#GoTransparent! Lieferketten offenlegen - Aktiv in Deutschland

Kampagnenarbeit für mehr Transparenz und effektivere Kontrollen

In Sachen Transparenz haben wir gemeinsam mit der Kampagne für Saubere Kleidung (engl. Clean Clothes Campaign, CCC) schon einiges erreicht, müssen den Konzernen aber „auf der Spur“ bleiben. Denn: Wer nichts zu verbergen hat, legt seine Lieferkette offen!

Sozialaudits: Feigenblatt der Modeindustrie

Nach unseren Erfolgen mit der CCC-Kampagne #GoTransparent geht es nun weiter: Unternehmen sollen nicht nur zeigen, wo sie produzieren lassen, sondern auch wie!

Kontrolliert werden die Arbeitsbedingungen in den Zuliefererfabriken seit Jahrzehnten über sogenannte Sozialaudits. Deren Ergebnisse werden jedoch nicht offengelegt, sodass sich nicht überprüfen lässt, ob Sicherheitsmängel und Menschenrechtsverletzungen beseitigt werden. Anstelle der Arbeiter_innen schützt die Auditindustrie so das Image ihrer Kunden - der Modeunternehmen. Um das System zu verbessern, braucht es mehr Transparenz, eine Rechenschaftspflicht und eine wirksame Einbeziehung von Gewerkschaften und Arbeiter_innen. Mit diesen Forderungen richten wir uns an Modeunternehmen.

Der Bericht „Fig Leaf for Fashion“ (PDF) („Feigenblatt der Modeindustrie: Wie Sozialaudits Unternehmen schützen und Arbeiter_innen im Stich lassen“) der CCC legt anhand von Fallbeispielen die Mängel von Sozialaudits sowie deren Ursachen dar und zeigt Möglichkeiten auf, wie sie behoben werden können. Enthalten sind auch Empfehlungen an Unternehmen, Politik und andere Akteure.

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© FEMNET

OECD-Beschwerde: TÜV Rheinland übersah Verstöße bei Rana Plaza

Im Mai 2016 legte FEMNET zusammen mit dem ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) und medico international, mit Betroffenen des Rana-Plaza-Einsturzes sowie mit den Gewerkschaften Garment Workers Unity Forum und Comrade Rubel Memorial Center aus Bangladesch eine sogenannte OECD-Beschwerde gegen TÜV Rheinland ein. Eingereicht wurde diese bei der Nationalen Kontaktstelle (NKS) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beim Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

Die Abschlusserklärung der NKS vom Juni 2018 könnte den Weg für die notwendigen Reformen im Sozialaudit-System ebnen. Zu einer Einigung mit dem TÜV Rheinland kam es jedoch nicht.

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Gisela Burckhardt bei der Hauptversammlung von Hugo Boss im Jahr 2017. © FEMNET

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#GoTransparent! Die Transparenzkampagne der CCC

Im Rahmen der #GoTransparent-Kampagne forderte eine internationale Koalition, darunter die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC), 72 Unternehmen auf, ein Transparenzversprechen abzugeben. Die CCC richtete sich mit einer Petition an Primark und Armani, über 70.000 Unterschriften kamen dabei zusammen. FEMNET und CCC-Aktivist_innen überreichten diese im Februar 2017 an die Primark-Filiale in Köln. Wenige Tage danach veröffentlichte der Moderiese seine Zulieferer

Im Mai 2017 sprach die FEMNET-Vorsitzende Dr. Gisela Burckhardt bei der Hauptversammlung von Hugo und rief den Konzern dazu auf, seine Lieferkette transparent zu machen. Inzwischen hat Hugo Boss reagiert und seine Zulieferer offengelegt.

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