Nachrichten - Faire öffentliche Beschaffung

FEMNET bei der Messe Fair Handeln in Stuttgart

Die FEMNET-Projektreferentinnen Marijke Mulder und Anni Korts-Laur am Messestand bei der Fair Handeln Stuttgart. Foto: © FEMNETDie FEMNET-Projektreferentinnen Marijke Mulder und Anni Korts-Laur am Messestand bei der Fair Handeln Stuttgart. Foto: © FEMNETVom 25. bis 28. April 2019 fand in Stuttgart die Messe Fair Handeln statt. FEMNET war vor Ort vertreten, um erste Ergebnisse der aktuellen Studien zu Arbeitsbedingungen in der Berufsbekleidungsindustrie in Tunesien und Indien vorzustellen.

Marijke Mulder, FEMNET-Projektreferentin, präsentierte die Ergebnisse im Rahmen der Podiumsdiskussion “Fashion Revolution. Chancen und Herausforderungen in der Textilproduktion”, an der auch SethuLakshmy Chakkenchath, Mitarbeiterin des Fairtrade-Produzentennetzwerks NAPP (des Network of Asia and Pacific Producers), Rapha Breyer von TransFair e.V. und Deniz Köksal von der Hochschule Reutlingen, der seine Forschungsergebnisse aus Vietnam und Indonesien vorstellte.

Gut besuchte Diskussionsrunde: Projektreferentin Marijke Mulder spricht über die Handlungsmöglichkeiten von Einkäufer_innen in Deutschland. Foto: © FEMNETGut besuchte Diskussionsrunde: Projektreferentin Marijke Mulder spricht über die Handlungsmöglichkeiten von Einkäufer_innen in Deutschland. Foto: © FEMNETFEMNET gab einen Einblick in die Situation in der Berufsbekleidungsbranche der untersuchten Länder, deren Hauptprobleme in den hohen Produktionszielen, den prekären Anstellungsverhältnissen und einem Mindestlohn liegen, der nur einen Bruchteil eines Existenzlohns ausmacht. Die anschließende Diskussion mit den rund 100 Besuchern konzentrierte sich auf die Handlungsmöglichkeiten von Verbraucher_innen in Deutschland haben. Für die Berufsbekleidungsindustrie wurde die Bedeutung der fairen öffentlichen Beschaffung für die Etablierung besserer Arbeitsbedingungen und Einhaltung von Mindeststandards betont. Wenn Bürger_innen in dieser Branche auch keine direkten Einkäufer_innen sind, können sie ihre Kommunalverwaltungen doch auf die Berücksichtigung sozialer Kriterien bei der Beschaffung von Textilien ansprechen.

Die Gesamtstudie über Arbeitsbedingungen in der Berufsbekleidungsindustrie wird im Lauf des Jahres 2019 auf Englisch erscheinen. Auf Deutsch wird es Fact-Sheets über die Produktionsländer Indien und Tunesien sowie zu den politischen Forderungen an deutsche Politik und Herstellerfirmen geben – denn diese Akteure haben die Möglichkeiten und die Verantwortung, ihre Einkaufspraktiken umzustellen und so auf menschenwürdige Produktionsbedingungen hinzuwirken.  

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