Nachrichten - Solidarisch wirken

© payyourworkers.org

Modeunternehmen müssen Löhne für Arbeiter*innen garantieren - Bündnis startet Kampagne #payyourworkers

Pressemitteilung der Kampagne für Saubere Kleidung

Mit umfassenden Forderungen an Modeunternehmen startete heute am 15.03.2021, die Kampagne #PayYourWorkers #RespectLabourRights zahlreicher, namhafter NGOs und Gewerkschaften aus 37 Ländern. Das Bündnis fordert von Unternehmen wie Amazon, Nike und Next, Arbeiter*innen zu unterstützen, die während der Pandemie und den damit verbundenen Einkommensverlusten unverschuldet in Not geraten sind.

© Industrial Workers' Federation Of Myanmar-IWFM

Spendenaufruf für Gewerkschaftsmitglieder und Beschäftigte in Myanmar

Seit dem Militärputsch am 1. Februar 2021 leisten die Menschen in Myanmar Widerstand gegen die Machtübernahme durch das Militär, mit  Straßenkundgebungen, Streiks und Lärmprotesten. Arbeiter*innen aller Wirtschaftssektoren schließen sich den Protesten und der Bewegung für zivilen Ungehorsam (CDM) an. Auch Textilarbeiter*innen folgen dem Widerstand, um die Demokratie wiederherzustellen, und rufen zur internationalen Solidarität auf.

Näherin in Bangladesch.

© FEMNET

Die Corona-Pandemie in Bangladesch und Indien: Zahlen geben weiteren Einblick in die Folgen der Krise

Laut Schätzungen des Unternehmerverbands BGMEA gingen im Jahr 2020 in Bangladeschs Textilindustrie rund 400.000 Arbeitsplätze verloren. Auch nach Wiederaufnahme der Produktion, arbeiten viele Fabriken noch nicht mit voller Auslastung. Zugesagte finanzielle Hilfen der EU und Deutschland für betroffene Näher*innen sind bis heute nicht vollständig geflossen. Auch in Indien ist die Lage weiter kritisch.

© Taslima Akter

Gemeinsame Front gegen ausbeuterische Einkaufspraktiken – Neue asiatische Initiative erarbeitet Leitlinien für Unternehmen

Textilherstellerverbände aus sechs asiatischen Ländern haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um ihre Verhandlungsposition für bessere Einkaufspraktiken gegenüber westlichen Modemarken zu stärken. Denn sie stehen vor denselben Herausforderungen - stornierte Aufträge, Zahlungsrückstände und Preisnachlasse während der Corona Pandemie bedrohen die gesamte Textilindustrie und führen damit zu Lohnkürzungen und -ausfällen bei den Näherinnen.

© Anne Bienias

#PayYourWorkers – Globale Proteste zeigen Wirkung

Seit Beginn der Coronakrise protestieren Textilarbeiter*innen weltweit für die Fortzahlung ihrer Löhne und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Die Lohnausfälle, auch für bereits gefertigte Waren, sind immens. Viele Unternehmen entziehen sich ihrer Verantwortung gegenüber den Textilarbeiter*innen, da sie keine Konsequenzen fürchten müssen. Die internationalen Proteste erzielen jedoch auch erste Erfolge.

Textilarbeiter*innen mit Maske an deen Nähmaschinen.

© FEMNET

Bangladesch im Angesicht der zweiten Welle: Die Corona-Pandemie wird die Bekleidungsindustrie verändern

Nicht nur hierzulande fürchten Wirtschaft und Gesellschaft die Folgen des Teil-Lockdowns. In Bangladesch wächst die Sorge bei textilen Zulieferbetrieben.

Fabrikbesitzer des Landes, das weltweit als zweitgrößter Hersteller von Bekleidung gilt, wählen starke Worte, um ihrer Verzweiflung Ausdruck zu verleihen. Es sei eine Katastrophe, so zitiert das Fashion Network den Zulieferer Siddiqur Rahman, der u.a. für die Moderiesen H&M und GAP produziert. Die europäischen Kunden, seit dem Frühjahr selbst unter Druck, verlangten Preisreduzierungen um bis zu 15%. Die Hoffnung, in der zweiten Jahreshälfte und mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft mit wieder steigenden Aufträgen rechnen zu können, hat sich zerschlagen.

© SAVE

Die Folgen der Corona-Krise wirken sich zunehmend auf Minderjährige aus

Mahdu und ihre kleine Tochter hatten Glück. In den schwierigen Tagen des Lockdowns half unser Partner SAVE der jungen Familie, die größte Not zu überstehen. Aber die Wiedereröffnung von Textilfabriken offenbart weitere Mißstände, wie die Zunahme von Kinderarbeit.

Zur aktuellen Lage in Indien und Bangladesch – Zusammenfassung des FEMNET-Webinars

Am 15. September 2020 veranstaltete FEMNET gemeinsam mit drei Aktivistinnen aus Indien und Bangladesch ein Webinar zur aktuellen Lage vor Ort. Sie berichteten von Lockerungen der Arbeitsgesetze in Indien, der Zunahme von Kinderarbeit und geschlechtsspezifischer Gewalt in den Fabriken sowie fatalen Vertragssystemen. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie derzeit Betroffene unmittelbar mit Lebensmitteln, aber auch Rechtsberatungen. Die Lage ist sehr ernst, aber die Aktivist*innen zeigen sich kämpferisch.

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