Nachrichten - #SolidarityWorks!

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Die Folgen der Corona-Krise wirken sich zunehmend auf Minderjährige aus

Mahdu und ihre kleine Tochter hatten Glück. In den schwierigen Tagen des Lockdowns half unser Partner SAVE der jungen Familie, die größte Not zu überstehen. Aber die Wiedereröffnung von Textilfabriken offenbart weitere Mißstände, wie die Zunahme von Kinderarbeit.

Zur aktuellen Lage in Indien und Bangladesch – Zusammenfassung des FEMNET-Webinars

Am 15. September 2020 veranstaltete FEMNET gemeinsam mit drei Aktivistinnen aus Indien und Bangladesch ein Webinar zur aktuellen Lage vor Ort. Sie berichteten von Lockerungen der Arbeitsgesetze in Indien, der Zunahme von Kinderarbeit und geschlechtsspezifischer Gewalt in den Fabriken sowie fatalen Vertragssystemen. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie derzeit Betroffene unmittelbar mit Lebensmitteln, aber auch Rechtsberatungen. Die Lage ist sehr ernst, aber die Aktivist*innen zeigen sich kämpferisch.

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Ohne Hilfe geht es nicht – Die Situation der Textilarbeiterin Nazma Akter

Nazma Akter arbeitet seit fünf Jahren in einer Textilfabrik in Dhaka. Nach starken Lohnkürzungen zu Beginn des Lockdowns, muss sie und ihre Familie zwei Monate ohne Gehalt auskommen. Wie viele andere Textilarbeiter*innen in Bangladesch ist Nazma auf Lebensmittelspenden angewiesen, die wir mit unserem Corona-Nothilfefonds unterstützen.

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Corona und Frauen – Warum gezielte Unterstützung notwendig ist

Geschlechtsspezifische Machtgefälle in der Textilindustrie werden während der Coronakrise weiter verstärkt. FEMNET und unsere Partnerorganisation BCWS in Bangladesch setzen sich für ein Ende der Gewalt gegen Frauen ein und unterstützen Betroffene mit gezielter Abhilfe während der Coronakrise.

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Trauriger Rekord – Indien steht auf Platz 3 bei der Anzahl der weltweiten Coronafälle

Laut Johns Hopkins University steht Indien inzwischen weltweit nach den USA und Brasilien an 3. Stelle bei den Coronafällen und -toten.Immer noch sind viele Näher*innen aufgrund der Coronakrise besonders betroffen. Existenzielle Bedrohung, Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung nehmen zu. Unsere Partner vor Ort unterstützen Arbeiter*innen bei der Zahlung ihrer Rechnungen und versorgen sie mit Grundnahrungsmitteln. Mit dem Corona-Nothilfefonds leisten wir dabei einen wichtigen Beitrag.

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Noch kein Ende in Sicht – Näher*innen in Bangladesch kämpfen weiter um ihre Existenz

In vielen großen Exportfabriken in Bangladesch wird wieder produziert. Die Gesamtauslastung ist aber noch nicht erreicht und viele Näher*innen bleiben weiter ohne Arbeit. Gleichzeitig werden unter dem Vorwand der Coronakrise Arbeitsrechte beschnitten und Gewerkschafter*innen entlassen.

Gewerkschafter*innen im Hungerstreik

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Hungerstreik als Protest für Corona-bedingte Entlassungen in Bangladesch

Im Zuge der Corona Krise offenbaren sich die prekären Arbeitsverhältnisse in der Bekleidungsindustrie. Entlassungen und Lohnausfälle setzen sich fort: weitere 3000 Textilarbeiter*innen wurden von jetzt auf gleich entlassen. Sie reagieren mit Protest und einem symbolischen Hungerstreik.

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