Drucken

Pressemitteilung FEMNET-Pressemitteilungen

Logos der Partner

Höhepunkt der Fashion Revolution Week und Themenreihe „Rethink Fashion!“: Einladung zur Ausstellung #eintshirtzumleben und Fairlosung von nachhaltiger T-Shirt-Kunst

Gemeinsame Pressemitteilung

Die Bonner Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. zeigt zum Ende der globalen Fashion Revolution Week am Sonntag, 24. April im Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) Köln T-Shirt-Kunstwerke von 19 namhaften Künstler*innen, darunter Pipilotti Rist, Frank Schätzing, Marcel Odenbach und Pia Fries. Ihre Kunstwerke setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit in der Textilindustrie und werden am Abend mit großem Rahmenprogramm fairlost.

Anwesende Künstler*innen beim Abendprogramm (Stand 11.04.):
Christiane Rasch, Cosima Hawemann, Jeannette de Payrebrune, Lilla von Puttkamer, Marcel Odenbach, Sabine Boehl, SAXA, Simon Schubert, Thomas Bernstein, Willi Reiche

 

Bonn/Köln. Der 24. April ist weltweit der wichtigste Aktionstag für faire Mode und Abschluss der globalen Aktionswoche Fashion Revolution Week. Er findet am Jahrestag des Einsturzes des Gebäudes „Rana Plaza“ mit mehreren Textilfabriken in Bangladesch im Jahr 2013 statt. Die Bonner Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. lädt daher am Sonntag, 24. April 2022 zum Abschluss ihrer Solidaritäts- und Bildungskampagne #eintshirtzumleben ins Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) Köln ein. Gleichzeitig markiert dies den Höhepunkt ihrer Kooperation im Rahmen der Nachhaltigkeits-Themenreihe „Rethink Fashion!“.

Burckhardt: Die „politische Strahlkraft“ von Mode und Kunst

Die T-Shirt-Kunstwerke sind von 15 bis 18 Uhr nebst DJ-Musik, fairer Modenschau und Live-Performances bei freiem Eintritt im Foyer des Museums zu sehen. Das Abendprogramm für Presse und geladene Gäste beginnt um 18 Uhr und beinhaltet neben der Fairlosung Talks sowie Highlights aus der Kampagne (Programm siehe Seite 2), es moderiert Janine „Green Janine“ Steeger.

Erstmals kommen bei diesem Event Kunst und Mode, Politik und Nachhaltigkeit zusammen. Dazu FEMNET-Gründerin und -Vorstandsvorsitzende Dr. Gisela Burckhardt: „Wir brauchen mehr Bewusstsein für den Wert von Mode, wenn wir die globale Textilindustrie nachhaltig verändern wollen. Mode und Kunst sind von jeher eng verflochten mit großer, gar politischer Strahlkraft. Wir sind daher stolz, dass wir so tolle Künstler*innen für die Kampagne gewinnen konnten. Sie zeigen, auf wie viele Arten man Fast Fashion etwas entgegensetzen kann.“

Snoep: „Wir freuen uns auf das große Finale“

Das T-Shirt ist für FEMNET der Inbegriff von Wegwerfmode. Die Kunstwerke werten es auf und reichen dabei thematisch von Tierschutz über Feminismus und Klimamigration bis Ausbeutung. Sie geben starke Statements ab für mehr Wertschätzung und Fairness in der globalen Textilindustrie (Onlinegalerie https://eintshirtzumleben.de/de/fairlosung/kunstwerke).

Seit Sommer 2021 kooperiert das Rautenstrauch-Joest-Museum mit FEMNET im Rahmen von „Rethink Fashion!“, seiner ersten Themenreihe im Bereich Nachhaltigkeit. RJM-Direktorin Nanette Snoep: „Wir ließen Akteur*innen aus Politik und Wirtschaft, Aktivist*innen und Künstler*innen zu Wort kommen und diskutierten mit ihnen über wirtschaftliche und soziale Aspekte einer globalisierten Textilwirtschaft. Dabei kooperieren wir neben FEMNET mit der ecosign/Akademie für Gestaltung und dem Integrationshaus e.V. und haben mit dem LVR einen wichtigen Förderer. Wir freuen uns über die produktive Zusammenarbeit und das große Finale Ende April.“

Ausstellung: Öffnungszeiten

Ab Samstag, 23. April sind die Kunstwerke zunächst als Fotoausstellung während der regulären Öffnungszeiten des Museums im Foyer des RJM frei zugänglich. Die T-Shirt-Kunstwerke selbst sind am Sonntag, 24. April von 15 bis 18 Uhr öffentlich und ab 18 Uhr für geladene Gäste zu sehen.

#eintshirtzumleben wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

 

Pressefoto

Pressefoto #eintshirtzumleben (c) Cosima HawemannKunstwerk und Foto: © Cosima Hawemann

Cosima Hawemann nimmt mit ihrem Titel „R.A., 2022“ an der Ausstellung teil. Ausgangspunkt ist ein Foto von Reshma Akter: Die Näherin wurde beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 2013 erst nach 17 Tagen aus den Trümmern lebend geborgen. Heute ist sie verheiratet und arbeitet wieder (Bildlink)

 

Hintergrund

FEMNET e.V. ist eine gemeinnützige Frauenrechtsorganisation mit Sitz in Bonn. Der 2007 gegründete Verein setzt sich mit Kampagnen, Bildungs- und Beratungsarbeit sowie Projektarbeit mit Partner*innen vor Ort für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie des Globalen Südens ein. Anlässlich seines 15jährigen Bestehens ist FEMNET Jahrespartnerin 2022 der Bundesstadt Bonn.

