Pressemitteilung

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Forschungsergebnisse belegen Ausbeutung in der Modebranche

Keine existenzsichernden Löhne, Überstunden und geschlechtsspezifische Diskriminierung. Der Bericht „Licht ins Dunkel: Ein Blick auf die Ausbeutung in der Modebranche“ (PDF-Datei) der Kampagne für Saubere Kleidung verdeutlicht die Notwendigkeit für ein Lieferkettengesetz.

Der Bericht zeigt mittels neuester Daten aus dem Online-Tool FashionChecker auf, wie wenig deutsche Modeunternehmen ihren Arbeiter*innen wirklich zahlen.

© Initiative Lieferkettengesetz

Lieferkettergesetz: Sorgfaltspflicht muss für alle Unternehmen gelten

Bonn/Berlin. Offenbar wird es heute erneut keine Einigung im Kabinett zu dem in der Koalitionsvereinbarung zugesagten Lieferkettengesetz geben. Nichtregierungsorganisationen im Textilbündnis warnen vor einer Verwässerung. Ein Lieferkettengesetz darf sich nicht nur auf die großen Unternehmen beschränken. Ein Lieferkettengesetz muss alle Unternehmen gesetzlich verpflichten, Menschenrechte und Umweltstandards in ihrer Lieferkette zu achten und Opfern Entschädigung vor deutschen Gerichten ermöglichen.

Spinnerei in Tamilnadu

© FEMNET

Nichtregierungsorganisationen fordern geschlechtergerechtes Lieferkettengesetz

Berlin/Bonn/Köln. Heute werden die Bundesminister Gerd Müller und Hubertus Heil die Ergebnisse der Umfrage der Bundesregierung zur Einhaltung der Menschenrechte entlang globaler Lieferketten vorstellen. Es ist zu befürchten, dass diese nicht gut ausfallen und ein Großteil der deutschen Unternehmen Menschenrechte missachtet.

Frau mit Bauhelm in Fabrik

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Fair Wear Works: GNF und FEMNET unterstützen Unternehmen bei ökologisch-fairem Textileinkauf

Der Global Nature Fund (GNF) und FEMNET starten ein gemeinsames Projekt zur Verbesserung der Beschaffung von Textilien in Unternehmen. Durch gezielte Einkaufsstrategien werden nachhaltige Arbeitsbedingungen und Umweltauswirkungen entlang der Lieferkette positiv beeinflusst. Für die Ermittlung der Beratungsbedarfe läuft derzeit eine Umfrage für alle interessierten Unternehmen.

Wieviel verdient eine Näherin wirklich? Unbequeme Fragen an Zalando

Bonn, 23.06.2020 – Anlässlich der Aktionärsversammlung des Modehändlers am 23. Juni 2020 ruft die Frauenrechtsorganisation FEMNET Zalando auf, einen „Fonds für existenzsichernde Löhne“ für die Näher*innen in seiner Lieferkette zu schaffen. Zudem fordert FEMNET Transparenz über die Einkaufspraktiken von Zalando. Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Fashion Checkers, der Details über Löhne in den Lieferketten von 108 Modemarken der Welt aufdeckt, soll das Unternehmen Auskunft über die Sorgfaltspflichten gegenüber den Beschäftigten in seiner Lieferkette geben.

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