Nachrichten - Unternehmensverantwortung

Gesetz der Bundesregierung zur nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen zeigt erhebliche Schwächen

Das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung sieht Chance für mehr Unternehmenstransparenz vertan und fordert Änderung des Hemmschuhs „Bürokratiebremse“

Der Bundestag verabschiedet heute ein Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen. Damit setzt die Bunderegierung die so genannte CSR-Richtlinie der EU mit mehrmonatiger Verspätung um. Künftig müssen große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern ihre wesentlichen Risiken darstellen, die in Hinblick auf Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange, Achtung der Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung bestehen. Zudem müssen die Unternehmen darlegen, wie sie mit diesen Risiken umgehen. Das aus 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen bestehende CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung kritisiert die schwache Umsetzung.

Dialogveranstaltung in Hamburg

Epert*innenrunde mit: Joschka Fischer, Bundesaußenminister a.D., Katja Suding, Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und MdHB, Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET e.V., Gerd Billen, Staatssekretär BMJV, Dr. Markus Conrad, Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo GmbH. Foto: © TchiboEpert*innenrunde mit: Joschka Fischer, Bundesaußenminister a.D., Katja Suding, Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und MdHB, Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET e.V., Gerd Billen, Staatssekretär BMJV, Dr. Markus Conrad, Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo GmbH.
Foto: © Tchibo GbmH
Unter der Fragestellung "Mit Kraft aus der Nische – wieviel Pflicht braucht/verträgt Nachhaltigkeit?" trafen sich am 3.11.2016 Expert*innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf Einladung der Unternehmens Tchibo GmbH in Hamburg. Im Mittelpunkt stand die Frage nach gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit der Textilproduktion in Asien: Was können Gesetze, Bündnisse und Verbraucher (nicht) bewirken?

Während gesetzliche Regelungen sonst eher von NGOs gefordert werden, setzt sich mit Tchibo GmbH erstmalig ein Unternehmen dafür ein. FEMNET-Vorstandsfrau Dr. Gisela Burckhardt lieferte inhaltliche Beiträge und Statements im Rahmen einer Podiumsdiskussion und einer Fishbowl zum Thema Gesetze.

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