Nachrichten - #GegenGewalt an Textilarbeiterinnen

Internationaler Frauentag: Gewalt gegen Frauen und die Folgen

Die Zusammenhänge zwischen geschlechtsspezifischer Gewalt und den gesundheitlichen Folgen finden bisher wenige Beachtung bei den Akteuren der Textilwirtschaft. FEMNET wird sich verstärkt dem Thema widmen.

Dr. Gisela Burckhardt, Vorsitzende von FEMNET und Projektkoordinatorin Sina Marx geben im Gespräch einen Einblick, warum Gesundheit im Kontext der Kampagnen- und Projektarbeit von FEMNET eine wichtige Rolle spielt.

Arbeitsausweis von Jeyasre Kathiravel. Foto: Handout

Ermordung einer Arbeiterin wirft erneut ein Licht auf strukturelle Gewalt in den Fabriken Indiens

Gewalt an Frauen ist in Indiens Fabriken bitterer Alltag. Am 5. Januar 2021 wurde eine junge Frau, die in der Textilfabrik Natchi in Südindien arbeitet, tot aufgefunden - ermordet von ihrem Aufseher. In dieser Fabrik lassen H&M und Lidl produzieren. FEMNET hat beide Unternehmen angeschrieben und gefragt, welche Schritte sie unternehmen werden. Beide Unternehmen haben bisher keinerlei Maßnahmen ergriffen.

Brief an Bundesarbeitsminister Heil – Deutschland muss die Ratifizierung der Konvention 190 vorantreiben

Im Juni 2019 hat die internationale Arbeitsorganisation (ILO) nach langen Jahren der Verhandlung endlich die Konvention 190 gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz verabschiedet. Bisher haben aber nur Uruguay und Fiji die Konvention unterzeichnet.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: ILO Konvention 190 umsetzen, Gewalt am Arbeitsplatz verhindern

Seit 1991 rufen Frauenrechtsorganisationen jedes Jahr am 25. November zu einer 16-tägigen Kampagne gegen Gewalt an Frauen auf. Vom internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, macht die Kampagne auf Gewalt gegen Frauen - als eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen - aufmerksam.

© IndustriAll

Historisches Abkommen zur Bekämpfung von Gewalt und Belästigung verabschiedet

Für die Umsetzung des Übereinkommens in der Praxis sind jetzt Regierungen und Unternehmen gefragt

Zum 100-jährigen Bestehen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) haben die Mitgliedsstaaten Ende Juni 2019 mit überwältigender Mehrheit das neue internationale Übereinkommen Nr. 190 gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt verabschiedet. Dieser gesetzlich bindende internationale Vertrag, der zusätzlich durch eine Empfehlung für die konkrete Umsetzung durch die Mitgliedsstaaten ergänzt wurde, ist ein historischer Sieg für Arbeitnehmer*innen und ihre Vertretungen:

100 Jahre ILO: Zeit für Gesetze #GegenGewalt an Textilarbeiterinnen!

2019 feiert die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) ihren hundertsten Geburtstag. Mit ihrem höchsten Gremium, der Internationalen Arbeitskonferenz treten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen jedes Jahr in Genf zusammen, um über internationales Arbeitsrecht zu entscheiden. In diesem Jahr tagt die Konferenz vom 10. bis zum 21. Juni und befasst sich mit der Frage nach Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz. Bisher gibt es dazu auf internationaler Ebene noch keine wirksamen Regelungen.

Rana Plaza Gedenktag: Aktionstheater #GegenGewalt in Bonn

Eine gewaltvolle Szene mitten in der Bonner Innenstadt: Immer wieder erhebt der Aufseher seine Hand gegen die Näherin und hinterlässt mit jedem symbolischen Schlagen, Kneifen, Festhalten einen blauer Handabdruck auf ihrer weißen Kleidung. Erschöpft sinkt ihr Kopf auf den Tisch. „Schneller! Es gibt jetzt keine Pause! Zurück an die Arbeit!“ Anlässlich des Rana Plaza Gedenktages machten Bonner Aktivistinnen am 24.04.2019 mit einem Aktionstheater auf die problematischen Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie aufmerksam.

Kampagne-Logo International Trade Union Confederation mit Sitz in Brüssel

Für eine ILO-Vereinbarung gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz

FEMNET unterstützt die am 14.02.2018 startende Kampagne für die Unterzeichnung einer ILO-Konvention gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz. Die Kampagne läuft bis zum Frauentag am 8. März. Bisher gibt es zwar das 1979 von der UN verabschiedete Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), doch gibt es noch kein internationales Gesetz, das Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz vorschreibt.

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