Kontakte

Saskia Bellem
Projektleiterin Kampagne #eintshirtzumleben         

FEMNET e.V.
Kaiser-Friedrich-Str. 11, 53113 Bonn

0172 8718544
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

femnet.de  |  eintshirtzumleben.de

Judith Glaser
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Leonhard-Tietz-Straße 10, 50676 Köln

0221 221-31319  |  0173 3450402
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.rautenstrauch-joest-museum.de

Download

 

Das Programm für Sonntag, 24. April 2022, 15-22 Uhr

15-18 Uhr       Öffentliches Programm, Foyer, Eintritt frei

15 Uhr             Eröffnung

Christiane Overkamp, Geschäftsführerin der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW

Ab 15 Uhr      Live Performances


Projekt „The Human Touch

Designerin Juliet Seger zeigt an der Nähmaschine, wie durch Farbe an ihren Händen beim Nähprozess die menschlichen Spuren der Modeproduktion sichtbar werden. Einzelne Exemplare stehen zum Verkauf.

Lilla von Puttkamer: Die Berliner Künstlerin bemalt vor Ort gratis von Besucher*innen mitgebrachte T-Shirts mit dem Motiv des Hirschhornkäfers.

„In der Marienkapelle im Kölner Dom zeigt ein Gemälde ein kleines Rasenstück mit Hirschkäfer, welches eine Paradieswiese darstellt. Der Hirschkäfer wird zum Begleit- und Schutztier bzw. Glücksbringer der jeweiligen Shirt-Träger*innen.“ Alltag, Stofflichkeit, Eigenkleid der Frau, Ökologie und Feminismus seien grundlegende und wiederkehrende Themen ihrer Kunst. „An der Kampagne beteilige ich mich, um in erster Linie die Näherinnen und die Slow Fashion Bewegung zu unterstützen“, so von Puttkamer.

Flying Modenschau: Interaktive Präsentation ausgewählter Frühjahrs- und Sommer-Outfits von fairen und nachhaltigen Labels und Läden

Kuratorin und Stylistin Uta Engbert (slowsetter°) beweist mit ihrer Auswahl von Kölner Marken wie Lanius und erlich Textil über das Highfashion-Upcycling-Label Melisa Minca bis zu neuen Marken wie Cano Shoes oder Vintage-Läden wie Hundred Hands in einer Kombi aus neu, 2nd Hand und Upcycling die Vielfalt nachhaltiger Mode.

DJ Meli Melo: u.a. bekannt durch Auftritte bei Events der Frauenrechts­organisation Medica Mondiale, legt Musik aus aller Frauen Länder auf.

16 + 17 Uhr    Studentisches Projekt „Stageawear“ der ecosign/Akademie für Gestaltung: Führungen

In der Abteilung „Der Körper als Bühne“ der RJM-Dauerausstellung wird gezeigt, wie Menschen sich mit Kleidung innerhalb ihrer Gemeinschaft positionieren. Studierende erweitern diese Präsentation um einen interaktiven Teil zur Selbstinszenierung von Jugendlichen: Welche Rolle spielt nachhaltige Mode für die befragten Personen?

16:30 Uhr       Ausstellungsrundgang

Kuratorin Catharina von Poser, Creative Director #eintshirtzumleben, führt durch die Ausstellung und beantwortet Fragen zur Entstehungsgeschichte der Kampagne.

18-22 Uhr       Abendprogramm für Presse sowie geladene Gäste, VHS-Forum

18:00 Uhr       Ausstellungsrundgang

mit Kuratorin Catharina von Poser, Creative Director #eintshirtzumleben

18:30 Uhr       Begrüßung & Grußwörter

Janine „Green Janine“ Steeger (Autorin, Journalistin): Moderation
Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET e.V., Bonn: Grußwort
Nanette Snoep, Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums, Köln: Grußwort

18:45 Uhr       Fairlosung und Talks

Talk „Design und Kreislaufwirtschaft
Claudia Lanius, Gründerin des gleichnamigen Labels, Köln
Dunja Karabaić, Kommunikationsdesignerin, ÖkoRAUSCH Think Tank, Köln

Talk „Nachverfolgbarkeit und Lieferkettengesetz“
Dr. Gisela Burckhardt, FEMNET-Gründerin, Bonn
Philipp Mayer, Mitgründer des Start-ups Retraced, Düsseldorf

Talk „Warum Frauen die Welt retten werden (und Männer dabei unerlässlich sind)“
Ines Imdahl, Rheingold Salon, Köln
Janine Steeger, Mit-Initiatorin „Futurewoman“, Köln

Im Anschluss signieren und verkaufen die Autorinnen ihr gleichnamiges Buch.

Höhepunkte der Kampagne: Best-of Upcycling und T-Shirt-Geschichten
Saskia Bellem, Projektleiterin #eintshirtzumleben

Livemusik vom Duo „father and sun“, Köln: Filmkomponist und Musikproduzent Loy Wesselburg (Gitarre, Gesang); Rob Wheatley (Cello) mit „Soundtracks for future movies“.

Einen Livestream der Fairlosung gibt es auf dem YouTube-Kanal von FEMNET. 

Das Programm dauert ca. 2 Stunden und endet nach Get-together um spätestens 22 Uhr.