Nachrichten - #SolidarityWorks!

Partnerbesuche in Indien und Bangladesch

Unterwegs in Bangladesch und Indien: Kolleginnen von FEMNET haben Anfang des Jahres 2019 unsere Partner_innen besucht – und sich vom Vorankommen der gemeinsamen Projekte überzeugt. Wir haben Textilfabriken besichtigt, uns mit Gewerkschafter_innen über Probleme ausgetauscht und mit Arbeiterinnen und Arbeitern gesprochen. Nach wie vor ist die Situation der Frauen in der Textilindustrie prekär: Niedrige Löhne, Überstunden und sexuelle Belästigung sind bitterer Alltag.

Impressionen aus Indien
Gemeinsam mit der Gewerkschaft gegen Gewalt: Die Textilarbeiterinnen erzählen uns in dem Büro von Munnade in Bangalore, dass sie in den Fabriken gedemütigt und belästigt werden. Die offiziellen Beschwerde-Komitees bringen oft nichts – die Frauen werden mit ihren Problemen allein gelassen.
© FEMNET
Impressionen aus Indien
Nila* hat die Arbeit krank gemacht: In ihrer Wohnung in Bangalore berichtet die Näherin unter Tränen von dem Manager, der sie in der Fabrik bedrängte. Weil sie sich wehrte, wurde sie schikaniert und ausgelacht. Mit Hilfe der Gewerkschaft erstattete sie Anzeige. Die Beweislast liegt bei ihr.
© FEMNET
*Name geändert
Impressionen aus Indien
Frauen erfahren tagtäglich strukturelle Gewalt am Arbeitsplatz – auch in indischen Textilfabriken. Unsere Partnerinnen bei Munnade setzen sich mit Rechtshilfe, Trainings und Beratung für die Frauen ein. Mit ihnen gemeinsam setzen wir Zeichen #gegenGewalt.
© FEMNET
Impressionen aus Indien
Über einen stinkenden Fluss heim ins Hostel: Migrantinnen vom Land sind nach ihrer Samstagsschicht in einer Näherei Bangalores auf dem Weg in ihre schäbige Unterkunft, die zur Fabrik gehört. Dort teilen sie sich zu fünft ein kleines Zimmer. Viele der Frauen halten nur ein paar Monate durch. © FEMNET
Impressionen aus Indien
Die Maschinen hämmern, in der Halle steht die Hitze: Rund eine halbe Million Frauen arbeitet in den Textilfabriken Tamil Nadus unter schlechten Bedingungen : Überstunden, Hungerlöhne, sexuelle Übergriffe. Mädchen aus armen Familien leben dort oft in Hostels – gehalten wie Sklavinnen.
© FEMNET
Impressionen aus Indien
Selbstverteidigung in der Spinnerei: Mary von unserer Partner-NGO SAVE schult Arbeiterinnen darin, wie sie sich gegen sexuelle Belästigung wehren können. Es ist nicht leicht, die Fabrikbesitzer von den Trainings zu überzeugen. Bislang ist das bei 61 von angepeilten 300 Spinnereien gelungen.
© FEMNET
Impressionen aus Indien
Erster Kongress der indischen Multistakeholder-Initiative, die durch die Bündnisinitiative Tamil Nadu des Textilbündnisses unterstützt wird. Rund 120 Personen nahmen teil. Aus Deutschland waren angereist: Vertreter_innen von Hugo Boss, Brands Fashion, GIZ, BMZ und FEMNET. Auf indischer Seite waren die Regierung Tamil Nadus, Unternehmen(sverbände), NGOs und Gewerkschaften vertreten.
© FEMNET
Impressionen aus Indien
Mutter und Tochter kommen nach einem langen Tag aus der Fabrik. Die Betreuung ist meistens schlecht, erst jüngst hat die Gewerkschaft in einer Kita zwei- bis dreijährige Kinder völlig erschöpft und hungrig vorgefunden. Auch Schlafmittel sollen im Spiel sein, um die Kinder ruhig zu stellen.
© FEMNET
Impressionen aus Indien
In Indien ist Kinderbetreuung in Fabriken gesetzlich vorgeschrieben, aber die meisten Frauen lassen ihre Kinder trotz aller Gefahren lieber allein zu Hause, als sie hier abzugeben. © FEMNET
Impressionen aus Indien
Trostlose Kita in einer südindischen Spinnerei: In dem stickigen Raum steht nur eine Bastmatte.
© FEMNET
Impressionen aus Bangladesch
In der Pause eilt Mim nach Hause, um ihre Tochter zu füttern, zum selbst essen bleibt keine Zeit. Wir drängen uns in das winzige Zimmer, reden über die schwierige Lage in Bangladesch.
© FEMNET
Impressionen aus Bangladesch
Mim ist verzweifelt, aber sie zeigt uns die Karte von FEMNET an der Wand: Solidarität hilft, das zu ertragen.
© FEMNET
Impressionen aus Bangladesch
Ground Zero der Textilindustrie: Wo einst das Fabrikgebäude von Rana Plaza stand, erinnert kein Denkmal daran, dass hier über 1.100 Arbeiter_innen ums Leben kamen. Die Tragödie brachte große Versprechungen seitens der Industrie und kaum Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.
© FEMNET
Impressionen aus Bangladesch
Entlassene Arbeiter_innen im Büro unserer Partnerorganisation BCWS. Weil ihre Fabriken nicht den erhöhten Mindestlohn zahlten, gingen sie auf die Straße – und wurden gefeuert. Nun protestieren sie gegen ihre Entlassung. Ohne Job wissen nicht, wie sie ihre Familien ernähren sollen.
© FEMNET
Impressionen aus Bangladesch
Eine der entlassenen Arbeiterinnen. Nach den Protesten schloss das Fabrikmanagement im Januar plötzlich die Fabrik: 96 Entlassungen, die Fabrik verklagte 52 Arbeiter_innen. Wer in einer Gewerkschaft organisiert war, wurde beschimpft, teilweise physisch bedroht oder geschlagen.
© FEMNET
Impressionen aus Bangladesch
NGOs und Gewerkschaften erklären sich solidarisch mit den Tausenden von Arbeiter_innen, die wegen Protesten entlassen und verklagt wurden. Das Foto entstand am Ende eines Workshops über Beschwerdemechanismen in Dhaka, durchgeführt im Namen der Zivilgesellschaft im Textilbündnis.
© FEMNET

Neugierig? Unser Newsletter

Jetzt spenden

Verwendung von Cookies

Wir benutzen lediglich technisch notwenige Sessioncookies, ohne diese könnten wir unsere Homepage sonst nur mit unsicheren Einstellungen betreiben.