Die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen haben auch Auswirkungen auf die Gesundheit und das Lebensumfeld der Arbeiter*innen. Die schlechte Bezahlung führt u.a. dazu, dass Frauen häufiger unter- bzw. mangelernährt sind, in schlechteren Unterkünften leben, und wenig bis gar keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Überstunden, die die Frauen wegen der schlechten Bezahlung machen müssen, erhöhen den Stress und die Erschöpfung und machen sie anfälliger für Krankheiten und Arbeitsunfälle.

In den Produktionsstätten mangelt es zudem oftmals an sanitären Einrichtungen, dies stellt gerade für Frauen ein großes Problem dar. Während Menstruation und Schwangerschaft ist das Vorhandensein von hygienisch einwandfreien Sanitäranlagen von enormer Bedeutung. Seltene Toilettengänge, ob durch Einschränkungen von Unternehmer*innenseite oder durch zu wenig vorhandene Anlagen, steigern das Risiko für Blasenerkrankungen bei Frauen. Gerade wenn auf Grund des großen Bedarfs kaum Zeit für notwendige Reinigungsmaßnahmen bleibt, lässt sich z.B. die Verbreitung von Infektionskrankheiten kaum verhindern. Durch die häufig unzureichende Krankenversicherung entstehen den Arbeiterinnen so gesundheitliche wie finanzielle Schäden, die nicht kompensiert werden können.

Neugierig? Unser Newsletter

Jetzt spenden