Aktuelles

© FEMNET I Stefan Klübert

Berlin trägt Fairantwortung

Berlin hat hohe Ansprüche an nachhaltige Kriterien bei öffentlichen Textilausschreibungen. Theoretisch. Doch wie kann das in die Praxis umgesetzt werden? FEMNET begleitete die Stadt Berlin ein Jahr lang bei dem Prozess.

Stellenausschreibung: Referentin/Referenten für unser Projekt zur Fairen öffentlichen Beschaffung

Faire Arbeit, starke Frauen: FEMNET setzt sich mit politischem Engagement, Bildungs- und Beratungsarbeit sowie einem Solidaritätsfonds für die Rechte von Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie ein. Wir fordern, dass Unternehmen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und die Politik verbindliche Regeln schafft. Unsere Vision: Frauen arbeiten und leben selbstbestimmt in Würde – weltweit.

Für unser Projekt zur Fairen öffentlichen Beschaffung suchen wir eine/n

Referentin/Referenten

Die Stelle hat einen Umfang von 25 Wochenstunden (mit Perspektive auf Aufstockung) und wird in Anlehnung an TVÖD 12.1 vergütet. Es wird die Einstellung zum 01. April 2022 angestrebt. Die Stelle ist zunächst befristet bis Ende Dezember 2023 mit einer Perspektive auf Fortsetzung.

Zu Ihren Aufgaben gehören Projektmanagement und Kommunikation:

  • Organisation und Durchführung von Workshops (Präsenz und Online) zur fairen Beschaffung von Textilien für kommunale Unternehmen
  • Unterstützung bei der Organisation und Durchführung von Workshops (Präsenz und Online) zur fairen Beschaffung an Verwaltungshochschulen
  • Unterstützung in der Beratung von Kommunen bei diversen Prozessen der fairen öffentlichen Beschaffung (Marktrecherchen, Bieterdialoge, Ausschreibungen, Nutzer- und Strategieworkshops, Auswertung von Nachweisen)
  • Beantwortung von fachlichen Beratungsanfragen zur fairen öffentlichen Beschaffung von Kommunen und weiteren Beschaffungsstellen
  • Aufbereitung von Projektinhalten für die Webseite und den Kompass Nachhaltigkeit
  • Vertretung von FEMNET in Netzwerken der fairen öffentlichen Beschaffung
  • Unterstützung in der Berichterstattung beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen Gebern
  • Unterstützung in der Weiterentwicklung des Projekts

Anforderungen:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen oder juristischen Studiengang oder in einem vergleichbaren Fachgebiet
  • Erfahrungen in der Organisation und Durchführung von interaktiven Workshops (in Präsenz und digitaler Form)
  • Bereitschaft zu Dienstreisen innerhalb Deutschlands
  • Erfahrungen mit nachhaltigen Lieferketten, vorzugsweise für Textilien (oder den Willen, sich zügig einzuarbeiten)
  • Erfahrungen mit nachhaltigen Beschaffungsprozessen der öffentlichen Hand (oder den Willen, sich zügig einzuarbeiten)  
  • Erfahrungen im Projektmanagement mit internen und externen Akteur*innen
  • Organisationstalent und die Fähigkeit zum selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeiten im Team
  • Sehr gutes Deutsch in Wort und Schrift

Das bieten wir Ihnen:

  • Eine vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem kleinen, hochmotivierten Team
  • Mitarbeit in einem rasant wachsenden Themenbereich, der eine Schlüsselfunktion im Rahmen der Nachhaltigkeitsdebatte einnimmt
  • Arbeiten an der Schnittstelle von Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft
  • Work-Life-Balance: flexible Arbeitszeit und Homeoffice in Absprache, auch von anderem Standort aus möglich – bei regelmäßigen Meetings in der Bonner Geschäftsstelle
  • Raum für Engagement und politische Einflussnahme
  • Berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Jobticket
  • Betriebliche Altersvorsorge

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 20. Februar 2022 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

FEMNET e.V.
z.Hd. Frau Marijke Mulder
Kaiser-Friedrich-Str.11
53113 Bonn

 

Studierendenprojekt – Begleitpublikation der Konferenz „It’s time to act – Handeln für eine sozial-gerechte Modeindustrie“

Im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein ist das interdisziplinäre 5. Semesterprojekt fester Bestandteil der Lehre. Im Winter-Semester 2021/22 bekamen die Studierenden den Auftrag, eine Begleitpublikation zur Studierendenkonferenz „It’s time to act – Handeln für eine sozial-gerechte Modeindustrie“ zu gestalten.

