Nachrichten - #GoTransparent! Lieferketten offenlegen

E-Mail-Protestaktion - Aufruf gegen den Widerstand zum Lieferkettengesetz

Seit Frühjahr 2020 sind wir einem Lieferkettengesetz deutlich nähergekommen. Die Bundesminister Heil und Müller haben angekündigt, ein Gesetz vorzulegen. Die Kanzlerin und immer mehr deutsche Unternehmen befürworten diesen Schritt. Widerstand gibt es dennoch. Wirtschaftsminister Altmeier stellt sich gegen das Vorhaben, um Unternehmen zu schützen. Als Teil der Initiative Lieferkettengesetz rufen wir deshalb zur gemeinsamen Protestaktion gegen diese Blockade auf.

Unternehmen in Deutschland hatten die Chance beim Menschenrechts-Test der Bundesregierung zu beweisen, dass sie auf freiwilliger Basis genug für die Einhaltung von Menschenrechten entlang ihrer Lieferketten tun. Doch sie haben diese Chance nicht genutzt, wie jüngste Zahlen beweisen: Nur 22 Prozent der von der Bundesregierung befragten Unternehmen kommen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nach. Jetzt gilt es, die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag und dem CDU-Parteitagsbeschluss einzuhalten und zügig ein Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen.

Widerstand gegen ein Lieferkettengesetz – Protestaktion gegen die Blockade

Widerstand kommt von Wirtschaftsverbänden, vor die sich Wirtschaftsminister Altmeier stellt. Die Unternehmen befürchten einen Wettbewerbsnachteil durch ein Lieferkettengesetz und wollen deshalb für die Produktionsstandards, die zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung führen, keine Haftung übernehmen. Die Fabrikarbeiter*innen vor Ort arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen, damit Konsument*innen hierzulande billig einkaufen können. Bewusst ist das allen Akteur*innen, Verantwortung will aber niemand übernehmen. Dabei lohnt es sich: Es hat sich gezeigt, dass Unternehmen, die ihre Lieferketten kennen und auf verlässliche Partnerschaften setzen, krisenfester sind. Rund 60 Unternehmen befürworten deshalb einen solchen Schritt, der einen Nachhaltigkeitsschub für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde.

Die Corona-Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass unsere bisherige Wirtschaftsweise weder gerecht noch nachhaltig ist. Das war sie auch vor der Krise nicht. Hinzu kommt nun, dass durch die Stornierungen der Lieferanten und die Schließungen der Fabriken zahlreiche Näher*innen ihre Arbeit verloren.

Deshalb heißt es jetzt handeln! Gegen die Blockade Altmeiers unterstützen wir den Protestaufruf der Initiative Lieferkettengesetz.

Jetzt mitmachen und eine Protest-Mail an Altmeier schreiben:

 

Neugierig? Unser Newsletter

Jetzt spenden