Aktuelles

Rukmini Puttaswamy

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Auszeichnung für langjährige FEMNET-Partnerin: Indische Frauenrechtlerin Rukmini V. Puttaswamy erhält Preis der Bremer Senatskanzlei

Der 17. Bremer Solidaritätspreis wird in diesem Jahr auf Vorschlag von FEMNET der Gewerkschafterin Rukmini Puttaswamy von Munnade/GLU verliehen.

Näherin in Bangladesch.

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Die Corona-Pandemie in Bangladesch und Indien: Zahlen geben weiteren Einblick in die Folgen der Krise

Laut Schätzungen des Unternehmerverbands BGMEA gingen im Jahr 2020 in Bangladeschs Textilindustrie rund 400.000 Arbeitsplätze verloren. Auch nach Wiederaufnahme der Produktion, arbeiten viele Fabriken noch nicht mit voller Auslastung. Zugesagte finanzielle Hilfen der EU und Deutschland für betroffene Näher*innen sind bis heute nicht vollständig geflossen. Auch in Indien ist die Lage weiter kritisch.

Arbeitsausweis von Jeyasre Kathiravel. Foto: Handout

Ermordung einer Arbeiterin wirft erneut ein Licht auf strukturelle Gewalt in den Fabriken Indiens

Gewalt an Frauen ist in Indiens Fabriken bitterer Alltag. Am 5. Januar 2021 wurde eine junge Frau, die in der Textilfabrik Natchi in Südindien arbeitet, tot aufgefunden - ermordet von ihrem Aufseher. In dieser Fabrik lassen H&M und Lidl produzieren. FEMNET hat beide Unternehmen angeschrieben und gefragt, welche Schritte sie unternehmen werden. Beide Unternehmen haben bisher keinerlei Maßnahmen ergriffen.

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Das Lieferkettengesetz kommt! - Jedoch mit Kompromissen

Nach monatelangen Verhandlungen gibt es nun endlich eine Einigung für ein Lieferkettengesetz. Zukünftig sind Unternehmen dazu verpflichtet entlang ihrer Lieferketten Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung zu vermeiden. Kompromisse gibt es bei der zivilrechtlichen Haftung für Unternehmen. Fraglich bleibt deshalb, wie wirkungsvoll das neue Gesetz bei Verstößen ist.

Verspätet legt die Bundesregierung endlich einen Leitfaden vor

Ein Bündnis aus zwölf Nichtregierungsorganisationen kritisiert, dass die Bundesregierung keine verbindlichen Schritte geht, um die Textilbeschaffung der Bundesverwaltung fair und nachhaltig zu gestalten. Denn im jüngst veröffentlichten „Leitfaden der Bundesregierung für eine nachhaltige Textilbeschaffung in der Bundesverwaltung“ fehlt der angekündigte Stufenplan. Die Bundesministerien verfehlten klar ihr eigenes Ziel, bis 2020 die Hälfte der Textilien nach sozialen und ökologischen Kriterien zu beschaffen.

© Taslima Akter

Gemeinsame Front gegen ausbeuterische Einkaufspraktiken – Neue asiatische Initiative erarbeitet Leitlinien für Unternehmen

Textilherstellerverbände aus sechs asiatischen Ländern haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um ihre Verhandlungsposition für bessere Einkaufspraktiken gegenüber westlichen Modemarken zu stärken. Denn sie stehen vor denselben Herausforderungen - stornierte Aufträge, Zahlungsrückstände und Preisnachlasse während der Corona Pandemie bedrohen die gesamte Textilindustrie und führen damit zu Lohnkürzungen und -ausfällen bei den Näherinnen.

70 Ökonom*innen fordern Lieferkettengesetz

In einem öffentlichen Aufruf sprechen sich 70 Wirtschaftswissenschaftler*innen (PDF-Datei) für die Einführung eines Lieferkettengesetzes in Deutschland aus. Aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive sei ein Lieferkettengesetz notwendig und machbar, so die Unterzeichner. Das Vorhaben ist zwischen den Koalitionsparteien seit Monaten umstritten und wird immer wieder hinausgezögert.

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Sustainability in Trade: Eine Frage der Transparenz?

Themenreihe zu Transparenz in Lieferketten für Fairtrade-Universities, SoSe 2021 & WiSe 2021/2022

Gemeinsames Angebot von TransFair e.V. und FEMNET e.V.

Transparenz in globalen Lieferketten ist eine der Hauptforderungen bei der Debatte um gerechte Handelsbeziehungen. Nur wer weiß, wo und unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde, kann Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung auf verschiedenen Produktionsstufen sichtbar machen und wirksam bekämpfen.

„Der grüne Knopf“: Staatliches deutsches Metasiegel garantiert keinen Menschenrechtsschutz

Gemeinsame Pressemitteilung von FEMNET e.V. und Public Eye

Zürich/Lausanne, Bonn. FEMNET und Public Eye haben zusammen die Berichterstattung von Modeunternehmen analysiert, deren Produkte mit dem «Grünen Knopf» des deutschen Entwicklungsministeriums zertifiziert sind. Das ernüchternde Resultat ein Jahr nach dem Start des Grünen Knopf: Die öffentliche Berichterstattung vieler Firmen ist unzureichend. Standard und Prüfprozess weisen Mängel auf, so dass der Grüne Knopf in der Praxis nicht liefert, was sich viele von ihm versprechen: Kleider und Textilwaren, die ohne Ausbeutung und Umweltverschmutzung hergestellt wurden. Siegelgeber und -nehmer müssen dringend nachbessern.

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