© Anna Döking

Vom gläsernen Kunden zur gläsernen Lieferkette: Themenreihe zu Transparenz im Handel erfolgreich beendet

Je länger und komplexer die Lieferkette, desto höher ist in der Regel das Risiko für Missstände und Verstöße. Ein Paradebeispiel dafür sind Textilien: Laut Global Slavery Index gehören Kleidungsstücke zu den importierten Produkten mit dem zweithöchsten Risiko für Menschenrechtsverletzungen innerhalb globaler Lieferketten. Bis ein T-Shirt in den Läden hängt, legt es bis zu 20.000 Kilometer zurück; allein 100 Arbeitsschritte sind für die Produktion nötig. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes hat FEMNET im Jahr 2021 diese Themen in vier verschiedenen Veranstaltungsreihen bearbeitet.

Schutz von Menschenrechten vertagt: Brüssel schiebt EU-Lieferkettengesetz auf die lange Bank – europäische Zivilgesellschaft protestiert bei EU-Kommission

Das Lieferkettengesetz für Deutschland ist seit Juni 2021 beschlossen und nimmt deutsche Unternehmen endlich in die Verantwortung. Nun ist ein EU-Lieferkettengesetz der nächste Schritt für den Schutz von Menschenrechten und Umwelt in den Lieferketten. Allerdings kommt es hier seit Monaten zu Verzögerungen.

„Es ist sehr beunruhigend, dass die Wirtschaftslobby in Brüssel offenbar versucht, Zeit zu gewinnen, um ein EU-Lieferkettengesetz zu verhindern oder aufzuschieben. Nun muss die Ampel-Koalition zeigen, dass es ihr ernst ist, was sie im Koalitionsvertrag versprochen hat. Ein starkes EU-Lieferkettengesetz würde auch den Schutz der Frauenrechte in der Lieferkette der Bekleidungsindustrie verbessern.“ so Gisela Burckhardt, FEMNET-Vorstandsvorsitzende. FEMNET unterstützt daher den offenen Brief der europäischen Lieferketteninitiative an die EU-Kommission.

Das EU-Lieferkettengesetz muss geschlechtergerecht sein

Die Europäische Koalition für Unternehmensgerechtigkeit und 60 zivilgesellschaftliche Organisationen haben einen offenen Brief an die EU-Kommissar*innen und andere politische Entscheidungsträger*innen gerichtet, in dem sie sie auffordern, die künftigen Rechtsvorschriften für Menschenrechte und umweltbezogene Sorgfaltspflichten von Unternehmen geschlechtsspezifisch zu gestalten.

© Julia Kuzenkov - pexels.com

Kunst – Ausstellung – Dialog – Mitmachen. Vom Wegwerfen zur Wertschätzung für Mensch & Material

Am 25. November startet die neue Solidaritäts- und Bildungskampagne #eintshirtzumleben für mehr Nachhaltigkeit und Fairness in der globalen Mode- und Textilindustrie.

Bonn. Die Bonner Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. launcht am Donnerstag, 25. November die fünfmonatige Solidaritäts- und Bildungskampagne #eintshirtzumleben. Im Zentrum steht das T-Shirt als Symbol für schnelllebige Billigmode. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen für den Wert von Mode.

Cover der Broschüre

Nachhaltigkeit ist nicht umsonst. Preisgestaltung nachhaltiger Textilien in der Beschaffung durch Großverbraucher

Soeben ist die Studie „Nachhaltigkeit ist nicht umsonst“ erschienen. Sie informiert über Hintergründe und die Preisbildung nachhaltiger Arbeitskleidung und Flachwäsche. Eine lohnenswerte Lektüre!

Studierendenkonferenz Technikraum.

Digitale Studierendenkonferenz gibt Entscheider*innen von morgen umfassenden Einblick in die komplexen Herausforderungen der globalen Modeindustrie

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Lieferketten, die Folgen für Menschen- und Arbeitsrechte, Unternehmensverantwortung gesetzlich regeln oder auf Freiwilligkeit setzen, und nicht zuletzt die Frage nach einer Wirtschaft für die Zukunft – diese thematischen Linien gaben den Rahmen für die diesjährige FEMNET-Studierendenkonferenz vor.

Die zukünftigen Verantwortlichen einer Branche, die sich in einer tiefen Krise befindet und vor grundlegenden Veränderungen steht, erhielten an zwei Konferenz-Tagen einen umfassenden Einblick in die komplexen Herausforderungen der globalen Mode- und Textilindustrie. Insgesamt haben über 120 Personen an der Konferenz teilgenommen. Neben 70 „regulären“ Teilnehmenden und Referent*innen haben sich Vertreter*innen von Studierendeninitiativen, Vereinen und Organisationen ebenfalls an der Konferenz beteiligt.

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