Nachrichten -

Textilarbeiter*innen mit Forderungen für ihre Arbeitsrechte während der Corona Krise

Stoppt Diskriminierung während Corona © BGWS

Corona Nothilfefonds wirkt weiter und unterstützt BGWS im Einsatz für Textilarbeiter*innen in Bangladesch

Bangladeschs Textilindustrie bietet Millionen von Menschen eine Arbeitsmöglichkeit. Doch die Corona Krise entreißt vielen Textilarbeiter*innen diese Lebensgrundlage aufgrund von zurückgegangenen Aufträgen, Entlassungen, Lohnausfällen. Bangladesh Garment Workers Solidariry Organisation (BGWS), eine Organisation für Textilarbeiter*innen, dokumentiert die Lage, fordert politische Unterstützung und hilft akut mit Lebensmitteln.

Gewerkschafter*innen im Hungerstreik

© NGWF

Hungerstreik als Protest für Corona-bedingte Entlassungen in Bangladesch

Im Zuge der Corona Krise offenbaren sich die prekären Arbeitsverhältnisse in der Bekleidungsindustrie. Entlassungen und Lohnausfälle setzen sich fort: weitere 3000 Textilarbeiter*innen wurden von jetzt auf gleich entlassen. Sie reagieren mit Protest und einem symbolischen Hungerstreik.

Nahrungsmittel werden an bedürftige Textilarbeiter*innen in Tamil Nadu verteilt.

© SAVE

Jetzt abstimmen und zusätzliche Spendengelder für den FEMNET Corona-Nothilfefonds mobilisieren

Auf der Spendenplattform Canada Life kann ab heute, 16. Juni 2020, für unseren Corona-Nothilfefonds abgestimmt werden.

Jede Stimme zählt und unterstützt FEMNET darin, zusätzliche Spendengelder für die Versorgung der Textilarbeiter*innen und ihrer Familien in Indien und Bangladesch zu erhalten.

© NGWF

Verwoben – Bangladeschs Textilkrise und die Existenzen von Arbeiter*innen

Shefali ist froh, dass sie Nahrungsmittelhilfe von NGWF über den FEMNET Corona Nothilfefonds erhalten kann: “It will help me for some days” 

Shefali ist 18 Jahre alt und arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka. Mit ihrem Einkommen unterstützt sie ihre Familie als Alleinverdienerin. Auf Grund der Corona-Pandemie erhielt sie allerdings nur 60% ihres März Gehaltes. Nachdem die Fabrik dann noch zwei Monate im April und Mai schließen musste, erhielt Shefali weder Arbeitsmöglichkeiten noch irgendwelche Lohnzahlungen. Mit dem reduzierten Gehalt konnte sie nicht alle Ausgaben für Hausmiete, Lebensmittel, Kindererziehung, Transport und Medikamente für sich und die sechsköpfige Familie übernehmen.

Frauen protestieren für die Wahrung von Arbeitsrechten und halten die Forderungen der Arbeiter*innen-vereinigung Anuhatham hoch.

© SAVE

Drastische Arbeitsrechtseinschränkungen im Zuge der Corona Krise – unsere Partnerorganisationen beteiligen sich an Protesten

Unter dem Deckmantel der COVID-19 Pandemie sollen in vielen Bundesstaaten Indiens grundlegende Arbeitsrechte ausgesetzt oder aufgeweicht werden, um so die heruntergefahrene Wirtschaftsleistung wieder anzukurbeln. Die Zentralgewerkschaften, Arbeiter*innen wie auch die ILO melden sich dagegen zu Wort.

Frauen erhalten „Dignity-Kits“, Pakete mit Damenbinden, Seife, Kondomen.

© Cividep

Nothilfe für Frauen – wie geht Cividep vor?

Rathnamma arbeitet als Näherin in der Bekleidungsindustrie. Ihr Mann hatte vor sechs Monaten einen Unfall, der ihn arbeitsunfähig machte. Rathnamma ist nun Alleinverdienerin.  Sie haben eine 15 Jahre alte Tochter, die in die 9. Klasse geht. Aufgrund des Corona bedingten Lockdowns können sie sich Miete und Schulgebühren nicht mehr leisten.

Protest von Wanderarbeiter*innen aus dem Nethaji-Bekleidungspark in Perumanallur am Stadtrand von Tiruppur.

© HANDOUT E-MAIL

Wanderarbeiter*innen sitzen fest– keine Arbeit in der Stadt, keine Möglichkeit nach Hause zu reisen

„Wir sind müde und emotional ausgelaugt. Wenn wir schon hungrig bleiben müssen, sind wir das am liebsten zu Hause – bei unserer Familie und unseren Kindern.“ sagt Vijendra Mandal aus Jharkhand, der in Tamil Nadu in der Textilindustrie arbeitet.

Der Lockdown wurde ein zweites Mal verlängert und die Wiederaufnahme der Arbeit in den Fabriken bleibt noch unklar. Derweil kommt es zu Protesten von Wanderarbeiter*innen, die verlangen endlich nach Hause reisen zu dürfen.

© NGWF

NGWFs Forderungen für Bangladeschs Textilarbeiter*innen – auf Rana Plaza folgt COVID-19

Prekäre Arbeitsbedingungen und Löhne, die knapp zur Existenzsicherung dienen. Textilarbeiter*innen spüren die COVID-19 Krise deutlich. Der Einbruch des Exportgeschäfts Bangladesch wirkt sich auf ihren Schultern aus. Forderungen nach Löhnen und fairem Umgang in der Krise werden laut.

Die Rana Plaza Katastrophe vor sieben Jahren legt die prekären Arbeitsbedingungen der Bekleidungsindustrie in Bangladesch offen. Bijoy (im Bild vorne links) und Pervey (im Bild vorne rechts) haben damals durch den Einsturz des Fabrikgebäudes ihre Eltern verloren.

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