Nachrichten - Aktivitäten im Raum Köln/Bonn

Sibylle Becker (Vorsitzendes des Bonner Spendenparlaments) umrahmt von den FEMNET-Mitarbeiterinnen Marijke Mulder (links) und Aika-Maresa Fischbeck (rechts) bei der 22. Sitzung des Bonner Spendenparlaments. © FEMNET

"Klima & Kleidung - All of us for Future" - Das Bonner Spendenparlament fördert FEMNET-Projekt

Am 19. November 2019 traf sich das Bonner Spendenparlament zu seiner 22. Parlamentssitzung, um über neun soziale Projekte für den Bonner Raum abzustimmen. FEMNET war mit einem Projekt zu den Klimafolgen unseres Kleidungskonsum vertreten. Mehrheitlich stimmten die anwesenden Stimmberechtigten für unser Projekt und ermöglichen uns damit, das Thema im kommenden Jahr in den Mittelpunkt unserer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Bonn zu stellen.

Höchste Zeit für mehr Aufmerksamkeit zu den Umwelt- und Klimaschäden von Kleidung ist es allemal. Die öffentliche Debatte um den Klimawandel dreht sich bisher meist um Themen wie das Fliegen oder den Fleischkonsum. Unsere Kleidung hingegen wird nur selten als Klimaproblem gesehen. Und dass, obwohl die Treibhausgasemissionen der globalen Bekleidungsindustrie sich auf 1.200-1.715 Millionen Tonnen CO2 jährlich belaufen und damit die Emissionen aller internationalen Flüge und der Schifffahrt zusammen übertreffen[i]. Darüber hinaus verbrauchen die wöchentlich aus den Produktionsländern im globalen Süden in unsere Geschäfte gebrachten Kleidungsstücke massenhaft Ressourcen; unter anderem Wasser für den Anbau von Baumwolle und Erdöl für Kunstfasern. Auch die Entwaldung des Amazonas steht im Zusammenhang mit der Lederindustrie. Und nicht zuletzt verseuchen die oft nur unzureichend gereinigten Abwasser von Färbeprozessen Flüsse und Grundwasser.

Logo Bonner SpendenparlamentMit Unterstützung des Bonner Spendenparlaments werden wir im kommenden Jahr neben Bildungsveranstaltungen mit Schüler_innen und Öffentlichkeit die Vernetzung von Initiativen verfolgen, die sich für das Thema Klima und Kleidung interessieren. Gemeinsam sind wir stärker, wie nicht zuletzt die Protestaktion zur PRIMARK-Eröffnung im August gezeigt hat. Als konkrete Mitmachaktionen sind beispielsweise Kleidertauschpartys geplant.

Wir danken den Parlamentarier_innen des Bonner Spendenparlaments für ihre Unterstützung!

 

 

Quelle:
[i] Vgl. Ellen Mac Arthur Foundation (2017): A New Textiles Economy, S. 3; Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group (2017): Pulse of the Fashion Industry, S. 10

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