Nachrichten - #GoTransparent! Lieferketten offenlegen

Protestmarsch der bangladeschischen Gewerkschaft Green Bangla Garments Workers am 24.11.2019 © GBGW

Proteste für sichere Fabriken: Brand in Tazreen Fabrik vor sieben Jahren

Am 24.11.2012 brach in der Tazreen Fabrik in Bangladesch abends um 18.30 Uhr ein Brand aus. Von den über 1000 Arbeiter/innen befanden sich noch 600 in der Fabrik. Es gab keine Fluchtausgänge ins Freie und die Fenster waren vergittert. Einige Arbeiter_innen konnten die Ventilatoren aus dem Fenster reißen und durch die Lücke aus großer Höhe in die Tiefe springen. Im Feuer, beim Sprung aus der Höhe und später an den Folgen starben 125 Arbeiter_innen, 150 verletzten sich, teils schwer.

Tazreen Fabrik in Bangladesch nach dem Brand © RISETazreen Fabrik in Bangladesch nach dem Brand © RISEDie Tazreen Fabrik hatte neun Stockwerke, drei davon waren illegal aufgesetzt worden. Nicht einmal die einfachsten Sicherheitsvorkehrungen gab es: Es fehlten Notausgänge und Feuerleitern. Da das Feuer im Eingangsbereich ausbrach und die Treppen hinaufzog, gab es für die Näher/innen kein Entrinnen.

Bei der Tubagruppe, zu der die Tazreen Fabrik gehört, platzieren auch deutsche Einkäufer ihre Aufträge, u. a. KiK (bis 2011), Karl Rieker und Lidl. Auch C&A ließ dort produzieren.

Die meisten Unternehmen – mit Ausnahme von C&A - haben keine Entschädigungsleistungen an die Opfer und Hinterbliebenen geleistet.

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