Aktuelles

© Taslima Akter

Gemeinsame Front gegen ausbeuterische Einkaufspraktiken – Neue asiatische Initiative erarbeitet Leitlinien für Unternehmen

Textilherstellerverbände aus sechs asiatischen Ländern haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um ihre Verhandlungsposition für bessere Einkaufspraktiken gegenüber westlichen Modemarken zu stärken. Denn sie stehen vor denselben Herausforderungen - stornierte Aufträge, Zahlungsrückstände und Preisnachlasse während der Corona Pandemie bedrohen die gesamte Textilindustrie und führen damit zu Lohnkürzungen und -ausfällen bei den Näherinnen.

70 Ökonom*innen fordern Lieferkettengesetz

In einem öffentlichen Aufruf sprechen sich 70 Wirtschaftswissenschaftler*innen (PDF-Datei) für die Einführung eines Lieferkettengesetzes in Deutschland aus. Aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive sei ein Lieferkettengesetz notwendig und machbar, so die Unterzeichner. Das Vorhaben ist zwischen den Koalitionsparteien seit Monaten umstritten und wird immer wieder hinausgezögert.

© FEMNET

Sustainability in Trade: Eine Frage der Transparenz?

Themenreihe zu Transparenz in Lieferketten für Fairtrade-Universities, SoSe 2021 & WiSe 2021/2022

Gemeinsames Angebot von TransFair e.V. und FEMNET e.V.

Transparenz in globalen Lieferketten ist eine der Hauptforderungen bei der Debatte um gerechte Handelsbeziehungen. Nur wer weiß, wo und unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde, kann Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung auf verschiedenen Produktionsstufen sichtbar machen und wirksam bekämpfen.

„Der grüne Knopf“: Staatliches deutsches Metasiegel garantiert keinen Menschenrechtsschutz

Gemeinsame Pressemitteilung von FEMNET e.V. und Public Eye

Zürich/Lausanne, Bonn. FEMNET und Public Eye haben zusammen die Berichterstattung von Modeunternehmen analysiert, deren Produkte mit dem «Grünen Knopf» des deutschen Entwicklungsministeriums zertifiziert sind. Das ernüchternde Resultat ein Jahr nach dem Start des Grünen Knopf: Die öffentliche Berichterstattung vieler Firmen ist unzureichend. Standard und Prüfprozess weisen Mängel auf, so dass der Grüne Knopf in der Praxis nicht liefert, was sich viele von ihm versprechen: Kleider und Textilwaren, die ohne Ausbeutung und Umweltverschmutzung hergestellt wurden. Siegelgeber und -nehmer müssen dringend nachbessern.

2020 – Mit Abstand bewegend

Bevor sich das FEMNET-Team in die Betriebsferien (21.12. – 02.01.) verabschiedet, blicken wir noch einmal auf ein Jahr zurück, das noch lange nachklingen wird.

„2020 wird ein grandioses Jahr …“, mit diesem erwartungsvollen Ausblick haben wir uns vor genau einem Jahr in die Weihnachts- und Silvesterpause verabschiedet.

Im Rückblick erscheint das Jahr tatsächlich überwältigend, allerdings in einem Sinne, mit dem keiner gerechnet hat. Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Pläne wurden hinfällig, Projekte gestoppt, Veränderungen notwendig.

© Anne Bienias

#PayYourWorkers – Globale Proteste zeigen Wirkung

Seit Beginn der Coronakrise protestieren Textilarbeiter*innen weltweit für die Fortzahlung ihrer Löhne und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Die Lohnausfälle, auch für bereits gefertigte Waren, sind immens. Viele Unternehmen entziehen sich ihrer Verantwortung gegenüber den Textilarbeiter*innen, da sie keine Konsequenzen fürchten müssen. Die internationalen Proteste erzielen jedoch auch erste Erfolge.

© FEMNET

Aktiv für Menschenrechte in der Mode – Veranstaltungsreihe mit dem autonomen Frauen*Referat der Uni Wuppertal

Wie beeinflusst das eigene Konsumverhalten oder alternative Wirtschaftsformen das gesellschaftliche Zusammenleben von morgen? Dieser Frage widmete sich das autonome Frauen*Referat des AstA gemeinsam mit FEMNET in einer Veranstaltungsreihe.

© Sina Marx | FEMNET, Dhaka 2019

Gewalt am Arbeitsplatz verhindern – Umsetzung steckt auf EU-Ebene fest

Am 25. November ist der Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Konvention 190 gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bereits im Juni 2019 verabschiedet. Ratifiziert wurde sie in der EU trotz Zuspruch vieler Länder allerdings noch nicht. Einzelne Staaten lehnen die Vereinbarung ab. FEMNET und die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, kurz: CCC) veröffentlichen nun ein Positionspapier, das die Dringlichkeit belegt.

Cover des Syntheseberichts

Bericht mit Handlungsempfehlungen zur Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht trotz Covid-19-Krise erschienen

Für die Arbeiter*innen verbindet sich damit seit Beginn der Krise das Risiko einer COVID-19-Infektion mit dem verschärften Risiko extremer wirtschaftlicher Not. Zudem sind seit Beginn der Krise Gewerkschaften vermehrt Diskriminierung ausgesetzt. Einige Produktionsländer, insbesondere Indien und Indonesien setzen angesichts der Wirtschaftskrise auf eine Herabsetzung der Schutzstandards in ihren Arbeitsgesetzen.

Der „Synthese-Bericht: Auswirkungen von COVID-19 auf die Textilindustrie“ (PDF-Datei)stellt auf Grundlage einer systematischen Analyse bestehender Berichte konkrete Handlungsoptionen und Best Practices zusammen. Die Handlungsoptionen zeigen, wie Unternehmen negative Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Arbeiter*innen in der Lieferkette vermeiden oder zumindest mildern können und so menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen.

Brief an Bundesarbeitsminister Heil – Deutschland muss die Ratifizierung der Konvention 190 vorantreiben

Im Juni 2019 hat die internationale Arbeitsorganisation (ILO) nach langen Jahren der Verhandlung endlich die Konvention 190 gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz verabschiedet. Bisher haben aber nur Uruguay und Fiji die Konvention unterzeichnet.

Vernetzung für mehr faire Beschaffung

Wie können Nachhaltigkeitskriterien konkret in Vergabeverfahren verankert werden? Dazu diskutierte ein deutschlandweites Fachpublikum beim Online-Vernetzungs- & Fortbildungstreffen am 23. und 24. Oktober 2020.

Grafik: Junge Schülerin am Laptop

Ankündigung: Workshops für Schüler*innen und Jugendliche jetzt auch als Webinar

Menschenrechts- und Umweltbildung bleibt auch in Zeiten von Corona relevant. Wir möchten Schulen darin unterstützen, die Themen in ihre Bildungsarbeit zu integrieren – auch wenn wir derzeit nicht in Präsenz vor Ort sein können.

© FEMNET

Gemeinsam aktiv für Menschenrechte in der Mode – Weiterbildung für Referent*innen in der Bildungsarbeit an Hochschulen und Schulen

Die Schulungs- und Netzwerkveranstaltung für alle Referent*innen der Bildungsarbeit, die FEMNET-Multiplikator*innenschulung, fand aus aktuellem Anlass in diesem Jahr in einem angepassten Format statt.

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