Nachrichten - Corona-Nothilfefonds

© Regina Weidental

Corona Nothilfefonds unterstützt Aktivitäten von Cividep in Bangalore

Seit vielen Jahren arbeitet FEMNET mit Cividep zusammen, die sich für die Stärkung der Arbeiter*innen in Bangalore einsetzt. Cividep in Kooperaation mit Munnade und Garment Labour Union (GLU) reagieren schnell auf die prekäre Situation der Textilarbeiter*innen in Bangalore, die trotz des Stillstehens der Fabriken in Bangalore verbleiben müssen. Im Mittelpunkt steht es Hilfe denen zu geben, die es am dringlichsten benötigen.

Die Heimkehr zu Familien auf dem Land wird priorisiert und  unterstützt. Denn in Bangalore besteht die Gefahr, dass die Arbeiter*innen ihre Unterkunft verlieren. Die meisten leben in sogenannten ‚Hostels‘ – meist überfüllte Unterkünfte – welche von Vermietern aus Angst vor der zu schnellen Verbreitung des Virus geleert werden.

Arbeiter*innen werden unterstützt Zugang zu staatlicher Hilfe zu beantragen, um übe die sogenannte ‚ration card‘ Nahrungsmittel und Hygienprodukte beziehen zu können.

Für die Textilarbeiter*innen, die weder zu ihren Familien zurückkehren können noch Hilfe durch das staatliche Verteilungssystem erhalten, wird weitere Unterstützung gewährleistet.

Denn ohne Arbeit und ohne Lohn können sie sich in Bangalore nicht mehr selbst versorgen. Sogar die, die noch über Ersparnisse verfügen, können sich auf Grund von Preissteigerungen immer weniger leisten.

Wofür wird das Geld verwendet?

Cividep, Munnade und GLU haben akut Kontakt zu circa 10.000 bedürftigen Textilarbeiter*innen, die ab sofort und in den kommenden Monaten wie folgt unterstützt werden sollen:

  • Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygieneprodukte, für Textilarbeiter*innen, die nicht über die ‚ration card‘ versorgt werden können und hungern müssten.
  • Subventionierung von Mietzahlungen für Unterkünfte in Bangalore, sodass die Textilarbeiter_innen in Hostels verbleiben können oder in temporären Unterkünften untergebracht werden können.
  • Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen, Aufklärung rund um COVID-19 und Prävention, sodass derzeit aber auch nach zukünftigem Öffnen der Fabriken die Arbeiter*innen vor Ansteckung geschützt sind.
  • Zugang zu Kommunikationsmöglichkeiten durch Handyguthaben, damit die Arbeiter*innen mit ihren Familien und auch den Gewerkschaften in Kontakt bleiben können. Wenn die Kontaktsperre aufgehoben wird, müssen sie erneut Arbeit suchen und benötigen dafür unbedingt ein funktionierendes Handy.

Wie viele Familien haben wir mit Ihrer Hilfe schon erreicht?

Die Aktivitäten sind in Gange, denn es muss so schnell wie möglich gehandelt werden. 10.000 Textilarbeiter*innen gilt es zu erreichen, und das kann mit Ihrer Unterstützung so schnell wie möglich geschehen.

Helfen Sie mit, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Textilarbeiter*innen in Bangalore abzufedern, denn ihre Lebensgrundlagen sind akut getroffen.

 

 

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