Nachrichten - Öko-faire Kleidung

Aufruf: „Besser leben ohne Primark“ – Kreative Aktionen gegen Wegwerfmode am 13.08. in Bonn

FEMNET, Bonn im Wandel und zahlreiche Unterstützer_innen rufen auf zum kreativen Primark-Protest am 13.08. ab 10:00 Uhr gegenüber vom Bonner Hauptbahnhof. An diesem Tag öffnet der Moderiese in Bonn seine Tore. Über 20 Bonner Organisationen unterstützen die Kampagne „Besser Leben ohne Primark“.

Gesucht werden für den Initiativen, welche unseren Aufruf unterstützen, Musiker_innen und Helfer_innen für Kleidertausch, Protestaktionen und Infostände.

Primark: Verschwendung, Verschmutzung und Menschenrechtsverletzung

Wir sagen Nein zur Verramschung von Stadt, Menschen und Rohstoffen!

Das Problem

  • Primark produziert Wegwerfmode. Das ist Verschwendung. Von Rohstoffen, Arbeit und Produkten. 
  • Den Preis für billige „Fast Fashion“ zahlen Arbeiter_innen. Sie erhalten Hungerlöhne, erleben Gewalt und Unterdrückung. Sie schuften 10-12 Stunden pro Tag. Und wenn sie sich dagegen wehren, werden sie entlassen.
  • Flüsse und Baumwollfelder werden verseucht: 1kg Baumwolle für 1 T-Shirt benötigt 15.000 Liter Wasser und 1 kg Chemikalien.
  • Die globale Modeindustrie verursacht mehr Klimaemissionen als alle internationalen Flüge und Seeschiffe zusammen.
  • Kunstfaserkleidung ist für 35% der Mikrofasern in den Ozeanen verantwortlich.
  • Die Gewinne fließen in Konzernzentralen weit weg von Bonn.
  • Billigkonkurrenz verdrängt inhabergeführte Geschäfte.

Ist Primark schlimmer als andere Modeketten?

Primark setzt auf Masse und auf extrem niedrige Preise. So wird noch mehr Kleidung produziert, mit immer mehr Rohstoffverbrauch, in immer schlechterer Qualität. Im Jahr 2015 haben Konsument*innen weltweit doppelt so viele Kleider gekauft wie 2010. Nämlich 100 Milliarden statt vorher 50 Milliarden. Die meisten Kleider werden gar nicht getragen. In Deutschland sind es nur rund 40 Prozent. Der Rest hängt im Kleiderschrank oder landet in der Tonne.

Es gibt viele Lösungen!

Wir haben keinen Kleidermangel! Jede*r kann Spaß haben mit schönen Klamotten. Das könnt ihr tun:

  • länger tragen
  • selber machen
  • tauschen
  • reparieren
  • gebraucht kaufen
  • Faire Mode kaufen. Die findet ihr im FEMNET Einkaufsführer.

Das muss die Politik tun: Ihre Verantwortung ernst nehmen

  • Die Wirtschafts- und Stadtentwicklung konsequent an den nachhaltigen Entwicklungszielen ausrichten. 
  • Unternehmen fördern, die das Gemeinwohl und die regionale Wertschöpfung verbessern.
  •  Initiativen unterstützen, die sich für globale Fairness und Klimagerechtigkeit, für Ressourcenschonung und nachhaltigen Konsum engagieren. Damit wir zusammen besser tun können, was nötig ist. Denn wir sitzen alle in einem Boot.

Die Initiator_innen von „Besser leben ohne Primark“

  • FEMNET mit Sitz in Bonn setzt sich gegen Ausbeutung von Frauen in der Bekleidungsindustrie des globalen Südens ein und fordert Unternehmen auf, die Menschenrechte bei der Produktion sicherzustellen.
  • Bonn im Wandel e. V. bonnimwandel.de ist die Transition Initiative von Bonn. Wir sind das Ideen- und Projektlabor für eine enkeltaugliche Stadt.

Die Unterstützer*innen

Stand: 07.08.2019 - wird kontinuierlich aktualisiert

Bonner Netzwerk für Entwicklung; Bonnopoly Chor; BUND Jugend NRW, Ortsgruppe Bonn; Die Linke Bonn; Evangelische Studierenden Gemeinde ESG Bonn; Extinction Rebellion Bonn; Frauennetzwerk für Frieden e. V.; Germanwatch e. V.; Grüne Jugend Bonn; Internationales Frauenzentrum Bonn e. V. ifz; Jusos Bonn; Katholikenrat Bonn; Katholische Frauengemeinschaft des Stadtdekanats Bonn; Klimawache-Bonn; Ökologie-Referat des AStA der Universität Bonn; Rhizom e. V. Bonn; Steuerungsgruppe Fair Trade Town Bonn; terre des hommes, Gruppe Bonn; Weltladen Bonn e. V.; ZERO Waste Bonn; die Ehrenamtlichen von ZESABO und weitere.

Quellenangaben:

Factsheets von FEMNET e. V.

50 Jahre Primark, Kein Grund zum Feiern – 3 Dossiers von der Christlichen Initiative Romero

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