslagen reagieren zu können. Die Arbeitsrechtorganisation Cividep erwartet deutliche Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen für tausende weibliche Beschäftigte.

Logo Justice is everybody's business

© Justice is Everybody’s Business

Der nächste Schritt für ein starkes EU-Lieferkettengesetz – jetzt mitmachen!

Schon lange setzen wir uns gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz, zahlreichen Organisationen und der Zivilgesellschaft für den Schutz von Menschenrechten, Klima und Umwelt in Lieferketten ein. Am 1. Juni können stimmen die Abgeordneten im Europäischen Parlament über ihre Position zum EU-Lieferkettengesetz ab. Zusammen wollen wir ihnen noch einmal deutlich machen: Es ist wichtig, jetzt für das europäische Lieferkettengesetz zu stimmen!

Arbeiterinnen bei einer Demonstration der Gewerkschaft NGWF in Bangladesch

© FEMNET

„Zalando hat bei sozialer Nachhaltigkeit hohen Nachholbedarf“

Anlässlich der virtuellen Hauptversammlung des Online-Händlers Zalando am 24. Mai 2023 stellte Dr. Gisela Burckhardt, Zalando-Aktieninhaberin und Vorstandsvorsitzende von FEMNET e.V., kritische Fragen. Konkrete Antworten darauf blieben jedoch weitestgehend aus.

Screenshot der Webseite 'Kompass Nachhaltigkeit' - Mein Kompass

© Engagement Global / Kompass Nachhaltigkeit

FEMNET entwickelt digitalen „Nachweisfragebogen-Generator“

Ganz ohne Excel-Kenntnisse können Beschaffer*innen mithilfe eines neuen Online-Tools künftig interaktive Nachweisfragebögen für bietende Unternehmen erstellen, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien abzufragen. Der Nachweisfragebogen-Generator ist ab Sommer 2023 kostenfrei nutzbar im neuen Login-Bereich „Mein Kompass“ beim Kompass Nachhaltigkeit der SKEW.

Frauen lächeln in die Kamera, während sie für Ihre rechte als Textilarbeiterinnen demonstrieren.

© FEMNET

Feministische Entwicklungspolitik: Einordnung des Strategiepapiers des BMZ

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit veröffentlichte im März 2023 sein Strategiepapier „Feministische Entwicklungspolitik – Für eine gerechte und starke Gesellschaft weltweit.“, nachdem es Anfang 2022 bereits Leitlinien zum Thema vorgestellt hatte. Diese hatte FEMNET kritisch kommentiert. Das neue Strategiepapier liefert nun weitere Aspekte, die zur Bekämpfung der Geschlechterungleichheit beitragen sollen. Können damit die Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie verbessert werden?

© FEMNET

„Made in Bangladesh“ – Filmabende an der ESG Bonn und der ALANUS Hochschule

Was hat sich seit dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes vor 10 Jahren verändert? – Gemeinsam mit den Studierenden der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Bonn und der ALANUS Hochschule (HS) ist FEMNET dieser Frage an zwei Filmabenden mit anschließenden Diskussionsrunden nachgegangen.

Weltkugel mit digitalem Netzwerk

© geralt | pixabay.com

Neue FEMNET-Studie: Ist rückverfolgbar gleich nachhaltig?

Technische Lösungen zur Rückverfolgung textiler Produkte könnten ein wichtiges Werkzeug sein, um geprüfte Informationen zur Nachhaltigkeit in Lieferketten, Produkten und Unternehmen zusammenzuführen. Im Rahmen einer Studie hat FEMNET untersucht, wie sie in der Nachweisführung der öffentlichen Vergabe Anwendung finden könnten – und wo derzeit noch Grenzen liegen.

