Nachrichten - Corona-Nothilfefonds

© SAVE

SOLIDARISCH WIRKEN – Mit einer Spende für den Corona-Nothilfefonds

Die Corona-Pandemie trifft vor allem Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen, weltweit und mit langfristigen Auswirkungen. Im Austausch mit den Mitarbeiter_innen unserer Partnerorganisationen in Indien und Bangladesch ermitteln wir kurzfristig den dringendsten Bedarf, damit die Textilarbeiter_innen sich und ihre Familien schützen und ihre Existenz sichern können.

Helfer_innen von SAVE verteilen Lebensmittel. © SAVEHelfer_innen von SAVE verteilen Lebensmittel. © SAVE

Der gesundheitliche Ausnahmezustand bedeutet für diese Frauen neben einer erhöhten Gesundheitsgefahr eine existenzielle Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen. Die COVID-19 Krise führt zu Ausgangssperren, einem Einbruch der Märkte und dem Erliegen der Textilproduktion. Die Fabriken stehen still, Aufträge bleiben aus, Lohnzahlungen werden ausgesetzt oder entfallen ersatzlos. Die Frauen, die sonst in der Textilproduktion unter prekären Bedingungen tätig sind, stehen nun vor dem Nichts.
 

FEMNET-Nothilfefonds unterstützt Textilarbeiterinnen unmittelbar

Wir haben uns entschlossen, hier Soforthilfe mit einem Nothilfefonds zu leisten: zur Unterstützung der Arbeit von SAVE, Cividep, Munnade, GLU und NGWF.

  • SAVE unterstützt Wanderarbeiter_innen in Tamil Nadu/Indien die sich keine Lebensmittel mehr leisten können. Bereits mit 20 € kann in Indien eine vierköpfige Familie 14 Tage lang Mehl, Kartoffeln, Speiseöl und Wasser erhalten.
  • Cividep unterstützt in Kooperation mit Munnade/GLU Textilarbeiter_innen in Bangalore/Indien mit Grundnahrungsmitteln und Mietzahlungen, denn sie laufen Gefahr, durch die Lohnausfälle ihre Unterbringung zu verlieren. Bereits mit 35 Euro kann die Unterkunft einer Textilarbeiter*innen Familie für einen Monat gesichert werden.
  • NGWF hat Initiative ergriffen, um Textilarbeiter_innen in Bangladesch über die Prävention von COVID-19 aufzuklären. Familien erhalten Infobroschüren rund um das Virus, aber auch Essensnotpakete. Mit 7 Euro können vier Familienmitglieder für eine Woche versorgt werden.

Unterstützen Sie gemeinsam mit uns die FEMNET-Partnerorganisationen in Indien und Bangladesch. Sie sind als zivilgesellschaftliche Akteure gefragt, und ihre Arbeit ist unerlässlich, um den Betroffenen der Krise bestmöglich zu helfen.

Jetzt online spenden!

Solidarisch wirken – Corona-Nothilfefonds

 

Vorbereitungen für die Spendenverteilung
SAVE-Aktive stellen die Säcke her und befüllen sie mit Masken, Seife und Lebensmitteln. © SAVE | Indien, Mai 2020
Verheerende Auswirkungen der Corona Krise
Auf Grund der Corona Krise stehen in Indien die Textilfabriken still. Es herrscht staatlich angeordnete Ausgangssperre. Ohne Arbeit können immer weniger Textilarbeiter*innen sich und ihre Familien versorgen. © Save I Indien, April 2020
Gehaltszahlungen fallen aus
Textilarbeiter*innen senden üblicherweise den Großteil ihres Lohnes an ihre Verwandten auf dem Land. Das haben sie auch mit ihrem letzten Gehalt gemacht. Jetzt bleiben Lohnzahlungen aus – das bedeutet, dass sie selbst nun komplett ohne Alles dastehen. © Save I Indien, April 2020
Nahrungsmittel werden knapp
Ohne Arbeit als Vertragsarbeiter in einer Textilfabrik bleiben dem Familienvater nur 100 indische Rupien, die er für Milch für eines seiner Kinder ausgibt. Ältere Familienmitglieder haben seit drei Tagen nicht gegessen. © Save I Indien, April 2020
Textilarbeiter*innen erhalten Notpakete
Mitte April hatten 40 % der Beschäftigten in Bangladeschs Textilindustrie ihre Löhne für März noch nicht erhalten, dabei sind Lohnfortzahlungen lebenswichtig für sie. Auch NGWF hat deshalb begonnen Rationen und Infoflyer zum Virus zu verteilen. © NGWF I Bangladesch, April 2020
Wanderarbeiter*innen in prekärer Lage
Diese Mutter kam nach Tiruppur, um in einer der vielen Textilfabriken zu arbeiten. Es gibt keine öffentlichen Transportmittel mehr, also muss sie mit ihren Kindern dort bleiben. Staatliche Unterstützung kann sie jedoch nur in ihrem Heimatbezirk beantragen. © Save I Indien, April 2020
Es droht die Obdachlosigkeit
Wanderarbeiter*innen leben oft in Gemeinschaftsunterkünften, sog. Hostels. In Bangalore riskieren sie nun den Rauswurf, denn ohne Lohnarbeit können sie ihre Miete nicht zahlen. Cividep hilft mit Mietzuschüssen, damit sie ihre Unterkunft nicht verlieren. © Save I Indien, April 2020
Lebensmittelverteilung in der Krise
Nahrungsmittelspenden bestehen aus Reis, Weizenmehl, Zwiebeln, Kartoffeln, Soja und Speiseöl. Save, Cividep und NGWF ermitteln Bedarfe und verteilen Lebensmittel an die Textilarbeiter*innen, deren Situation am Dringlichsten ist. © Save I Indien, April 2020
Abstand halten: Prävention bei Hilfsaktionen
Bei der Verteilung von Nahrungsmitteln wird auf den gesundheitsrelevanten Mindestabstand und Schutzkleidung geachtet, um die rapide Verbreitung von Corona zu unterbinden und Bedürftige nicht weiter zu gefährden. © Save I Indien, April 2020
Aufklärungsarbeit zu COVID-19
Die Gewerkschaft NGWF setzt auf Präventionsmaßnahme. Broschüren zu COVID-19 werden an Mitglieder verteilt und informieren zum Virus und Schutzmaßnahmen. Beschäftigte sollen sich so vor Ansteckung schützen lernen – jetzt und sobald die Fabriken wieder öffnen können. © NGWF I Bangladesch, April 2020

 

Was der Corona-Nothilfefonds bewirkt:

Alle Nachrichten zu #SolidarityWorks!

 Weiterführende Informationen:

 

Wie sollten Unternehmen laut NROs, Gewerkschaften und weiteren Initiativen auf die Situation reagieren? Welche Maßnahmen können Unternehmen ergreifen?

Neugierig? Unser Newsletter

Jetzt spenden

Verwendung von Cookies

Wir benutzen lediglich technisch notwenige Sessioncookies, ohne diese könnten wir unsere Homepage sonst nur mit unsicheren Einstellungen betreiben.