Nachrichten -

© Cividep

Anstieg von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Die Corona Krise bedeutet existenzielle Unsicherheit. Ohne Arbeit und ohne Lohn sind viele Arbeiter*innen vermehrtem Stress und der Sorge um die Ernährung ihrer Familien ausgesetzt. Häusliche Gewalt steigt.

© SAVE

Nothilfe, die ankommt – SAVE im Kriseneinsatz

Auswirkungen der Corona Krise mehren und verändern sich. Zuerst waren Wanderarbeiter*innen von der nationalen Ausgangssperre betroffen – sie sind ohne Arbeit in den Städten gestrandet. Nun sehen sie sich mit der Herausforderung des globalen Rückgangs an Bestellungen und dem langfristigen Verlust ihrer Arbeit bedroht.

© Taslima Akter

Textilfabriken stehen still – wie reagieren die Unternehmen?

Die Corona-Pandemie hat die gesamte Textilwirtschaft stark getroffen – hier wie in den Produktionsländern. Zahlreiche Unternehmen stornieren Aufträge, nehmen bestellte Waren nicht mehr ab oder handeln Preisnachlässe aus. Andere versuchen sich mit ihren Produzenten auf eine Lastenteilung zu einigen.

Hierzulande sind derzeit alle Bekleidungsläden geschlossen, den Herstellern und Händlern ohne Online-Verkauf geht es besonders schlecht. Stark betroffen von den Schließungen sind insbesondere die Fast Fashion Ketten, die ihr Sortiment alle 4-6 Wochen verändern und riesige Mengen einkaufen. Nun bleiben sie auf der Frühjahrskollektion sitzen, die sich bei Wiedereröffnung der Geschäfte vermutlich nicht mehr voll verkaufen lässt. Rabattschlachten sind zu vermuten.

Gewerkschaft NGWF verteilt Aufklärungsbroschüren und Nahrungsmittel in Bangladesch. © NGWF

Unterstützung für Textilarbeiter_innen in Bangladesch in der Corona Krise

Die Gewerkschaft NGWF setzt sich ein – für die Gesundheit und Versorgung von Arbeiter*innen in der Textilindustrie. Um Arbeiter_innen vor einer Ansteckung zu schützen und die Pandemiegefahr einzudämmen, hat NGWF Broschüren zu COVID-19 und notwendigen Präventionsmaßnahmen publiziert. Die Flugblätter wurden in der lokalen Sprache Bengali sowie in Englisch verteilt.

Corona Krise sorgt für Notstände. Nahrungsausgabe an Textilarbeiterin in Bangladesh. © NGWF

Auswirkungen der Corona Krise auf die Textilarbeiter*innen in Bangladesch

Bangladesch lebt zu 75% vom Export der Textilindustrie. Die Auswirkungen auf die Beschäftigten beim Ausbleiben von Bezahlungen und neuer Aufträge sind katastrophal. Die Präsidentin des Unternehmensverbands BGMEA Rubana Huq gab bekannt, dass Einkäufer Aufträge im Wert von 3.15 Milliarden US Dollar in 1.134 Fabriken gekündigt hätten oder Waren nicht abnähmen.

© Regina Weidental

Corona Nothilfefonds unterstützt Aktivitäten von Cividep in Bangalore

Seit vielen Jahren arbeitet FEMNET mit Cividep zusammen, die sich für die Stärkung der Arbeiter*innen in Bangalore einsetzt. Cividep in Kooperaation mit Munnade und Garment Labour Union (GLU) reagieren schnell auf die prekäre Situation der Textilarbeiter*innen in Bangalore, die trotz des Stillstehens der Fabriken in Bangalore verbleiben müssen. Im Mittelpunkt steht es Hilfe denen zu geben, die es am dringlichsten benötigen.

Neben Lebensmitteln werden auch Hilfen zur Kommunikation und Mietzahlung dringend benötigt.© SAVE

Bedeutung der COVID-19 Pandemie für Textilarbeiter*innen in Bangalore

Die COVID-19 Pandemie hat die indische Regierung veranlasst eine Ausgangssperre zu verhängen, die am 23. März 2020 in Kraft getreten ist, ursprünglich bis zum 14. April 2020 andauern sollte und letztlich bis zum 3. Mai 2020 verlängert wurde. Die Auswirkungen sind drastisch, und treffen auch die Textilarbeiter*innen in Bangalores Textilindustrie.

Lebensmittelverteilung an Wanderarbeiter*innen am 4. April 2020. © SAVE

FEMNET-Partnerorganisation SAVE verteilt Nahrungsmittel an Familien

Arbeiter*innen aus Tamil Nadu haben einen Arbeitsvertrag mit der Fabrik, der entweder einen Monatslohn beinhaltet oder sie werden nach Stück bezahlt. Sie erhalten seit 23. März 2020 keine Löhne mehr. Kurzarbeitergeld wie in Deutschland, wo der Staat den Unternehmen beispringt, gibt es nicht. Wohl aber können bedürftige Bürger*innen von Tamil Nadu Nahrungsmittel mit Hilfe einer „ration card“ erhalten.

FEMNETs langjährige Partnerorganisation SAVE hat Ende März 2020 schnell auf die prekäre Lage der Wanderarbeitere*innen reagiert und kümmert sich derzeit um die Versorgung insbesondere der Wanderarbeiter*innen, die vom Staat keine Unterstützung über die „ration card“ erhalten.

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