Durch Upcycling gestaltete T-Shirts hängen an einer Garderobe

© FEMNET

Anstoß für kreative Lösungsideen: Eine FEMNET Referentin berichtet aus der Praxis

Fast Fashion isn‘t free. Someone, somewhere is paying.
(Lucy Siegle)

Unter diesem Motto fand am 22. April 2023 ein Tagesworkshop für die Konfirmand*innen der Evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Beuel statt. Selbstkritische Reflexionen zum Fast Fashion Konsum und kreative Lösungsideen sind Ergebnisse dieses Tages.

Überlebende des Rana Plaza Einsturzes: Taslima, Anjura und Nilufa in Dhaka vor dem Denkmal zur Ehren der Opfer an der Stelle, wo Rana Plaza stand

© Lavinia Muth

Eine Branche im Wandel? Das Gedenken an Rana Plaza wirft Licht und Schatten auf die globale Modeindustrie

Die Fashion Revolution Week oder #RememberingRanaPlaza, wie die Betroffenen in Bangladesch das Erinnern an den Einsturz des Fabrikgebäudes am 24. April 2013 nennen, zeigt auch zehn Jahre nach dem Unglück, dass trotz vieler Fortschritte von einer Revolution in der Textilbranche (noch) nicht die Rede sein kann. Das hat unterschiedliche Gründe.

Videobild

Erster Beschwerdefall nach deutschem Lieferkettengesetz eingereicht

Gemeinsame Presseerklärung von FEMNET, NGWF und ECCHR

„10 Jahre nach Rana Plaza gibt es noch immer Fabriken in Bangladesch, die für internationale Konzerne wie Amazon, IKEA oder Tom Tailor Kleidung produzieren, in denen es kaum Sicherheitskontrollen gibt. Das können wir nicht länger hinnehmen“, sagt Amirul Haque Amin, Präsident und Mitbegründer der National Garment Workers Federation (NGWF).

FEMNET, ECCHR und NGWF reichen auf Grundlage des im Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettengesetzes die erste Beschwerde gegen Amazon und IKEA bei einer deutschen Behörde, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, ein. Grundlage dafür ist eine im März 2023 in Bangladesch durchgeführte Recherche der Gewerkschaft National Garment Workers Federation (NGWF) bei der Sicherheitsmängel wie fehlende Inspektionen aber auch andere Arbeitsrechtsverletzungen wie mangelnde Gewerkschaftsfreiheit festgestellt wurden.

Arbeiterinnen bei einer Demonstration der Gewerkschaft NGWF in Bangladesch

© NGWF

10 Jahre nach Rana Plaza: Was hat sich getan?

10 Jahre ist der Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Bangladesch her, bei dem mehr als 1000 Menschen starben. Die Gebäudesicherheit in den Fabriken ist durch internationale Abkommen, wie dem Accord, verbessert worden. Aber was hat sich in Bezug auf die Arbeitsbedingungen getan? Im Februar waren wir in Bangladesch und haben mit unserer Partnerorganisation NGWF gesprochen.

fashion interACTION – vernetzt – fair – informiert

…so heißt das Netzwerk für Studierende, die sich im Bereich Mode und Menschenrechte engagieren.

Wir transformieren die Bekleidungsindustrie, bündeln unsere Kompetenzen und bieten eine Möglichkeit für regelmäßigen Austausch. Mit Hilfe einer digitalen Plattform schaffen wir einen Raum für Informations-, Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltungen sowie Möglichkeiten zum Skill- und Ressourcensharing. Denn gemeinsam können wir mehr bewegen: Mit mehr Vernetzung, mehr Wissen, mehr Handeln, mehr Lösungen, mehr Aktivismus, sorgen wir  mit Nachdruck für mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Schutz natürlicher Ressourcen.

Lasst uns strukturelle Veränderungen in der Bekleidungsindustrie anstoßen!

Collage der Klasse 8d aus Bobingen

Klima & Klamotten in Augsburg – Erfahrungsbericht einer Schülerin

Am 27. und 28. März 2023 gestaltete FEMNET zwei Projekttage in der 8. Klasse der Bobinger Realschule. Eine Schülerin berichtet aus der Praxis.

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