Nachrichten - Nachricht und Berichte aus Myanmar

Protestierende Frauen und Männer in Myanmar

© Myanmar now media

Internationale Marken müssen handeln und die Produktion in Myanmar einstellen

Am 1. Februar 2021 putschte das Militär in Myanmar, verhaftete die gewählten Regierungsmitglieder*innen und übernahm die Macht. Vier Tage später begann ein Generalstreik mit zahlreichen Straßenprotesten, der als Bewegung des zivilen Ungehorsams bekannt ist. An vorderster Front die Textilarbeiter*innen Myanmars. Ihr Protest wird bis heute gewaltsam unterdrückt, Gewerkschafter*innen verhaftet und getötet. Internationale Marken müssen handeln und die Produktion in Myanmar einstellen, um das Militärregime zu schwächen.

© FEMNET

Die Auswirkungen des Militärputsches auf die Bekleidungsbranche in Myanmar sind fatal

Bedrohungen und Jobverluste halten an, Gesundheitszustand inhaftierter Gewerkschafterin ist kritisch

Nachdem es zwischenzeitlich ruhiger in der Berichterstattung über die Situation in Myanmar wurde, prägen Gräueltaten des Militärs erneut die Schlagzeilen. Leidtragende der anhaltenden unsicheren Lage sind vor allem auch die Textilarbeiter*innen. Die Gewerkschaften fordern Wirtschaftssanktionen gegen das Land und das Militär, was nun auch zur Neupositionierung einiger Multi-Stakeholder-Initiativen und Marken geführt hat. Menschenrechtsorganisationen fordern unterdessen die Freilassung der erkrankten inhaftierten Gewerkschafterin Myo Aye.

Gewerkschaften in Myanmar fordern umfassende Wirtschaftssanktionen

In der Berichterstattung über die Situation in Myanmar ist es ruhiger geworden. Doch das Land und seine Bevölkerung leiden weiterhin unter den gewaltsamen Repressalien der Militärs. Im Gespräch mit dem internationalen Gewerkschaftsverband IndustriALL erläutert Gewerkschaftspräsidentin Khaing Zar, warum interner Widerstand allein nicht ausreicht.

Im Kampf gegen das Militär und die Pandemie: Myanmars Textilarbeiterinnen weiterhin in extremer Notlage

Der Anfang Februar verübte Putsch des Militärs hat schwere Folgen für die Textilarbeiter*innen in Myanmar. Viele Arbeiterinnen haben ihre Jobs verloren, Gewerkschafterinnen werden verfolgt und müssen untertauchen. Seit Juni steigen nun auch noch die Corona-Fallzahlen und erschweren die Situation der Menschen, die für Demokratie in ihrem Land kämpfen. Das Militär nutzt die Pandemie als Waffe gegen das Volk und erschwert den Zugang zu medizinischer Versorgung.

Trotz Verhaftung von Arbeitsrechtsaktivistin Myo Myo Aye: Myanmars Arbeiter*innen leisten weiter Widerstand

Seit mehr als drei Monaten kämpfen die Menschen Myanmars gegen die Gewaltherrschaft des Militärs. Friedlich Demonstrierende haben innerhalb des Civil Disobedience Movements (CDM) zur „Spring Revolution“ aufgerufen.

Seit Beginn der Machtübernahme durch das Militär am 01. Februar sind laut der AAPP (Assistance Association for Political Prisoners) 759 Zivilist*innen von den Putschisten ermordet worden. Aktivist*innen und Gewerkschafter*innen stehen im Fokus der Verfolgung. Mitte März erklärte das Militärregime eine Reihe von Arbeitsrechts-organisationen für illegal, darunter auch acht Partnerorganisationen der Clean Clothes Campaign. Um Repressalien und Verhaftungen zu entgehen, bleibt den meisten nur der Weg in den Untergrund.

© Nyan Zay Htet

Myanmar: Tausende Arbeiter*innen auf der Flucht in eine ungewisse Zukunft

Die Gewaltherrschaft der Militärs gefährdet den einst blühenden Bekleidungssektor und mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze.

Was passiert in Myanmar? #WhatIsHappeningInMyanmar?

Was passiert in Myanmar? #WhatisHappening-inMyanmar?

Massenproteste und Polizeigewalt nehmen seit dem Militärputsch in Myanmar täglich zu. Die Menschen brauchen unsere Solidarität und Unterstützung. Ein Überblick über die Ereignisse, und wie sie sich auf die Textilarbeiter*innen und Gewerkschafter*innen auswirken.

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