Aktuelles

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Jahresthema 2020 im Textilbündnis: Geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz

Das Bündnis für nachhaltige Textilien macht geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz zum neuen Jahresthema 2020. Hierfür hat sich FEMNET stark gemacht, denn eine Auswertung der bestehenden Roadmaps (Jahrespläne) der Mitgliedsunternehmen hatte ergeben, dass kein einziger Hersteller explizite Maßnahmen gegen Frauendiskriminierung in seiner Lieferkette ergriffen hat.

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Öffentliche Beschaffung „auf den Knopf gestellt“ – neue Inhalte bei Schulung zu fairer Vergabe

Unter welchen Bedingungen wird Berufsbekleidung gefertigt? Welche neuen Richtlinien gibt es für die öffentliche Vergabe? Und wie stehen Unternehmen zu fairer Berufsbekleidung? Mit Fragen wie diesen haben wir die öffentliche Beschaffung während unserer Multiplikator_innenschulung im Oktober 2019 wieder ordentlich „auf den Knopf gestellt“.

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Proteste für sichere Fabriken: Brand in Tazreen Fabrik vor sieben Jahren

Am 24.11.2012 brach in der Tazreen Fabrik in Bangladesch abends um 18.30 Uhr ein Brand aus. Von den über 1000 Arbeiter/innen befanden sich noch 600 in der Fabrik. Es gab keine Fluchtausgänge ins Freie und die Fenster waren vergittert. Einige Arbeiter_innen konnten die Ventilatoren aus dem Fenster reißen und durch die Lücke aus großer Höhe in die Tiefe springen. Im Feuer, beim Sprung aus der Höhe und später an den Folgen starben 125 Arbeiter_innen, 150 verletzten sich, teils schwer.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: ILO Konvention 190 umsetzen, Gewalt am Arbeitsplatz verhindern

Seit 1991 rufen Frauenrechtsorganisationen jedes Jahr am 25. November zu einer 16-tägigen Kampagne gegen Gewalt an Frauen auf. Vom internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, macht die Kampagne auf Gewalt gegen Frauen - als eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen - aufmerksam.

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"Klima & Kleidung - All of us for Future" - Das Bonner Spendenparlament fördert FEMNET-Projekt

Am 19. November 2019 traf sich das Bonner Spendenparlament zu seiner 22. Parlamentssitzung, um über neun soziale Projekte für den Bonner Raum abzustimmen. FEMNET war mit einem Projekt zu den Klimafolgen unseres Kleidungskonsum vertreten. Mehrheitlich stimmten die anwesenden Stimmberechtigten für unser Projekt und ermöglichen uns damit, das Thema im kommenden Jahr in den Mittelpunkt unserer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Bonn zu stellen.

Amazon unternimmt ersten Schritt für mehr Lieferkettentransparenz

Amazon veröffentlichte am 15. November 2019 Namen, Adressen und weitere Details zu über 1.000 Zulieferern auf seiner Webseite. Dass der weltweit größte Onlinehändler diesen wichtigen ersten Schritt geht zeigt deutlich, dass die seit 2016 laufende internationale Transparenzkampagne Wirkung zeigt. Jedoch ist die veröffentlichte Liste bislang nur schwer auffindbar, nicht filterbar und noch zu ungenau um herauszufinden, welche Arten von Produkten in den gelisteten Anlagen hergestellt werden. Enthalten sind Produzenten von Bekleidung, Elektrogeräten und Haushaltswaren der Amazon-Eigentmarke.

Die Bekämpfung von Armut und Klimawandel schließen einander nicht aus

Eine Antwort der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) auf Karl-Johan Persson, Vorstandsvorsitzender von H&M.

Kürzlich warnte Karl-Johan Persson, Vorstandsvorsitzender von H&M, in einem Interview vor "schrecklichen sozialen Konsequenzen", wenn Verbraucher_innen Fast Fashion angesichts der Klimakrise den Rücken kehren[i]. In seiner verzerrten Logik führe dies zu mehr Armut, da somit Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze in Gefahr seien. Perssons Behauptung, dass die Reduzierung des Konsums die Beseitigung der Armut bedrohe, muss widersprochen werden. Seine Behauptungen sind bestenfalls fehlgeleitet und schlimmstenfalls betrügerisch, da sie die enormen sozialen und ökologischen Folgen der globalen Bekleidungsindustrie nicht anerkennen.

Bildungsmodule für eine sozial-gerechte Modeindustrie zum runterladen und nutzen

Unter dem Motto „FairSchnitt – Studieren für eine sozial gerechte Modeindustrie“ setzen wir seit 2012 Workshops und Vorträge an Hochschulen und Universitäten um. Mit den Studierenden behandeln wir Themen wie Unternehmensverantwortung, Sozial- und Umweltstandards oder Arbeits- und Menschenrechte am Beispiel der Bekleidungsindustrie. Im Rahmen unserer Arbeit sind 16 Bildungsmodule für eine sozial-gerechte Bekleidungsindustrie entstanden, die nun öffentlich zur Verfügung stehen!

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Fabrik in Bangalore/Indien 2019 © FEMNET

Verantwortung von Unternehmen: Freiwillige Maßnahmen und gesetzliche Regelungen

Das Textilbündnis, der Grüne Knopf… Was leisten solche freiwilligen Maßnahmen? Wie können sie einander ergänzen? Wie beurteilt FEMNET deren Umsetzung? Und warum braucht es dringend eine gesetzliche Basis, um die Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten nachhaltig zu verbessern?

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